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Kaliningrad hat eine Krise in der Milchverarbeitung

Do, 14 Nov 2013 Wirtschaft & Finanzen


Kaliningrad hat eine Krise in der Milchverarbeitung

Der Kaliningrader milchverarbeitende Sektor, ebenso wie der gesamtrussische Sektor befindet sich in einer scharfen Krise. Mit dieser überraschenden Erklärung trat am 11. November der Kaliningrader Landwirtschaftsminister vor die Presse.

Wladimir Sarudni, der Kaliningrader Landwirtschaftsminister informierte, dass die Milchverarbeitung im gesamten Land stark rückläufig ist. Und Kaliningrad bildet hier keine Ausnahme. Die Wirtschaft und die Landwirtschaft der Region haben seit Anfang 2013 weniger als 180.000 Tonnen Milch produziert. Das ist sehr wenig und stellt insgesamt nur einen Produktionszuwachs von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar.

Von den 52 in Kaliningrad vorhandenen Milchwirtschaften zeigen nur einige eine Entwicklung. Von 13 Kreisen im Gebiet Kaliningrad haben nur drei einen Produktionszuwachs bei Milch, in allen anderen Kreisen ist die Milchproduktion rückläufig – so der Minister.

Um das Gebiet aus der Krise zu führen wurde durch die Gebietsregierung ein dreijähriges Entwicklungsprogramm aufgelegt. Eine entsprechende finanzielle Unterstützung aus dem Gebietshaushalt erfolgt.

Der Minister informierte, dass die Bedingungen des Beitritts Russlands zur Welthandelsorganisation eine staatliche Subventionierung der Landwirtschaft nach dem Jahre 2016 verbietet. Wenn durch die Kaliningrader Regierung nicht jetzt dieses Programm ausgelegt worden wäre, wäre vermutlich der gesamte Milchsektor im Jahre 2016 zusammengebrochen. „Wir sind auf den letzten Wagen des abfahrenden Zuges gesprungen“, - so Sarudni.

Grund für die entstandene Krise ist die fehlende staatliche Unterstützung für die Bauern. Früher konnten die Bauern nur auf die Subventionierung der hohen Zinsen bei Kreditaufnahme rechnen. Alle anderen Dinge, wie der Kauf neuer Technik, die Neustrukturierung der Produktion, Preisstützung für die Milch selber usw. wurden vom Staat nicht unterstützt. Das neue Drei-Jahre-Programm gibt hier aber zukünftig Möglichkeiten.

Eine weitere Möglichkeit für die Problemlösung im Sektor der Milchverarbeitung sieht der Minister in der bäuerlichen Vereinigung zu Kooperationen um zu einem kompletten erzeugenden und verarbeitenden Zyklus zu kommen. Aber die Bauern sind zu dieser Frage äußerst misstrauisch und trauen nur sich selber und schauen auf ihren Nachbarn nur in seiner Eigenschaft als Konkurrent. Auch hier könnte eine Lösungsmöglichkeit die zusätzliche finanzielle Stimulierung der Bildung von Kooperationen sein – so Minister Sarudni.

Zum heutigen Tag wird zehn Prozent des gesamten Milchbedarfes des Kaliningrader Gebietes importiert, ungefähr 30 Prozent der Milch mit langfristigem Haltbarkeitsdatum kommt von großen Holdings aus dem „Großen Russland“. Der Rest wird vor Ort produziert.

Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/81735/Ministr:-Kaliningradskaj-molocnaj-otraslj-naxoditsj-v-ostrom-krizise.html

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Gebiet, Landwirtschaft, Wirtschaft

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