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Schluss mit Kaliningrader Popel

Do, 04 Jul 2019 Video-Info


Schluss mit Kaliningrader Popel
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Das Wort „Sopli“ – übersetzt Popel, Nasenschleim, Rotz, Sabbel – wird von den Kaliningrader Behörden auch genutzt, um den irrsinnigen Kabelsalat über den Kaliningrader Straßen zu bezeichnen. Nun will die Stadtverwaltung Einfluss nehmen, dass die Kaliningrader nicht mehr popeln.

Nicht informierte Bürger glauben, dass dieser Kabelsalat von offiziellen Stellen, von den Stromerzeugern stammt. Weit gefehlt. Dieser Kabelsalat wird organisiert durch Kaliningrader Unternehmer, die in der Nähe Geschäfte, Restaurants oder andere kommerzielle Objekte betreiben und sich auf diese Art an das Stromnetz anschließen.

Um sich an das Stromnetz anzuschließen, benötigt man eine Genehmigung und anscheinend hat in der Vergangenheit niemand reguliert, wie dieser Anschluss technisch zu erfolgen hat. Wichtig war, dass für den verbrauchten Strom bezahlt wurde. Und so haben die Unternehmer, die für den Anschluss ihres Objektes selber verantwortlich zeichneten, die preiswerteste Art genutzt – die Freiluftlinie. Dies führte dann letztlich zu dem Stadtbild, wie wir es kennen.

Nun will die Stadt gegenüber diesen Unternehmern eine Pachtgebühr für die genutzten Pfeiler einführen. Jeder genutzte Pfeiler soll im Jahr 4.500 Rubel kosten. Man hofft, dass die Gesamtkosten für den jeweiligen Unternehmer so teuer werden, dass er freiwillig das Kabel unterirdisch verlegt.

Der Vorsitzende des Kaliningrader Stadtrats Andrej Kropotkin führte das Beispiel der Stadt Moskau an, wo diese Pachtzahlung bereits eingeführt wurde. Hier verschwanden diese Stromleitungen innerhalb kürzester Zeit. In Kaliningrad gibt es 24.000 Pfeiler für Stromversorgungsleitungen. Dreitausend dieser Pfeiler werden durch Unternehmer genutzt.

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