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Industriepark-Projekte im Kaliningrader Gebiet

Mi, 26 Jun 2013 Wirtschaft & Finanzen


Industriepark-Projekte im Kaliningrader Gebiet

Industriepark Tschernjachowsk hat bei 10 Unternehmen Interesse geweckt

 
13. Juni 2013
"Komsomolskaja Prawda - Kaliningrad"
 
In naher Zukunft wird im Kaliningrader Gebiet ein exportorientiertes Projekt für die Produktion von Verpackungsglas realisiert. Mit dem Investor arbeitet die Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes zusammen. 
 
Das Jahr 2016 wird zu einem Umbruchsjahr für die Kaliningrader Wirtschaft. In drei Jahren werden die Zollermäßigungen der Übergangsperiode der Vergangenheit angehören - daraus folgt, dass die Mehrzahl der Kaliningrader Betriebe, die die bisherigen Importvergünstigungen der Sonderwirtschaftszone nutzen, gezwungen werden ihre Arbeit radikal umzustellen oder sie gar zu beenden. Dennoch gibt es Unternehmen, für die das Jahr 2016 keine derartigen Probleme mit sich bringen wird. Dies betrifft diejenigen Unternehmen, die exportorientiert arbeiten. Davon gibt es zurzeit  in unserem Gebiet recht wenige, aber Entwicklungsmöglichkeiten sind vorhanden. Für die Werbung solcher Investoren fühlt sich die Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes zuständig. Vor kurzem wurde dort ein Projekt-Office eingerichtet, der den Investoren einen Service der personellen Projektbegleitung bietet. Mit anderen Worten erhält jedes große Projekt einen eigenen Personalmanager, der allseitig bei der Vorbereitung und Realisierung des Projektes hilft. 
 
Der Journalist der Kaliningrader Zeitung "Komsomolskaja Prawda" traf sich mit einem potentiellen Investor - Vertreter der Gesellschaft "Gleichen Service LTD" - Walerij Parschikow.
 
- Walerij Michajlowitsch, erzählen Sie von Ihrem Projekt.  
 
- Wir planen ein Unternehmen für die Produktion von Verpackungsglas für die unterschiedlichsten Bereiche der Lebensmittelproduktion zu gründen. Im Kaliningrader Gebiet vertreten wir die Interessen des europäischen Investors, der bereit ist, in der  ersten Etappe der Realisierung des Projektes 35 Mio. Euro zu investieren. Es wird ein Unternehmen gegründet, welches in der ersten Etappe 150 Arbeitsplätze schaffen wird. Die Realisierung des fertigen Produktes orientiert sich mehrheitlich auf den Export, den Verkauf in den EU-Ländern, wobei wir im weiteren Verlauf auch den aussichtsreichen russischen Markt berücksichtigen werden. Heutzutage verbrauchen die Russen viel weniger Produkte in einer Glasverpackung als die Europäer. Es gibt allerdings eine steigende Tendenz. Was den Kaliningrader Markt anbetrifft, so werden wir den Bedarf maximal befriedigen können, wo der Markt selber gar nicht so groß ist.
 
- Wo planen Sie die Produktion zu dislozieren? Wodurch ist Ihre Wahl diktiert?
 
- Wir haben die verschiedenen Kreise im Gebiet verglichen und letztendlich auf den Vorschlag der Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes gehört und den Industriepark "Tschernjachowsk" ausgewählt. Für unsere Produktion sind drei Aspekte wichtig: erstens Gas, zweitens Elektrizität, drittens das Vorhanden von Bahngleisen europäischer Spurbreite. Die ersten Punkte sind deshalb wichtig, weil die Glasproduktion ziemlich energieintensiv ist. Die Bahngleise europäischer Art werden für die Logistik benötigt, unter anderem auch dafür, die fertige Produktion ins Ausland zu exportieren. Diese drei Bedingungen erfüllt der Industriepark "Tschernjachowsk".
 
- Tschernjachowsk ist allerdings noch nicht an das Gasnetz angeschlossen...
 
- Ja, aber die Gasversorgung wird dort 2014 organisiert. Es ist also nur eine Frage der Zeit. Anzumerken ist, dass eine weitere mögliche Variante, die wir auf Vorschlag der Korporation betrachteten, Prawdinsk ist. Dort gibt es keine Probleme mit der Gas- und der Stromversorgung. Der einzige Nachteil ist, dass die Bahn 24 km entfernt in der Siedlung Zhelesnodorozhnij liegt. 
 
- Welche Vorteile haben Sie von der Dislozierung der Produktion im Industriepark "Tschernjachowsk"?
 
- Wie ich schon gesagt habe, ist der allergrößte Vorteil die geografische Lage. Das ist aber noch nicht alles. Ein sehr wichtiger Aspekt ist die Infrastruktur. Das Kaliningrader Gebiet, konkret die Korporation, bereitet das Territorium des Industrieparks inklusive der dazugehörigen Infrastruktur vor. Wir kommen, bauen die Betriebshallen, schließen uns an die Gas- und Stromversorgung an und beginnen mit der Arbeit. Das ist bequem und vorteilhaft. Zudem ist es wichtig, dass wir im Industriepark nicht allein sein werden - dies wird sich unbedingt auf den Umfang der Produktionsnebenkosten und der Kommunalkosten auswirken. Im Industriepark, soweit ich weiß, wird das Prinzip „ein Fenster" realisiert, d.h. der Investor muss nicht eine Vielzahl von Genehmigungsstellen ablaufen. Einen Großteil dieser Arbeit übernimmt die Korporation. Das "ein-Fenster-Prinzip" ist auch eine gewisse Garantie gegen Korruption. 
 
Ein weiterer bedeutender Aspekt, der europäische Investoren sehr interessiert, sind die Grundstücke. Wenn diese privatisiert sind, ist dies eine gewisse Garantie für die Eigentumsrechte. Im Allgemeinen interessieren sich die Investoren für Garantien der Stabilität für das Geschäft und das Fehlen bürokratischer Barrieren.  
 
- Wie bekannt, arbeitet die Korporation seit kurzer Zeit mit Personalmanagern. Wie hilfreich war dieser Mechanismus für Sie? 
 
- Es ist eine großartige Initiative, die ich nur befürworten kann. Momentan bereiten wir uns auf die Unterzeichnung der Vereinbarung mit der Korporation vor und wir sind überzeugt, dass wir für die Vorbereitung des Projektes gut zusammen arbeiten werden. Und natürlich ist unser Unternehmen im Weiteren bereit an der Entwicklung des Industrieparks im Ganzen teilzunehmen. Ich hoffe, dass unsere Zusammenarbeit fruchtbringend sein wird. 
 
Kommentar der Korporation
Industriepark Tschernjachowsk hat bei 10 Unternehmen Interesse geweckt
 
Igor Wasiljew, Leiter des Projekt-Office der Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes:
 
Tschernjachowsk soll ein guter Industriepark werden, denn alle notwendigen Voraussetzungen sind bei diesem Territorium gegeben. Das Gesamtvolumen der Investitionen in die Infrastruktur des Parks ist in einem Umfang von 3 Mrd. Rubel geplant. Lange Zeit war die Arbeit für die Entwicklung dieses Territoriums aufgrund der Probleme mit der Energieversorgung und der nicht immer konstruktiven Position der ehemaligen lokalen Verantwortlichen blockiert. Nun geht die Arbeit voran. Die Grundstücke werden vermessen und es werden die genauen Grenzen des künftigen Parks bestimmt. Die Fläche der ersten Reihe wird ca. 450 ha groß sein mit der Perspektive der weiteren Erweiterung auf 900 ha. In den kommenden Monaten wird diese Arbeit, die von der Stadtverwaltung ausgeführt wird, beendet.
 
Die zweite Etappe für das Projekt ist die territoriale Planung. Aktuell ist ein analoges Projekt für den Industriepark „Chrabrowo“ in Vorbereitung. Die hier erarbeiteten Methoden und Technologien werden künftig auch auf den anderen Flächen genutzt. Außerdem unterschrieb die Korporation vor kurzem die Vereinbarung über die Zusammenarbeit mit der „Sberbank“ im Rahmen des Programms „Neue Industrialisierung“. Zurzeit beendet die Bank zusammen mit der Assoziation der Industrieparks Russlands die Arbeit am Projekt eines typisierten Industrieparks, das nachfolgend auf das konkrete Grundstück leicht adaptiert werden kann. Somit ist es unsere erstrangige Aufgabe die Formierung des Gründungsprozesses neuer Industrieparks im Kaliningrader Gebiet maximal schnell und günstig voranzutreiben.
 
Das allergrößte Problem, das der industriellen Entwicklung von Tschernjachowsk im Wege steht, ist der Anschluss an das Energienetz und die Gasversorgung. In der Stadt gibt es kein Gas. Auch die technischen Möglichkeiten für den Anschluss zu den Stromnetzen fehlen heutzutage. Es ist ganz klar keine normale Situation. Tschernjachowsk ist sehr günstig gelegen angesichts der Transportlogistik. Seine Entwicklung als industrielles Zentrum und Verkehrsknotenpunkt könnte Kaliningrad entlasten und die Prozesse der sozial-ökonomischen Entwicklung im Zentralteil des Gebietes stimulieren. Daher macht die regionale Verwaltung alles Mögliche, um die Fragen der Strom- und Gasversorgung zu lösen. Heute schon können wir mit Sicherheit sagen, dass es im kommenden Jahr Gas in der Stadt geben wird. Gleichzeitig bemühen wir uns mit der Hilfe der lokalen Verantwortlichen weitere Stromreserven aufzufinden und zu nutzen. Wir betrachten auch weitere Varianten der Energieversorgung inklusive den Bau eines Wärmekraftwerkes. Eine solche Station könnte Wärme und Elektrizität nicht nur für Objekte auf dem Territorium des Industrieparks, sondern für die gesamte Stadt anbieten.
 
Die Korporation hat ziemlich viele Anträge von Unternehmen, die ihre Objekte auf dem Territorium des Industrieparks platzieren wollen. 10 Anträge stammen von den Unternehmen, die in Tschernjachowsk bereits tätig sind und ihre Möglichkeiten ausweiten wollen. Unter den Neuen ist das Projekt der Gesellschaft „Gleichen Service LTD“, in dem wir ein großes Potential sehen und bei dessen Realisierung wir mithelfen.
 
Artikel übersetzt und bearbeitet durch:
          
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Bauwesen, Gebiet, Investitionen, Sonderwirtschaftszone, Tshernjachowsk, Wirtschaft

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