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Deutsche Firma „Eiffel“ hüllt sich in Schweigen

Mi, 12 Nov 2014 Wirtschaft & Finanzen


Deutsche Firma „Eiffel“ hüllt sich in Schweigen

Die deutsche Firma „Eiffel Stahltechnologie Deutschland“, welche sich um den Bau des Kaliningrader Fußballstadions beworben hat, weigert sich, Einzelheiten der Gespräche mit der Kaliningrader Gebietsregierung der Öffentlichkeit mitzuteilen.

Die deutsche Firma „Eiffel Stahltechnologie Deutschland“ hat Gespräche mit der Kaliningrader Regierung zum Bau des Stadions für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 weder bestätigt noch dementiert. Unser Medienpartner „Dwornik“ hatte eine entsprechende Anfrage an die Firma gesandt und keine Antwort erhalten.

Unser Medienpartner hatte eine Anfrage zur Höhe der Auftragssumme an die Firma gesandt. Konkret wollte unser Medienpartner wissen, wie hoch die deutsche Firma, Tochtergesellschaft eines französischen Baukonzerns, die Kosten für den Bau des Stadions einschätzt. Weiterhin wollte die Zeitung wissen, wie der Stand der Gespräche mit der Kaliningrader Gebietsregierung ist.

„Als Unternehmen auf dem Gebiet von Metallkonstruktionen, verlassen wir uns zur Kommunikation mit den Massenmedien auf unseren Auftraggeber. Wenn der Auftraggeber eine gemeinsame Mitteilung an die Presse wünscht, oder eine Pressekonferenz organisieren will, so werden wir die nötigen Schritte hierfür unternehmen“, - so die Vertreterin von „Eiffel Stahltechnologie Deutschland“ Christine Schtach.

Am 6. November hatte die Kaliningrader Gebietsregierung über eine Arbeitsbesprechung mit der Führung der deutschen Firma berichtet. Nach Informationen der Regierung hat die Firma ihre Bereitschaft erklärt, alle Arbeiten zur Umarbeitung der Projektdokumentation und zum Bau des Stadions mit einem aufklappbarem Dach für 25.000 Besucher und 10.000 zeitweilige zusätzliche Plätze in der geforderten Zeit und dem vorgegebenen Finanzrahmen zu realisieren.

Durch die Kaliningrader Gebietsregierung wurde die hohe Professionalität der deutschen Firma hervorgehoben, die weltweit bereits ähnliche Objekte errichtet hat.

Allerdings ist der Internetseite der Firma zu entnehmen, dass diese bisher sich nur als Subauftragnehmer für vier Fußballstadien empfehlen kann. Die Firma hat Stahlkonstruktionen aus eigener Produktion geliefert.

Anmerkung UN: Die unendlichen Streitigkeiten um die Kosten des Stadions und dessen Standort zwischen dem föderalen Zentrum, welches das Geld gibt, und der Kaliningrader Gebietsregierung, haben schon die Aufmerksamkeit der kritischen Massenmedien Kaliningrads erweckt. Warum sich die Kaliningrader Regierung überhaupt in Gespräche mit Firmen aus der Europäischen Union zu strategisch wichtigen Vorhaben einlässt, ist generell unklar. Niemand kann garantieren, dass übernommene Aufträge durch Firmen aus der Europäischen Union auch erfüllt werden. Während Russland auf seinen Hubschrauberträger „Mistral“, welcher in Frankreich gebaut wurde und dessen Auslieferung Frankreich auf Druck der USA verweigert, noch verzichten kann, kann man die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 wegen eines möglichen Bauboykotts durch eine deutsche Firma, die die Tochterfirma eines französischen Konzerns ist, nicht verschieben. Die Europäische Union ist daran interessiert, Russland einen möglichst großen wirtschaftlichen und Imageschaden zuzufügen. Die deutsche Wirtschaft fügt sich, wenn auch mit Zähneknirschen, den politischen Forderungen. Somit sollte Russland kein Risiko eingehen und zeigen, dass man in der Lage ist, mit völlig eigenem Potential dieses Weltereignis zu organisieren.

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