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Wie Sand am Meer. Kaliningrader Bausand begehrt im ganzen Gebiet

Mo, 13 Mai 2019 Video-Info


Wie Sand am Meer. Kaliningrader Bausand begehrt im ganzen Gebiet
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Haben Sie sich noch nie gefragt, woher in der Exklave Kaliningrad das ganze Baumaterial kommt, welches benötigt wird für den anhaltenden Bauboom? Gut, der Boom ist jetzt ab abflauen – zumindest was den Wohnungsbau anbelangt. Aber der wichtigste Baustoff ist nach wie vor gefragt – Tag und Nacht.

Es geht um profanen Sand, der auf jeder Baustelle benötigt wird. Und es gibt eine ganze Reihe von Sandgruben, wo dieser gefördert wird. Eine Reihe dieser Sandgruben sind illegal, aber das größte Sandabbaugebiet des Kaliningrader Gebietes befindet sich rund 20 Kilometer von Kaliningrad entfernt – in unmittelbarer Nähe der Orte Komsomolsk, dem ehemaligen deutschen Löwenhagen und Semjonowo, dem ehemaligen deutschen Fuchsberg.

Auf einer Fahrt durch das Land, habe ich einen kurzen Abstecher zu diesem größten und sich ständig weiter entwickelnden Abbaugebiet für Sand gemacht. Ansprechpartner für neugierige Fragen habe ich nicht gefunden – es war Samstag. Und der zuständige Wachposten war nicht sehr kommunikabel. Er meinte, wir sollten verschwinden und das Filmen einstellen.

Trotzdem blieben natürlich Eindrücke von den riesigen, sich ständig ausbreitenden Sandgruben, die leider nicht kultiviert und zu Naherholungsgebieten entwickelt werden. Der Eindruck entstand, als ob die Naturschutzbehörde hier wohl doch mal nach dem Rechten sehen sollte.

Auch die Vielzahl der großen Schwertransporter, die ununterbrochen auf der ehemaligen Reichsstraße 131, entlang der Ortschaften Fuchsberg und Löwenhagen rollten, war beeindruckend. Ein wenig störte dies die Romantik der beiden Orte, die ich besucht hatte. Tröstend war, dass ich nicht plane, hier zu wohnen. Aber die hiesigen Bewohner der beiden Ortschaften haben sich schon seit vielen Jahren an diese Schwertransporter gewöhnt und bemerken diese vielleicht schon gar nicht mehr.

Genießen Sie mit mir nun noch eine Minute Ostpreußenromantik in den Orten Ex-Löwenhagen und Ex-Fuchsberg.

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