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Man trifft sich immer zweimal im Leben

Di, 05 Mär 2019 Video-Info


Man trifft sich immer zweimal im Leben
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Sie kennen den Spruch? Er wird in der Regel im Zusammenhang mit Negativem verwendet. So auch in Kaliningrad, wo eine Frau zweimal mit dem gleichen Bus und dem gleichen Fahrer fuhr. Beim zweiten Mal erfolgte die Abrechnung, für das erste Mal.

Kleine Ursache, große Wirkung. In Kaliningrad sucht die Polizei Zeugen für einen Zwischenfall auf der Buslinie Nr. 48, welcher am 3. März passierte.

Olga, eine anscheinend resolute Kaliningraderin, überschüttete den Busfahrer mit Wasser. Der Busfahrer verstand, dass es sich nicht um Weihwasser handelt und so nahmen die Dinge ihren Lauf.

Auf der Fahrt von „A“ nach „B“ wollte Olga aussteigen. Sie hatte große Einkaufstaschen dabei und konnte, behindert durch eine Frau mit Kleinkind, nicht so schnell aussteigen, wie sie wollte. So fuhr der Bus schon mal weiter und durch heftiges Rufen wurde der Busfahrer aufmerksam und hielt wieder an, öffnete die Türen und ließ die verspätete Passagierin aussteigen. Er begleitete den Aussteigevorgang mit den Worten: "Dawai, Dawai, hau ab, du Dummerchen.“

Olga erledigte ihre Angelegenheiten und wollte zurückfahren, von „B“ nach „A“ und wie es der Glücksfall will, war es wieder der Linienbus, mit demselben Fahrer. Blitzschnell analysierte Olga die Situation und erwägte zuerst ein erzieherisches Gespräch mit dem Fahrer, denn sie fühlte sich beleidigt. Dann verzichtete sie auf dieses Gespräch und entschied sich an der nächsten Haltestelle wieder auszusteigen, jedoch kippte sie dem Fahrer eine Flasche gewöhnliches Wasser über die Hose – mal so zum Abschied und zur Erinnerung.

Der Fahrer stellt es anders dar – was natürlich logisch ist. Er sagte aus, dass die Frau ihm eine unbekannte Flüssigkeit ins Gesicht spritzte und versuchte, wegzulaufen. Der Fahrer konnte die Frau nicht erkennen, da diese eine Kapuze über den Kopf gezogen hatte. Deshalb war er erschrocken und wusste nicht, was mit ihm geschah. Stellen Sie sich vor, so der Fahrer, das wäre Säure oder Urin gewesen!

Und so unternahm der Fahrer alles, um die Frau, bis zum Eintreffen der Polizei, festzusetzen.

„Er packte mich am Kragen und schlug mich mit der Faust mehrmals ins Gesicht“, - so Olga. Danach teilte er allen Passagieren mit, dass der Bus nicht weiterfährt und sie diesen verlassen sollten.

Während man auf die Polizei wartete, mischte sich die Schaffnerin ein. Zuerst prügelte man sich nach typisch weiblicher Art, also Haare ziehen und schupsen. Aber dann drückte die Schaffnerin, die erheblich größer und breiter als Olga war, diese auf einen Sitz und begann sie zu würgen. Dann kam der Fahrer zurück, der eine Zigarette zur Beruhigung geraucht hatte, und begann Olga wieder mit Fäusten zu bearbeiten. Und so wurde ihr die Nase gebrochen, eine Lippe verletzt und ein paar blaue Flecke begannen zu blühen.

Das alles wurde von der Polizei und medizinischem Personal festgestellt und in einem Protokoll festgehalten.

Wie der Zufall es so will, hat die private Betreiberfirma für diese Linie, in fast allen Bussen Videokameras installiert, um das Verhalten von ungezogenen Passagieren, die immer mehr werden, festhalten zu können. In diesem Fall allerdings hatte der Bus keine Videokamera.

Und somit steht Aussage gegen Aussage und man sucht in Kaliningrad Zeugen. Sollten Sie also zufälligerweise in diesem Bus gesessen haben und Aussagen machen können, so wenden Sie sich gerne an uns oder direkt an die Polizei.

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Stadtverkehr

   Kommentare ( 1 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 5. März 2019 22:14:25

Wie ist die übliche Reaktion auf solche Vorfälle? Worum gehts denn eigentlich, ich bin Zeuge.

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