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Großes Auslandskapital kehrt nach Russland zurück

Do, 28 Aug 2014 Wirtschaft & Finanzen


Großes Auslandskapital kehrt nach Russland zurück

In Russland hat eine Kampagne für die Rückkehr russischen Kapitals aus Offshore-Zonen begonnen. Eine geplante Steueramnestie verspricht Straffreiheit, wenn die Gelder in die russische Wirtschaft investiert werden.

Nikolai Schurawlew, Stellvertreter des Leiters des Komitees für Haushaltsfragen des Föderationsrates hat zu einer differenzierten Herangehensweise bei der Umsetzung der Steueramnestie aufgefordert.

Der Staat muss sich bewusst sein, welches Ziel er erreichen will und muss demzufolge auch unterschiedliche Besteuerungen für ausländisches Kapital durchführen, welches in die Heimat zurückgeführt wird. Wenn z.B. ausländische Firmenanteile einer russischen Privatperson geschenkt werden, dann sollte es eine komplette Steuerbefreiung geben. Allerdings sollte auch eine Frist festgelegt werden, wo diese Privatperson die geschenkten Anteile nicht weiter verkaufen oder verschenken darf ohne das es steuerrechtliche Konsequenzen hätte.

Sollte Geld als Barmittel nach Russland zurückfließen und einer Privatperson geschenkt werden, so sollte eine Besteuerung mit 13 Prozent erfolgten – also dem normalen Steuersatz in Russland auf Einkommen oder man kann diese Summen auch in die russische Wirtschaft investieren oder russische Wertpapiere erwerben.

Nach den Vorstellungen der Befürworter einer Steueramnestie müssen alle Mechanismen und alle Vergünstigungen geschaffen werden, die eine Rückführung von Kapital nach Russland unterstützen. Es dürfen keinerlei negative Folgen für diejenigen auftreten, die sich der Steueramnestie unterwerfen.

Um zielgerichtet in die russische Wirtschaft zu investieren, sollen den Rückführern von Kapital konkrete Investitionsangebote unterbreitet werden. Ein Gebiet könnte die Agrowirtschaft sein, das Bauwesen, die verarbeitende Industrie oder in die Infrastruktur, d.h. Straßenbau, Logistik, Lager usw. Auch sollte die Möglichkeit für Investitionen des rückläufigen Kapitals in die Lebensmittelproduktion geschaffen werden, in die Erdölverarbeitung. Gerade in diesen Bereichen ist die Gefahr eines Kapitalverlustes sehr gering.

Gleichzeitig unternimmt der russische Staat jetzt alle Anstrengungen, um Investoren für die Sonderwirtschaftszone Krim zu interessieren. Das zuständige Krim-Ministerium schlägt für die Krim ein vereinfachtes Visaverfahren vor. Das vereinfachte Visaverfahren soll für Organisationen und Investoren Anwendung finden.

Auch für Touristen sollen vereinfachte Visaregeln eingeführt werden – eine direkte Visaausstellung an der Grenze. Diese Visa sollen eine Gültigkeit bis zu 30 Tagen haben.

Quelle: http://www.rg.ru/2014/08/22/amnistiya.html

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