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Kaliningrader Gouverneur: Gut gemeint nur merkwürdig gesagt

Sa, 16 Nov 2013 Wirtschaft & Finanzen


Kaliningrader Gouverneur: Gut gemeint nur merkwürdig gesagt

Man kann die Person des Kaliningrader Gouverneurs unterschiedlich bewerten. Zu seiner Zeit als Kreisverwalter von Gussew hat er international beachtete Erfolge erzielt und die Bewohner erinnern sich an ihn mit Lob. Als Gouverneur eines Subjektes der Russischen Föderation kommen aber wesentlich erweiterte Anforderungen auf ihn hinzu.

Unter anderem gehören dazu auch das Auftreten auf internationalem Parkett und auch eine bedächtigere Wahl von öffentlich geäußerten Worten. Nicht jedem liegt die diplomatische Formulierung von Wahrheiten  und deshalb ist auch nicht jeder in seiner Funktion erfolgreich und muss sich kritischer Beurteilungen zur Wehr setzen.

So äußerte sich der Kaliningrader Gouverneur N. Zukanov vor kurzem über das Investitionsniveau im Kaliningrader Gebiet. Er nannte Litauen und Zypern als die größten ausländischen Investoren, gefolgt von Deutschland und Polen. Rein sachlich ist das richtig – davon gehen wir einfach mal aus.

Wir vernachlässigen jetzt einfach „Zypern“ als ausländischen Investor, denn auch dem Nicht-Fachmann ist klar wie „ausländisch“ diese Investitionsgelder sind und wenden uns gleich den Litauern zu, deren Engagement im russischen Kaliningrad der Kaliningrader Gouverneur N. Zukanov wie folgt begründet:

„Ich sage Ihnen, warum die Litauer sich so frei auf dem Territorium Russland, und insbesondere im Kaliningrader Gebiet fühlen – bezogen auf die Organisation einer Geschäftstätigkeit. Zum einen sprechen die Litauer sehr gut russisch. Zum zweiten denken sie auch russisch. Wir haben in einem Land gelebt, in der Sowjetunion und ich bin überzeugt, dass die Litauer mit der Seele und dem Herzen noch dort sind. Und drittens ist die Grenze nicht weit“, - erklärte der Gouverneur.

Er hat es sicherlich gut gemeint, unser Kaliningrader Gouverneur, aber wenn man im russischen Außenministerium oder im Stab NATO diese Worte liest, wird das doch einige Sorgenfalten nicht nur im Gesicht der dortigen Verantwortlichen hervorrufen.

Er hob im weiteren das Interesse der Litauer an der Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft hervor. Im Gegensatz zu den Polen, so seine Worte, die viel darüber sprechen, aber dann nichts tun, sind die Litauer aktiver.

Die Äußerungen des Gouverneurs wurden zitiert im Zusammenhang mit dem Investitionsgeschehen in Kaliningrad in Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft. Die kolossalen Pläne hierfür sind für Kaliningrad sehr schmeichelhaft – müssen aber zu einem großen Teil aus privaten Quellen finanziert werden. Leider wurde bisher von der Kaliningrader Regierung noch nicht ein einziger Investor offiziell vorgestellt, der bereit ist in Kaliningrad irgendetwas zu bewegen. Und leider läuft die Zeit vorwärts und nicht zurück.

Quelle: http://kgd.ru/news/item/31569-cukanov-bolshinstvo-investicij-prihodit-v-kaliningradskuyu-oblast-iz-litvy-i-kipra

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Gouverneur, Investitionen, Litauen

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