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Kaliningrad erwartet Touristenflut ungeahnten Ausmaßes

So, 10 Apr 2016 Wirtschaft & Finanzen


Kaliningrad erwartet Touristenflut ungeahnten Ausmaßes

Kaliningrad erwartet einen wahren Ansturm von Touristen im laufenden Jahr – zumindest ist dies die Ansicht des Kaliningrader Vizegouverneurs Bogdanow.

Nachdem sich unsere Informationsagentur im vergangenen Jahr an die immer wieder verbreitete Zahl von einer Million Touristen gewöhnt hatte, die im Jahre 2015 Kaliningrad besucht hatten und man sich freuen konnte, dass dies 20 Prozent mehr waren als noch 2014, überraschen Kaliningrader Medien mit der Ziffer von 1,8 Mio. Touristen, die im vergangenen Jahr in Kaliningrad waren. Und der Vizegouverneur Bogdanow ist der Meinung, dass im Jahre 2016 bis zu 2,2 Mio. Touristen nach Kaliningrad kommen werden.

Bogdanow, der inzwischen angekündigt hat die Kaliningrader Regierung verlassen zu wollen um sich einer Tätigkeit in der Gebietsduma zuzuwenden, informierte, dass das gesamte Kaliningrader Gebiet über 7.310 Hotelzimmer verfügt, in denen 15.898 Personen gleichzeitig übernachten können.

Interessant waren die Ziffern, dass von den genannten 1,8 Mio. Touristen nur 690.000 eine Übernachtung in Anspruch genommen haben. Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass alle anderen Touristen entweder unter einer Brücke oder auf einer Parkbank geschlafen haben, oder der Vizegouverneur großzügig die Polen als Touristen rechnet, die mal kurz die Grenze überqueren, auftanken und dann wieder nach Polen zurückkehren, um dort den billigen Sprit aus Kaliningrad wieder zu verkaufen.

So kann man sich natürlich auch Zahlen schön rechnen, oder, um es etwas pöbelhaft auszudrücken – Zahlenonanie betreiben.

Die durchschnittliche Auslastung der Hotelzimmer betrug 50 Prozent. Auch hier kann man sich nur wundern, welche rasanten Entwicklungen das Hotelwesen in Kaliningrad nimmt, denn durch die Hotelbetreiber wurden im vergangenen Jahr Zahlen von 25 Prozent und weniger genannt.

Der mittlere Aufenthalt eines Touristen beträgt in der Region vier Tage. 40 Prozent der Touristen kommen per Flugzeug nach Kaliningrad, 35 Prozent mit dem Zug und 22 Prozent mit Autobussen und PKW. Drei Prozent nutzten andere Transportmittel, u.a. Fähren.

Uwe Niemeier

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Tourismus

   Kommentare ( 5 )

boromeus Veröffentlicht: 9. April 2016 22:20:03

Wovon träumt Herr Bogdanow eigentlich Nachts?Er sollte sich an einem Landwirt orientieren.
Erst wenn die Scholle vorbereitet, gepflügt ,gefraest ,eingesaet, bewaessert und von Unkraut befreit wurde viel Sonne geniessen durfte ,erst dann kann man auf reichlich Ernte hoffen.Fahrradwegenetz?Campingplätze?Flächendeckende Übernachtungsmöglichkeiten jenseits von Kaliningrad und Selenogradsk im Osten und Südosten des Oblastes?Einreisemodalitäten?Interessante kulturhisrorische Angebote.Alles vorhanden?Ja?Dann herzlichen Glückwunsch?Nein?Dann möge er schön weiter träumen von utopischen Touristenzahlen..

Regul Veröffentlicht: 10. April 2016 09:56:17

Sehr geehrter Herr Niemeier,

so lange die Visa-Angelegenheit Zeit- und Nervenaufreibend bleibt, wird sich an der Touristen-flut nicht viel ändern. Allerdings kann ich in der aktuellen geo-politischen Situation nur vollstes Verständnis für ein Visa-Regime aufbringen. Wäre ja ziemlich unschön, wenn sich Kaliningrad mittels bewaffneter 'Helfer' plötzlich an Polen oder Litauen angliedern würde.

Gute Zeit!

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. April 2016 10:22:01

... ich bin auch für das Visa-Regime. Immerhin finanzieren wir einen Teil unserer Portal-Kosten über Vermittlung von Visa ...

Hauke Veröffentlicht: 10. April 2016 22:04:59

Na dann kann man ja auf die Touristen aus der EU verzichten.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. April 2016 22:09:03

... eben nicht! Denn in die Touristenflut zählen die rund eine Million Polen mit, die mal kurz nach Kaliningrad zum Tank-Tourismus kommen!

ru-moto Veröffentlicht: 9. August 2016 14:29:50

[...kann man ja auf die Touristen aus der EU verzichten.]
Solange die Touristen Devisen bringen, kann man auf keinen verzichten. Egal woher sie kommen, Hauptsache sie führen sich wie Gäste auf und geben möglichst viel Geld aus... Dieses sollte jedoch längerfristig auch den Bürgern zugute kommen, anstatt sofort in den Taschen der Superreichen zu versickern.

Bernhard Schmidt Veröffentlicht: 7. Oktober 2017 15:59:07

Für einen EU-Bürger wie mich, reduziert sich der Aufenthalt in Russland auf Familienbesuche. Da gebe ich aber wenig Geld aus. Für Unterkunft und Verpfegung ist bestens gesorgt.
Um Russland auch von einer anderen Seite kennen zu lernen, muss der Visa-Wahnsinn aufhören. Wenn ich nicht muss, setzte ich mich dieser Situation nicht aus. Das dürfte wohl für den größten Teil meiner Landsleute (deutsch) gelten. Mal abgesehen davon ist Russland nicht als Urlaubsland präsent. Weder im Netz, noch in den Reisebüros.
Somit bleiben Übernachtungszahlen wie oben genannt wohl eher der Wunschtraum. Russland verzichtet wegen vergleichsweise geringen Visa-Gebüren auf zahlungskräftige Clientel. Intelligent ist anders, oder?

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