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Bulgarien wird Bau der „Süd-Stream“ fortsetzen

Mo, 26 Jan 2015 Wirtschaft & Finanzen


Bulgarien wird Bau der „Süd-Stream“ fortsetzen

Bulgarien hat entschieden, den Bau der Gasleitung „Süd-Stream“ mit Priorität fortzusetzen. Dabei will Bulgarien auch die aktuelle europäische Gesetzgebung beachten.

Dieser Plan ist niedergelegt im bulgarischen „Programm der Regierung zur stabilen Entwicklung Bulgariens in der Periode 2014 – 2018., welches am 21. Januar veröffentlicht wurde.

Bulgarien hat sich zu diesem Schritt des eigenständigen Baus der Gasleitung entschlossen, weil bis heute keine offizielle Information über die Einstellung des Baus der Leitung Seitens Russlands eingetroffen ist.

Durch Russland wurde am 1. Dezember 2014 öffentlich erklärt, dass es kein Interesse mehr an dem Projekt habe und die Bautätigkeit eingestellt wird. Parallel wurden Vereinbarungen mit der Türkei abgeschlossen, zu einer neuen Gasleitung, welche durch die Türkei bis zu deren Westgrenze führt. Dort soll, nach bisheriger Planung, ein HUB für die Weiterverteilung des Gases an die Endnutzer entstehen.

Mit einer offiziellen Erklärung über die Einstellung des Projektes traten sowohl der russische Präsident Putin, wie auch der Gasprom-Chef Miller auf.

Beunruhigung löste dieser Beschluss in Budapest und Belgrad aus. Der ungarische Premier beschuldige die Europäische Union der Sabotage des Projektes. Der serbische Präsident erklärte, den direkten Kontakt mit Putin zu suchen, zur Klärung der Frage der Energiesicherheit für sein Land.

Danach erklärte dann der Premierminister Bulgariens, dass auch sein Land auf der Fortsetzung des Projekts bestehe. Bulgarien will ebenfalls ein Gas-HUB bauen und auf diese Art und Weise Gasprom Konkurrenz machen. Steht eben nur die Frage, woher das Gas für den bulgarischen HUB kommen soll – von Gasprom?

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Bulgarien

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