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Hafenmarkt – Alte Tradition am neuen Ort

So, 13 Mai 2018 Wirtschaft & Finanzen


Hafenmarkt – Alte Tradition am neuen Ort

Und plötzlich war er weg – der landwirtschaftliche Erzeugermarkt vor dem Haus der Räte in Kaliningrad. Er war nicht nur Anlaufpunkt für viele Kaliningrader, die frische Regionalware kaufen wollten. Er war auch ein Erlebnisbereich für Touristen.

Die Russen lieben Märkte, als traditionelle Alternative zu den modernen Supermärkten. Schon zu sowjetischen Zeiten gab es auf den Märkten wesentlich mehr zu kaufen, als in den staatlich organisierten Magasiny´s, Vieles wird in kleinen Bauernwirtschaften erzeugt oder auch nur auf dem kleinen Datschen-Grundstück und dann auf diesen Märkten angeboten – sowohl Obst und Gemüse, wie auch Fleischerzeugnisse. Und natürlich sind auf diesen Märkten auch andere Waren vertreten, die häufig ebenfalls zu Hause in Handarbeit angefertigt werden.

Kaliningrad verfügt über eine ganze Reihe derartiger Märkte. Der Bekannteste ist sicherlich der Zentralmarkt im Stadtzentrum, der gegenwärtig „runderneuert“ und zur Fußball-Weltmeisterschaft in neuem Glanz erstrahlen wird.

Konkurrenz erhält der Zentralmarkt mit dem Markt im neuen Stadtteil „Selma“, der sich rasant entwickelt und wo sich ein Besuch für Touristen unbedingt lohnt.

Wir, von „Kaliningrad-Domizil“, haben aber den alten neuen Markt in der Hafenstraße, der „Portowaja“ für Sie besucht. Eben dies ist der Markt, der noch bis vor wenigen Wochen vor dem Haus der Räte aktiv war. Der Platz musste beräumt werden, da hier die Fan-Zone für die Fußball-Weltmeisterschaft aufgebaut wird und danach die Stadtverwaltung, sowohl mit dem Haus der Räte, wie auch mit dem Territorium davor, neue, interessante Pläne hat.

Und so hat ein Kaliningrader Unternehmer, den kurzfristig „obdachlosen“ landwirtschaftlichen Regionalhändlern, sein Grundstück in der Hafenstraße zur Verfügung gestellt, damit diese hier neues Leben entwickeln. Der Platz ist ideal, denn man muss nicht weit laufen. Und der Platz ist nicht ideal – was den Zustand anbelangt. Aber der Markt befindet sich erst sehr kurze Zeit an dieser Stelle und ist auch nur an den Wochenenden geöffnet. Somit besteht die Möglichkeit, an den anderen Tagen einiges zu tun, um das Gelände des Marktes zu gestalten und diesen für Touristen zu einem unbedingten „MUSS“ zu machen.

Uwe Niemeier

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Handel, Stadtentwicklung

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