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Gouverneur mit scharfer Kritik an Landwirtschaft

Mo, 02 Jun 2014 Wirtschaft & Finanzen


Gouverneur mit scharfer Kritik an Landwirtschaft

Anscheinend wurde die Beratung in der Kaliningrader Gebietsregierung am vergangenen Freitag genutzt, um eine Abrechnung mit allen Verantwortlichen vorzunehmen, die am Zustand der Landwirtschaft im Kaliningrader Gebiet Anteil haben.

So beschuldigte der Kaliningrader Gouverneur die Mitarbeiter der Landwirtschaftsverwaltung, dass sie den ganzen Tag nichts weiter tun als Tee zu trinken: „… sie kommen morgens zur Arbeit und heizen den Samowar an und sie beenden den Arbeitstag mit Tee trinken. Und zwischendurch tun sie nichts. Man kann sie alle rausschmeißen und sollte sie durch Juristen ersetzen“, so sinngemäß der Gouverneur.

„Im Kreis Tschernjachowsk kann man zwanzig Kilometer weit schauen. Du stehst da am Straßenrand und schaust bis zum Kreis Polessk und siehst, das sich nichts auf den Äckern tut“, - regte sich der Gouverneur auf. „In den Kreisen Tschernjachowsk, Osjorsk und Krasnosnamensk sieht man kein einziges Pferd rumlungern, währenddessen aber in den Kreisen Nesterow und Gusew „alles bestens“ ist.“

„Die Arbeit der Landwirtschaftsverwaltung ist unbefriedigend. Sie hat kein System in der Arbeit. Hundert Leute arbeiten dort. Los, Leiter der Kommunen, haltet Euch nicht zurück – die Leute beginnen mit dem Samowar ihren Arbeitstag und beenden ihn auch mit dem Samowar. Die saufen Tee von morgens bis abends! Schmeißt sie raus und stellt dafür Juristen ein“, - so die Empfehlung des Kaliningrader Gouverneurs.

Der Kaliningrader Landwirtschaftsminister Wladimir Sarudnin versuchte eine Erklärung. Er ist der Meinung, dass man in Kaliningrad sich mehr der Viehwirtschaft widmen sollte, denn ein Großteil der landwirtschaftlichen Fläche ist für die pflanzliche Nutzung ungeeignet. Um einen Auslastungsgrad von 90 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche zu erreichen, muss der Viehbestand in Kaliningrad fünf Mal größer sein. Daraufhin der Gouverneur: „Wenn auf der Weide Unkraut wächst, so dick wie mein Bein, wo soll da noch eine Kuh können?“

Der Gouverneur forderte, dass die Beamten gemeinsam mit den Besitzern der landwirtschaftlichen Nutzflächen die notwendigen Fragen entscheiden sollen. Im Kreis Osjorsk, wo die Firma „Miratorg“ ein großes Projekt hat, reichen die Flächen nicht aus und Sie (Landwirtschaftsminister), sprechen von einer Vergrößerung des Viehbestandes. Aber welcher Investor kommt, wenn wir keine Grundstücke haben?

Anmerkung: In den Jahren 2012 – 2013 importierte die Firma „Miratorg“ 20.000 Stück Rindvieh aus den USA – der größte jemals per Schiff getätigte Import von Lebendvieh. Der Gesamtbestand befindet sich jetzt im Kreis Osjorsk und die Firma will sich weiter mit Viehzucht im Kreis Krasnosnamensk beschäftigen.

Quelle: http://kgd.ru/news/item/35747-cukanov-chinovniki-selhozupravleniya-nachinayut-i-zakanchivayut-den-samovarom

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Gebietsregierung, Gouverneur, Landwirtschaft

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