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AirBerlin – Positive Bilanz nach 15 Monaten

Fr, 06 Sep 2013 Wirtschaft & Finanzen


AirBerlin – Positive Bilanz nach 15 Monaten

Am 06. Juni 2012, also fast auf den Tag genau vor 15 Monaten, startete AirBerlin sein Russland-Engagement mit einer Direktverbindung Berlin-Kaliningrad-Berlin. Nun zog die Führung von AirBerlin eine insgesamt positive Bilanz.

Paul Gregorowitsch, CCO von AirBerlin und Burkhard Kieker, CEO von visitBerlin stellten sich zu Anfang des Empfangs im Schloßhotel in Jantarny/Palmnicken den Fragen der Journalisten. Sie zeigten ein sehr dynamisches Bild des weltweiten Engagements von AirBerlin und Berlin selber als Stadt wurde von Burkhard Kieker als Touristenmagnet natürlich auch entsprechend hervorgehoben.

Bei der Vielzahl der internationalen Verbindungen von AirBerlin kann Kaliningrad natürlich stolz sein, dass wir auch in die Interessensphäre dieser deutschen Fluggesellschaft geraten sind. Paul Gregorowitsch äußerte: „Wir sind nach Kaliningrad gekommen um zu bleiben und wir werden auch in Kaliningrad bleiben. Wir haben Visionen zu einem langfristigen Engagement in Russland und Kaliningrad spielt dabei eine wichtige Rolle für uns.“

Und Burkhard Kieker hinterlegte diese Worte mit einer beeindruckenden Zahl. 30 Prozent Zuwachs von russischen Reisenden nach Berlin im vergangenen Jahr – Russland ist damit die Nation mit der größten touristischen Zuwachsrate für Berlin und nimmt somit natürlich einen wichtigen Stellenplatz ein.

Foto: Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Kaliningrad Dr. Krause

In seinen Begrüßungsworten, die der deutsche Generalkonsul Dr. Krause auch gleich selber ins russische übersetzte, betonte er die Entwicklung der Flugverbindung zwischen Berlin und Kaliningrad. Er, als Vielflieger zwischen diesen beiden Städten, brachte die neue Nähe Kaliningrads an Westeuropa humorvoll mit folgenden Worten zum Ausdruck: „Berlin ist sozusagen zum Vorort von Kaliningrad geworden; was die reine Fahrtzeit betrifft, sind wir heute schneller in Berlin als in Sowjetsk oder Gusev, in Tilsit oder Gumbinnen. Das wissen die Kaliningrader auch, für viele ist Berlin das Tor zur weiten Welt, und es gibt genug Personen – wir wissen das aus Gesprächen in unserer Visa-Stelle, die Berlin wie ihre Westentasche kennen, die aber noch nie in Jekaterinburg oder Nowosibirsk waren.“

Und er setzte fort: „Das gilt aber auch umgekehrt: Kaliningrad ist näher an Berlin herangerückt. Vielen Berlinern ist das noch nicht richtig klar geworden – sie sind – wiederum reine Fahrzeit – schneller von Berlin über den Flugplatz Chrabrowo (Kaliningrad) auf der Kurischen Nehrung am Strand der Ostsee als mit der S-Bahn vom Wannsee oder Griebnitzsee in Pankow oder in Köpenick.“

Foto: Empfang im Schlosshotel in Jantarny/Palmnicken

Und dabei haben wir noch nicht einmal visafreien Reiseverkehr zwischen beiden Ländern. Wenn die letzten technischen Schwierigkeiten unter aktiver Einflussnahme Deutschlands innerhalb der Schengenstaaten beseitigt sind, dann können noch mehr Deutsche und noch mehr Russen bürokratiefrei und visafrei sich gegenseitig besuchen. Von dem gegenseitigen wirtschaftlichen Vorteil wollen wir dabei noch nicht einmal reden – alleine die kulturellen Anregungen sind hier schon Erfolg genug.

AirBerlin begann im vergangenen Jahr mit vier Flügen wöchentlich. Jetzt fliegt AirBerlin als einzige Fluggesellschaft täglich die Strecke von und nach Kaliningrad. Und wenn es nach den Vorstellungen von AirBerlin geht, würde man auch gerne zweimal täglich fliegen. Dazu bedarf es einiger rechtlicher Regelungen – die aber sicher nicht das Problem sein dürften.

AirBerlin fliegt zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit relativ kleinen Maschinen und transportiert täglich 90-95 Passagiere. Gut wäre es, wenn das Passagieraufkommen größer wäre und man demzufolge auch größere Maschinen einsetzen könnte. Dies würde sich sowohl auf die Preisentwicklung positiv auswirken wie auch auf die Rentabilität dieser Flugverbindung.

Angesprochen auf den Kaliningrader Airport erklärte Poul Gregorowitsch: „Der Airport ist für die Passagiere zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht komfortabel, aber es ist ein sicherer Airport und die vorhandene Infrastruktur ist völlig in Ordnung und erfüllt alle Ansprüche.

Foto von rechts nach links:

General Manager CKD Strategy nd Projects Eastern Europe Reinhold Schierl
Vizepräsident Holding Avtotor Michael Gorodkow
Organisator Trefftisch Deutschsprachiger im Kaliningrader Gebiet Wolfang Sauer
Geschäftsführer Kaliningrad-Domizil Uwe Niemeier
Geschäftsführer Kontakt39 Oleg Skworzow
 

Beim anschließenden reichhaltigen Abendessen nutzten die Anwesenden die Möglichkeit zu weiteren Gesprächen und neuen Kontakten. Die Veranstaltung war durch AirBerlin perfekt organisiert und die Gäste wurden ausgesprochen verwöhnt. Wir, die Kaliningrader hoffen nun alle gemeinsam mit AirBerlin auf die Entwicklung, sowohl des Airports bis Ende 2014, wie auch auf die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes insgesamt. Und dies insbesondere im Hinblick auf das Jahr 2018, dem Jahr der Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft auch in Kaliningrad.

Uwe Niemeier  

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