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Kaliningrader Bauern übernehmen Eigenversorgung

Sa, 12 Mär 2016 Wirtschaft & Finanzen


Kaliningrader Bauern übernehmen Eigenversorgung

Der Kaliningrader Landwirtschaftsminister Luterewitsch ist davon überzeugt, dass die Kaliningrader Bauern nicht nur in der Lage sind, die Eigenversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, sondern auch mit den westlichen Partnern in einen gesunden Wettbewerb zu treten.

Nach den Worten des regionalen Landwirtschaftsministers wird gegenwärtig eine Kommission geschaffen, welche die Prioritäten der weiteren Entwicklung der Landwirtschaft festlegen wird. Dies wird eine bessere Grundlage für diejenigen sein, die sich mit der Landwirtschaft in Kaliningrad beschäftigen wollen und die hierfür Businesspläne erarbeiten – insbesondere weil auf der Grundlage dieser Pläne Fördermittel ausgeschüttet werden.

Eine der Richtungen wird die Milchproduktion sein. Weiterhin ist die Gemüseverarbeitung eine wichtige Richtung. Und natürlich werden die Richtungen unterstützt, die zur Ablösung von bisherigen Importen führen. Wichtig ist, dass sich Kaliningrad mit eigenen russischen Produkten versorgen kann, die auch in Kaliningrad vollumfänglich angebaut werden – so Luterewitsch.

Was die Milchproduktion anbelangt, so hat es die Landwirtschaft bereits geschafft, auf Importe zu verzichten. Probleme gibt es nach wie vor in der einheimischen Gemüseerzeugung. Im laufenden Jahr werden weitere vier Hektar Gewächshäuser geschaffen, damit das ganze Jahr frische Tomaten zu einem normalen Preis aus eigener Ernte auf den Märkten angeboten werden können.

Der Minister möchte auch die Pilzzucht entwickeln. Diese soll in einem Umfang erfolgen, dass Kaliningrad einen Teil der Ernte auch in das russische Mutterland geliefert werden kann.

Noch in diesem Jahr sollen weitere 250-300 Hektar Apfelbäume angepflanzt werden, um auch diese Versorgungslücke aus eigenem Anbau zu schließen.

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Landwirtschaft

   Kommentare ( 4 )

Radeberger Veröffentlicht: 11. März 2016 21:42:12

Das hört sich doch vielversprechend an, wenn auch die Qualitätsanforderungen dann wirklich durchgesetzt werden. Nicht wie den russischen Käseproduktionen, wo nach anfänglich guter bis sehr guter Qualität, wieder Schlendrian und Betrug einsetzten.
Ich kann mir auch lebhaft die überschwengliche Freude der Balten und Polen vorstellen, wenn sie nun endlich genau wissen, daß nach einem Auslauf der russischen Gegensanktionen sie keine unnötigen Anstrengungen unternehmen müssen, um die Kaliningrader vor dem Hungertod zu retten.

Hauke Veröffentlicht: 12. März 2016 11:18:14

Das glaube ich auch. Wie heißt es doch"Starke Bauern schreiten hinter Pferd und Flug über Ackerbreiten streicht der Vogelzug".

Erhard Veröffentlicht: 12. März 2016 14:08:36

Das wird aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die russische Landwirtschaft ist insgesamt auf einem guten Weg,sie hat das Embargo als Chance begriffen. Es wird aber noch einige Jahre dauern,dann kann die russische Landwirtschaft die Versorgung der Bevölkerung der EU übernehmen.
Sollte es mit den Auflagen usw. in Deutschland weitergehen, ist dort bald eine kostendeckende Landwirtschaft nicht mehr möglich.

Bernd Thomes Veröffentlicht: 7. Mai 2016 03:24:15

Ich war im letzten Jahr auf Einladung alleine in Russland. Ziel war es, die Schweineproduktion eines sehr großen Unternehmen zu optimieren.

Warum ich mir dies zugetraut habe?Ich habe in Deutschland in allen Bereichen dieser Sparte praktisch über viele Jahre gearbeitet, danach in der Beratung und jetzt als Fleischkontrolleur.

Seit meinem Besuch interessiere ich mich für das russische Land und bewundere die Entwicklung.
Ich habe aber schnell festgestellt, dass viel moderste Technik, in kürzester Zeit aufgebaut, alleine nicht die erwarteten Erfolge bringen kann. Die Technik sollte auch beherrscht werden. Und hier fangen viele Probleme an.
Die westlichen Verkäufer haben ihr Geld verdient, die Arbeiter in den Betrieben stehen vor einem Fragezeichen. Die westlichen Firmen haben zudem vieles nicht korrekt eingebaut. Aber es wird der Technik vertraut die niemals funktionieren kann. Ebenso die Futterrationen welche Eiweiß und Mineralstoffe aus dem Westen beinhalten und nicht funktionieren können. Davon werden nur die Verkäufer reich. Ich hätte vieles ändern können aber.... .

Mir sind in allen Einrichtungen dieses Betriebes hochmotivierte Menschen (Arbeiter) in den Ställen, Mühlen und im Schlachthof begegnet. Alle haben mir gegenüber erstaunlicherweise sehr offen ihre Probleme geschildert.

Verbessern geht beim Schwein nicht nach Plan und Projekt.
Ein Schwein ist nun mal keine Maschine, hier muss das ganze Umfeld stimmen. Eine Pflanze richtet sich auch nach dem Produkionsfaktor welches am wenigsten vorhanden ist.

Ich hätte es gekonnt. Es wären weit über hundert Mio. Euro!!! Pro Jahr gespart worden bei noch besserer Qualität. Da wäre mein angedachter Lohn ein Tropfen auf dem heißen Stein. Schade.

MfG.

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