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Für Luxemburg kein Zukunftsmodell, aber für Kaliningrad und die Deutschen schon

Mo, 01 Dez 2014 Wirtschaft & Finanzen


Für Luxemburg kein Zukunftsmodell, aber für Kaliningrad und die Deutschen schon

Der Wirtschaftsexperte Michael Deljagin äußerte Gedanken zur Schaffung einer Off-Shore-Zone in Kaliningrad für europäische Firmen. Dies wäre eine ideale Antwort auf die Sanktionen, die die Europäische Union gegen Russland verhängt hat.

In Kaliningrad gibt es gute Voraussetzung zur Schaffung einer Finanz-Off-Shore-Zone, speziell ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Bürger der Europäischen Union. Diese Meinung vertrag der Direktor des Instituts für Globalisierung Michael Deljagin in einem Interview mit der Agentur „RosBalt“.

„In der Europäischen Union wird das Steuersystem immer strenger und die armen Deutschen haben immer weniger Möglichkeiten sich den Steuerpflichten zu entziehen, in dem sie sich traditionell nach Luxemburg wenden, in die Schweiz oder woanders hingehen. Jetzt sollten wir ihnen die Möglichkeit geben. Das könnte auch dem Kaliningrader Gebiet neue Einnahmen bringen.

Nach Meinung des Experten wäre die Gründung einer Off-Shore-Zone für europäische Investitionen und für den Abzug von Steuereinnahmen für die Europäische Union eine sehr gute Antwort auf die westlichen Sanktionen. Russische Gelder sind für eine solche Zone, nach seiner Meinung, nicht nötig. Man braucht nur eine spezielle Gesetzgebung zur steuerlichen Befreiung der Finanzmittel, die nicht in Russland „arbeiten.“

Sollte es zu so einer Gründung kommen, so würde dies die Wirtschaft Kaliningrads stärken und neue Impulse für die Entwicklung des Gebietes geben. Andererseits kann es auch keine Streitigkeiten mit den Deutschen geben, denn die wollen ja eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem ehemals deutschen Gebiet und das bieten wir jetzt – so Michael Deljagin.

„Für die Frechheiten, die sich die Europäische Union gegenwärtig gestatten, sollen sie auch bezahlen. Und warum sollen sie nicht in Kaliningrad dafür bezahlen?“, - erklärte der Wirtschaftsspezialist.

Bereits zu einem früheren Zeitpunkt trat Alexander Schochin mit einer ähnlichen Initiative auf. Russland sollte dies als eine weitere Möglichkeit durchaus bedenken. Hierfür sollten Gebiete genutzt werden, die den Status einer „Exklave“ erhalten, d.h. das Gebiet muss isoliert werden, aber im Idealfall trotzdem eine Grenze mit dem russischen Mutterland haben. In dieser Zone könnte ein internationales Finanzzentrum geschaffen werden, aber auch eine Glücksspielzone.

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