Kaliningrad-Domizil

Informationsagentur
+7 (4012) 32-65-32

Kusmitsch und Froni laden ein zum Möbelkauf in Kaliningrad

So, 24 Feb 2019 Video-Info


Kusmitsch und Froni laden ein zum Möbelkauf in Kaliningrad
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

………………………………………………………………………………………………………………….

 

Kusmitsch ist unser Hausmeister im Office von Kaliningrad-Domizil. Seine Frau Froni ist unsere Haushälterin. Und wenn Erichowitsch Fragen zum russischen Leben in Kaliningrad hat, gibt es zwei sichere Informationsquellen: Kusmitsch und seine Frau Froni.

 

Erichowitsch, здравия желаю, wünsche Gesundheit.

Kusmitsch, Guten Tag,

Erichowitsch, bist Du fertig? Du erinnerst Dich doch, dass wir heute Möbel einkaufen wollen?

Ja Kusmitsch, ich erinnere mich und habe auch schon den Fotoapparat eingesteckt.

Oi, Erichowitsch, gut das Du das sagst. Sieh bloß zu, dass meine Frau Froni immer gut im Bilde ist. Sonst macht die mir abends wieder die Hölle heiß. Und am besten ist, wenn Du gar nichts sagst. Du weißt ja, dass sie auch in einer Touristenfirma die Busse saubermacht. Und wenn die Ausländer da was kommentieren, dann ist meine Froni immer gleich schlecht gelaunt.

Keine Sorge Kusmitsch. Ich werde meinen Mund halten.

Na, was denn nun ihr Beiden. Können wir endlich los? Was ist Erichowitsch? Fotoapparat dabei?

Ja, Frau Froni.

Na dann, auf geht´s in die Baltiskaja Galereja. Du weißt doch wo die ist Erichowitsch?

Ja, Frau Froni, gleich hier um die Ecke, wenige Schritte vom Supermarkt Viktoria in der Gorkowo. Ist ein ziemlich neues Handelszentrum.

Ja, ja, ist schon gut Erichowitsch. Du musst nicht jetzt schon anfangen zu erzählen, wie gut Du Dich in der Stadt auskennst.

 

Naja, ich meinte ja nur … Frau Froni … Oi, es gibt hier sogar einen Supermarkt SPAR!

Ja, Erichowitsch und sogar eine Konditorei „Königsbäcker“. Da kannst Du uns anschließend einladen. Wenn wir bis um 11 Uhr fertig sind mit dem Möbeleinkauf, bekommen wir ein  Frühstück für 99 Rubel, also einen großen Kaffeepott und ein Stück Plunderkuchen nach freier Auswahl.

Ja Frau Froni, das mache ich. Rund vier Euro für drei Personen … ist ja nicht so teuer.

Ja, ja Erichowitsch. Du musst jetzt nicht schleimen. Ist schon in Ordnung. So, nun ab auf die Rolltreppe und nach oben. Da gibt es über drei Etagen Möbel.

Siehst Du Erichowitsch, das sind hier die Preise. Wenn Du das durch 74 teilst, dann weißt Du, wieviel das in Eurem Geld kostet – ponjal?

Ja, Frau Froni.

Also Erichowitsch, ist doch eine recht vernünftige Auswahl an Sofas, oder?

Ja, Frau Froni.

Und die Preise sind natürlich auch unterschiedlich – je nachdem, ob es bei uns produziert wurde oder irgendwo da im Westen. Ach, Erichowitsch, wusstest Du übrigens, dass viele Möbel auch nach Deutschland verkauft werden, die wir hier in Kaliningrad produzieren? Ja, so schlecht scheint die Qualität ja dann nicht zu sein, denn ihr mäkelt ja an allem rum. Und die Preise müssen ja dann auch nicht so hoch sein, wenn ihr sie kauft. Ihr Deutschen schaut doch immer auf jede Kopeke …

Ja, Frau Froni.

So, dann lasst uns mal ein wenig weiterbummeln.

Kusmitsch, was schau´st Du Dir die Kindersachen an? Ich bin nicht schwanger! Oder hat unser Sohn seine patriotischen Pflichten erfüllt und für weiteren Nachwuchs gesorgt?

… nein Froni, ich schaue einfach nur so, einfach nur so. Komm, gehen wir weiter.

Erichowitsch, halte uns hier nicht auf. Du hast ein Arbeitszimmer und brauchst keinen Computertisch. Die sind hier auch teuer. Da gibt es spezialisierte Geschäfte, wo die Auswahl größer ist. Lass uns weitergehen.

Oi, Frau Froni, was ist denn das für eine Firma?

Erichowitsch, das ist „Lazurit“, eine der größten Möbelfirmen in Kaliningrad. Die kooperieren mit deutschen Herstellern, kaufen deutsche Technologien und bauen dann die Möbel hier.

Und was ist das für ein Hersteller, Frau Froni?

Das sind Möbel aus Weißrussland. Gute, robuste Qualität. Nicht mehr ganz so billig, wie noch vor zehn Jahren, dafür halten sie aber auch lange. Wir bekommen viel aus Weißrussland, nicht nur Möbel, Erichowitsch.

Schauen Sie, Frau Froni. Sogar Küchen gibt es hier!

Also Erichowitsch, was dachtest Du denn? Glaubst Du, wir kochen noch am Lagerfeuer? Wir haben sehr viele Küchenhersteller in Kaliningrad. Die kommen ins Haus, messen aus, bauen alles so wie Du willst. Ist doch bei Euch in Germanien auch so – oder?

Ja, Frau Froni.

So, Kusmitsch. Jetzt nimm Erichowitsch und geht schon mal zum „Königsbäcker“. Ich erledige hier noch schnell die Möbelbestellung und mit ein wenig Glück, werden die ja heute am Nachmittag noch angeliefert und aufgebaut. 

Erichowitsch, komm, erfüllen wir schnell den Wunsch meiner Frau.

In Ordnung Kusmitsch, ich habe auch schon Kaffee-Appetit. Vielen Dank für die Einladung.

Was heißt Einladung, Erichowitsch? Du bezahlst den Kaffee!

Ja, ja, natürlich Kusmitsch. Ich meinte ja auch die Einladung zum gemeinsamen Bummeln durch ein Möbelgeschäft.

ну ни за что, keine Ursache Erichowitsch

Reklame

Alltägliches

   Kommentare ( 4 )

Hauke Veröffentlicht: 24. Februar 2019 20:04:59

Ich weiss nicht, ich weiss nicht, ich habe den Verdacht Kusmitsch ist auch schon etwas germanisiert.
Der Name seiner Frau Froni, ist doch typisch bayrisch (germanisch)

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 24. Februar 2019 20:14:24

... leider habe ich Kusmitsch nicht richtig zugehört, als er mir seine Frau vorgestellt hat. Deshalb gab es auch heute schon ein Haufen Theater mit seiner Frau. Sie hat mir die Hölle heiß gemacht ... sie heißt nicht Froni sondern Fronja. Ich habe mich bei ihr entschuldigt und eine große Schachtel Konfekt "Roter Oktober" gekauft und werde sie zukünftig immer mit Frau Fronja anreden ...

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 25. Februar 2019 03:25:04

Da kenne ich doch, allerdings nur mit Namen, eine sehr einflußreiche Frau in Rußland, die ganze Generationen von Männern zum Schwitzen bringt, meist allerdings vor Angst, und die heißt mit Vornamen "Elvira" und eine andere auch sehr gefragte Frau aus der oberen Riege und die heißt "Veronika" .
Sind ja auch nicht gerade typische russische Namen.

Ach so, Uwe Erichowitsch, man spricht fremde Frauen nicht mit dem vom Mann verwendeten Kosenamen an, wenn die Frau einem das nicht gestattet hat.
Ich find wieder mal den Smily nicht.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 25. Februar 2019 07:31:32

... nein, nein, ich bin da sehr höflich und spreche die Frau des Hausmeisters immer mit "Sie" und mit Vornamen an.

Hauke Veröffentlicht: 25. Februar 2019 15:32:09

Herr Niemeier, Herr Niemeier
Ne, ne, ne“ Roter Oktober“ ist das nicht auch so eine versteckte германизации?
Denn, ohne Германия hätte Lenin nicht aus der Schweiz nach Russland reisen können
und wäre dort vermutlich an Altersschwäche gestorben.
Ohne Geld aus Германия hätte es vermutlich auch keine Oktober Revolution gegeben.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 25. Februar 2019 15:52:41

... nicht vermutlich, sondern ganz bestimmt nicht. Tja, sehen Sie, Germanien hat sich schon immer in die russischen Angelegenheiten eingemischt ... reine Gewohnheitssache. Und im Ergebnis der Oktoberrevolution kam es zum Friedensschluss von Brest-Listowsk mit Deutschland, wo Deutschland und andere Länder riesige Landmengen von Sowjetrussland erhielten ... nur damit Russland zum Frieden kommt.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 25. Februar 2019 21:06:38

Hallo Hauke,
aber bei Ihrem Beitrag kommt nun mal wieder das zu kurz, was heutzutage aber auch so gepflegt wird. Man versucht irgendwie ein Symptom zu irgendeiner Aussage zu verarbeiten, um irgendwie einem anderen einen Schwarzen Peter in die Tasche zu zaubern.
Die grundlegende Frage zu diesem von Ihnen angesprochenen Problem ist doch aber, warum durfte Lenin in einem verschlossenen Waggon mit deutscher kaiserlicher Genehmigung durch Deutschland bis nach Rußland fahren? Ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, daß die deutsche kaiserliche Generalität und kaiserliche Regierung auf einmal zu Lenins Kommunismussympatisanten geworden sein könnten.
Und weshalb das gegen Rußland kämpfende kaiserliche Deutschland den Bolschewiken Lenin mit sehr reichlichen Reisegeld ausgestattet haben soll, worüber so viel geredet wird. Man sollte diese Dinge erst einmal zusammen bringen.
Da muß es doch einen handfesten Grund gegeben haben.

Um einen Kommentar zu schreiben müssen Sie sich registrieren oder autorisieren
Melden Sie sich an