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Wer renoviert will eigentlich nicht umziehen

Fr, 11 Jan 2019 Video-Info


Wer renoviert will eigentlich nicht umziehen
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

Wer renoviert will eigentlich nicht umziehen

Wer seine Wohnung renoviert, hat in der Regel nicht die Absicht umzuziehen, sondern richtet sich gemütlich für die kommenden Jahre ein. BMW beginnt nun, die Kaliningrader Wohnung zu renovieren.

Seit 2012 hält die deutsche Firma BMW die Kaliningrader Verantwortlichen mit Versprechungen zu einem neuen Produktionsstandort mit hoher Lokalisierung hin. Die Kaliningrader Regierung ist nun schon nicht mehr bereit, sich hierzu öffentlich zu äußern.

Nun wurde bekannt, dass man die von BMW genutzten Produktionsflächen – es sind rund 25.000 Quadratmeter - im Rahmen der Kaliningrader Fahrzeugholding „Avtotor“ renovieren wird. Nach der Renovierung und Modernisierung können auf den dortigen Bändern bis zu 28.000 Fahrzeuge im Jahr zusammengeschraubt werden. Die Renovierung soll im Februar 2019 abgeschlossen sein. Nach der Renovierung werden zwei weitere Modelle in den Fertigungsprozess aufgenommen.

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Avtotor, Deutsches

   Kommentare ( 3 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 11. Januar 2019 15:14:32

Warten wir es ab, wieviele BMW Mitte diesen Jahres in Kaliningrad dann wirklich zusammengeschraubt und abtransportiert wurden. So daß man sagen kann, es ist BMW-Normalität eingezogen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 11. Januar 2019 15:46:44

... naja, selbst wenn die doppelte Menge BMW zusammengeschraubt wird, würde dies nicht dem entsprechen, was man in Russland möchte und was BMW selber im Jahre 2012 vorgeschlagen hat. In Kaliningrad findet durch BMW nur ein minimaler Wertschöpfungsprozess statt - eben zusammenschrauben von Einzelteilen zu einem Auto. Das macht ungefähr 10 Prozent Wertschöpfung aus. Russland wollte schon lange, dass der Anteil der Lokalisierung auf 30 Prozent erhöht wird. Das ist durch BMW nicht erfolgt. Und in den letzten Jahren geht der Trend auf vollständige Lokalisierung (z.B. Mercedes baut ein Werk bei Moskau und die ersten Fahrzeuge sollen dieses Jahr vom Band laufen). BMW nimmt daran nicht teil und veralbert mit seinem Verhalten und Hinhalten die russische Seite ... Es kommt also nicht auf die Anzahl der Fahrzeuge an, sondern auf die Wertschöpfung.

Frank Werner Veröffentlicht: 12. Januar 2019 20:59:18

Da passiert nichts mehr. Wäre unverantwortlich, in der Situation irgendwo neue Werke zu errichten. Die Unsicherheiten sind derzeit enorm. In D'land stehen eher Werke zur Schließung an (Opel?, Ford?). Die Montage von E-Autos ist deutlich einfacher, d.h. ich kann den Output eines Werkes erhöhen. Und für die geringen Stückzahlen für Russland lohnt sich kein Werk. Wäre unwirtschaftlich. Auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklung stehen dann eher Gebrauchtwagen im Focus der Käufer oder inländische Marken (Lada etc.).

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 12. Januar 2019 22:25:35

... ich kann Ihre Gedanken durchaus nachvollziehen. Aber wäre es dann nicht sinnvoller (ehrlicher), wenn BMW dies einfach sagt und damit endlich Klarheit schafft?

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 13. Januar 2019 21:00:37

Meiner Ansicht nach sind die E-Autos doch nur ein Zwischenschritt wie beim Tanzen in einen anderen Takt. Aber so ist das nun mal, vor allem leider in Deutschland, daß nur noch sehr oberflächlich und kurzfristig gedacht wird. Das ist in jeder Hinsicht eine ausgesprochene Symptompolitik, Da kann ,man sich anschauen was man will. Da steht nirgends eine langfristige Planung dahinter, wo soll die Entwicklung hingehen.
Ob man die Bevölkerungsentwicklung, die Bildung, den Verkehr, die Energiepolitik usw. nimmt - alles nur Stückwerk. Und so ist es bei der Autoindustrie genauso. Die E-Fahrzeuge haben in begrenztem Maße eine wirkliche Zukunft im städtischen und Stadtnahen Bereich. Aber auch nur dann, wenn auch wirklich geklärt ist, daß es genügend "Tankstellen" gibt, sich die Hersteller endlich auf einen Steckdosentyp und ein Ladesystem einigen und es geklärt ist, wo und zu welchem Preis die ausrangierten Li-Akkus wieder aufgearbeitet werden können, die ja dann in Massen anfallen werden.

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