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Ausländische Investitionen in Kaliningrader Schweinezucht

So, 10 Mai 2015 Wirtschaft & Finanzen


Ausländische Investitionen in Kaliningrader Schweinezucht

Der Preis für Schweinefleisch hat sich in Kaliningrad in den letzten zwei Jahren verdoppelt und ist von 55 Rubel auf 110 Rubel je Kilogramm gestiegen.

Über diese Tendenz informierten ausländische Investoren den Kaliningrader Gouverneur während eines Treffens in der abgelaufenen Woche.

Der Markt ist sehr dynamisch – so eine Vertreterin der dänischen Firmengruppe. Während der Preis für ein Kilogramm Schweinefleisch 2013 noch bei 55 Rubel lag, so liegt er heute schon bei 110 Rubel. Die Firma selber ist aber bei allen Planungen von 85 Rubel ausgegangen.

Die dänische Firma beschäftigt sich gegenwärtig mit der Entwicklung eines Projektes für die Schweinezucht im Kreis Gurewsk und nutzt hierzu einen Komplex der ehemaligen Kolchose „Woschod“. Die Firma plant hier 500 Mio. Rubel zu investieren. Hier sollen 7.500 Zuchtsäue und 28.000 Tiere für die Fleischproduktion gehalten werden. Im weiteren plant die Firma zusätzliche Kapazitäten für 180.000 Schweine.

Der regionale Landwirtschaftsminister Sarudny ergänzte, dass damit der Zuchtbedarf des Gebietes vollständig abgedeckt wird. Die Firma wird nach Abschluss der Investitionen einen vollständigen Produktionszyklus anbieten. Dies ist die Voraussetzung, dass sich auch die fleischverarbeitende Industrie im Kaliningrader Gebiet entwickelt. Weiterhin führt dies zu einer Auslastung landwirtschaftlicher Flächen, da sich die Firma auch mit der Erzeugung von Schweinefutter beschäftigt.

Wie bekannt wurde, hat der Investitionsfond Charoen Pokphand Foods aus Thailand 67 Prozent des Anteils an der norwegischen Firma Russia Baltic Pork Invest übernommen. Diese Firma hatte sich mit der Zucht und dem Vertrieb von Schweinefleisch in Russland beschäftigt. Der Wechsel der Geschäftsanteile hatte einen Finanzwert von 72,2 Mio. Euro. In der Firma verblieben ist dabei das dänische Management.

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Landwirtschaft

   Kommentare ( 1 )

Regul Veröffentlicht: 10. Mai 2015 11:46:17

@pazi

Ich gebe Ihnen hier vollkommen recht. Bei mir hat als 'Schlüssel-Erlebnis' ein Insider-Video über die unerträglichen Zustände in solchen Schweinemast-Betrieben gereicht. Das Tier wird noch nicht einmal mehr als Kreatur gesehen, sondern ist nur noch abgestumpftes wachsendes Fleisch. Seitdem ist mir der Appetit auf Schweinefleisch gehörig verloren gegangen. Ein einzelner Boykott mag nichts bewirken, aber wie ich bewusst einkaufe schon.

Die Idee dazu ist eine artgerechte Haltung, am besten im Freilauf auf kleinen Höfen. Gerade die Höfe, die als unrentabel gelten, weil man damit nicht schnell reich werden kann, sondern nur sein auskommen hat.

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