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Kaliningrader Energieerzeuger trennt sich von "Siemens"

Mo, 02 Feb 2015 Wirtschaft & Finanzen


Kaliningrader Energieerzeuger trennt sich von "Siemens"

Langjährig hat die deutsche Firma „Siemens“ die Wartung der technischen Anlagen des größten Energieerzeugers im Kaliningrader Gebiet vorgenommen. Jetzt hat TEZ-2 den Vertrag mit „Siemens“ nicht verlängert.

Der neue Wartungsvertrag wurde mit der russischen Firma „Kwarz-Gruppe“ abgeschlossen.

TEZ-2 hat im abgelaufenen Jahr einen großen Instandsetzungsumfang seiner Anlagen bewältigt, Hauptinstandsetzungen an Gasturbinen durchgeführt und viele andere notwendige Arbeiten zur Sicherung der ständigen Arbeitsbereitschaft durchgeführt. Für diese Arbeiten wurden 800 Mio. Rubel (nach altem Kurs rund 18 Mio. Euro) verausgabt. Diese Summe war wesentlich höher als die angefallenen Kosten in den Vorjahren. Die vorgenommenen Arbeiten waren keine Havariearbeiten, sondern wurden im Rahmen der planmäßigen normativen Wartungsarbeiten durchgeführt. In den kommenden Jahren werden somit weniger Kosten für die laufende Wartung anfallen. Man rechnet mit 130 Mio. Rubel jährlich.

Diese Arbeiten werden nun aber zukünftig nicht durch die deutsche Firma „Siemens“ durchgeführt, sondern durch Mitarbeiter der russischen Firma „Kwarz-Gruppe.“ Nach Ablauf eines langjährigen Vertrages mit „Siemens“ wurde eine neue Ausschreibung vorgenommen, an der sowohl „Siemens“ wie auch weitere russische Firmen teilnahmen.

Die Wartungsarbeiten werden durch die russische Firma nach den „Siemens-Standards“ durchgeführt. Man hofft auch, die terminlichen Probleme, die es in der Vergangenheit mit der Firma „Siemens“ häufiger gab, mit der Auftragsvergabe an die russische Firma beseitigen zu können. „Siemens“ hatte häufig nicht operativ auf bestehenden Bedarf reagieren können. Die Kaliningrader Verantwortlichen hatten sich mit türkischen Energieerzeugern in Verbindung gesetzt, um zu klären, wie die Firma „Siemens“ bei ihnen arbeitet. Dort hatte man informiert, dass es überhaupt keine Probleme gebe und die Spezialisten innerhalb weniger Stunden für Instandsetzungen vor Ort waren. Warum man Kaliningrad nicht operativ bedienen konnte bleibt eine ungeklärte Frage.

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Energiewirtschaft

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