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Deutscher Landwirt zu landwirtschaftlichen Arbeitsbedingungen in Kaliningrad

Di, 02 Sep 2014 Wirtschaft & Finanzen


Deutscher Landwirt zu landwirtschaftlichen Arbeitsbedingungen in Kaliningrad

Ein deutscher landwirtschaftlicher Unternehmer äußerte sich gegenüber dem Kaliningrader Gouverneur zu Arbeits- und Investitionsbedingungen in der Kaliningrader Landwirtschaft mit kritischem Akzent.

Der Unternehmer aus Deutschland beschwerte sich beim Kaliningrader Gouverneur über Unzulänglichkeiten in der russischen Migrationsgesetzgebung. Um in Russland zu arbeiten ist es notwendig, jedes Jahr eine Arbeitserlaubnis neu zu beantragen. Unter diesen Bedingungen fällt es schwer eine langfristige Investitionspolitik zu betreiben.

Der Direktor der GmbH „Freundschaft“ Wolfgang Dirst informierte den Gouverneur während einer Vor-Ort-Besichtigung, dass seine Firma eine Fläche von rund 3.000 Hektar bearbeitet und bisher eine Summe von 150 Mio. Rubel (3,2 Mio. Euro) investiert hat – im wesentlichen Kapital aus Deutschland. Der Unternehmer ist aber unsicher über sein Schicksal in Russland. Eine Arbeitsgenehmigung wird immer nur für ein Jahr ausgereicht. Und deshalb fällt es ihm sehr schwer über irgendwelche weiteren Investitionen nachzudenken, denn bis jetzt ist nicht klar, ob seine Arbeitsgenehmigung verlängert wird – so Wolfang Dirst. Er unterstrich, dass es um ihn ganz persönlich geht und nicht um ausländische Arbeitskräfte die er nach Kaliningrad holen könnte.

„Nur Ihre eigenen deutschen staatlichen Organe können Sie daran hindern zu uns nach Kaliningrad zu kommen. Wir werden Sie ins Land lassen“, - so der Kaliningrader Gouverneur in Beantwortung der Sorgen des deutschen Unternehmers. Weiterhin bot der Kaliningrader Gouverneur dem deutschen Unternehmer die russische Staatsbürgerschaft an. Wolfgang Dirst griff diesen Vorschlag mit Freude auf. „Bitte warten Sie bis zum Ende des Treffens und ich sage Ihnen, wie die Staatsbürgerschaft beantragt werden muss“, - schlug der Kaliningrader Gouverneur vor.

Im späteren Gespräch mit russischen Journalisten bezeichnete der Gouverneur das Problem des deutschen Unternehmers als „System-Problem“. Das Problem, was dieser deutsche Unternehmer hat, haben alle ausländischen Investoren. Wir werden diese Angelegenheit besprechen und werden den Ursachen auf den Grund gehen. Aber was konkret diesen Investor anbelangt – natürlich werden wir ihm helfen.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt beschäftigen sich bereits einige deutsche landwirtschaftliche Unternehmer im Kaliningrader Gebiet. Ein weiteres Beispiel aus dem Kreis Bagrationowsk ist Heinrich Tangemann. Heinrich Tangemann ist unzufrieden mit der Arbeitskräftesituation. Es fehlen qualifizierte landwirtschaftliche Mitarbeiter.

Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/community/4212407-nemetskiy-fermer-slozhno-govorit-ob-investitsiyakh-kogda-razreshenie-na-rabotu-deystvuet-god.html

 

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Landwirtschaft, Migration

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