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Bank „St. Peterburg“ kauft Bank „Ewropejski“

Fr, 27 Dez 2013 Wirtschaft & Finanzen


Bank „St. Peterburg“ kauft Bank „Ewropejski“

Überraschend wurde am gestrigen Abend informiert, dass die Bank „St. Peterburg“ die Kaliningrader Regionalbank „Ewropejski“ kauft. Gerüchte über einen unmittelbar bevorstehenden Lizenzentzug  gingen dieser Information voran.

Die Bank „St. Peterburg“ plant die Übernahme des vollständigen Aktienpaketes der Bank „Ewropejski“ im Monat Januar. Durch den Aufsichtsrat der Bank „St. Peterburg“ wurde dieser Schritt bereits genehmigt. Nun steht nur noch die Genehmigungsentscheidung durch die russische Zentralbank aus, die aber in allernächster Zeit erwartet wird.

Alexander Saweljew, Mitglied des Vorstandes der Bank „St. Peterburg“ kommentierte:

„Unsere Bank ist mit einer Filiale schon seit sechs Jahren in Kaliningrad vertreten. In dieser Zeit haben wir den Markt studiert und wir sehen große Perspektiven in der wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Der Erwerb der Bank „Ewropejski“ ermöglicht es der Bank „St. Peterburg“ das vorhandene Filialnetz zu nutzen, wie auch die Kundenbasis und damit aktiv das Retailgeschäft zu entwickeln, insbesondere auch die Kreditierung von klein- und mittelständischen Firmen. Wir planen einen Marktanteil von 10 Prozent in Kaliningrad und dem Kaliningrader Gebiet.“

Foto: Bank "St. Peterburg" im Stadtzentrum Kaliningrad

Der Vorstandsvorsitzende der Bank „Ewropejski“ wiederum betonte:

„Die Übernahme durch einen so mächtigen Aktionär wie die Bank „St. Peterburg“ gibt der Bank eine große finanzielle Stabilität und neue Impulse für die weitere Entwicklung auf dem Bankenmarkt.“

Die Bank „Ewropejski“ ist eine Regionalbank und nur in Kaliningrad und dem Kaliningrader Gebiet aktiv. Gegründet wurde die Bank im Jahre 1991. Zu den Kunden der Bank gehören rund 4.000 Firmenkunden und mehr als 20.000 Privatkunden. Im Rating besetzt die Bank den 245. Platz aller russischen Banken.

Noch zu Jahresanfang verfügte Kaliningrad über insgesamt vier regionale Banken. Die „Regionale Kreditbank“ wurde durch die „EuroCitiBank“ übernommen (früher Bank „Baltica“). Diese Bank wechselte ihren Standort nach Moskau. Der „Investbank“ wurde am 13.12.2013 die Lizenz entzogen und so verbleiben jetzt noch die Bank „Ewropejski“ und die Bank „EnergoTransBank“. Die letztgenannte ist auch Gerüchten über einen Lizenzentzug ausgesetzt, verbreitete aber in den letzten Tagen verstärkt Informationen über Kreditvergabe an kommunale Einrichtungen.

Quelle: http://rugrad.eu/news/645073/

Anmerkung UN: Damit setzt sich die Disziplinierung im russischen Bankensektor unerwartet schnell fort. Wie wir bereits in der vergangenen Woche analysiert hatten, wird vermutlich die Anzahl der Banken in Russland drastisch verringert. Ein Weg hierzu ist der Lizenzentzug und die Liquidierung der Bank und ein weiterer, insbesondere um Regionalbanken zu erhalten, ist anscheinend der Kauf dieser Regionalbanken durch einen starken föderalen Partner. Insgesamt wird damit dem russischen Bankensektor ein starker Impuls für eine positive Entwicklung gegeben.

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Banken, Finanzen, Gebiet, Zentralbank

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