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Leben und arbeiten in Kaliningrad

Mo, 01 Apr 2019 Wirtschaft & Finanzen


Leben und arbeiten in Kaliningrad

Kaliningrad – eine Stadt wie „Du und Ich“ – mit anderen Worten: Es lebt und arbeitet sich in dieser Stadt, wie in vielen anderen Städten dieser Welt. Kaliningrad ist keine ideale Stadt – aber die Verantwortlichen arbeiten daran. In regelmäßigen Abständen informieren wir über das tägliche Leben, Preise und deren Entwicklung, den Servicebereich und all das, was Sie wissen sollten, wenn Sie sich in Kaliningrad aufhalten.

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   Kommentare ( 9 )

boromeus Veröffentlicht: 12. November 2018 12:02:51

Hallo Herr Niemeier,danke für diesen hervorragenden Beitrag.Was mir auffällt ist,dass die Immobilienpreise irgendwie nicht zu den Lebenshaltungkosten passen.Wenn Sie sagen,dass man etwa mit 300 Euro/ 22500 Rubel nach heutigem Stand klarkommt,eine Ein-Zimmer-Wohnung um die 12.000 Rubel zzgl Kommunalabgabe kostet ;ein Rentner durchschnittlich um die 13.000-14000 Ru pro Monat dann stellt sich für mich die Frage,wie machen diese Leute dass ?Rechnen wir Essen und Wohnung zusammen + etwa 2500 Rubel für Strom und Wasser,Telefon, dann sind wir schon bei 37000 Ru.Das heisst ,ein Rentner ist in Russland ein Sozialfall,der kann sich zwar eine eigene Wohnung leisten,muss aber dann darben.Selbst Spitzenverdiener wie Marktler, sind mit bis zu 140.000 Ru, noch keine "oberen Zehntausend".
Wenn ich durch die Kaufhäuser gehe und mir die Auslagen ansehe,welch europäischer Chick dort feilgeboten wird,dann ist das wohl eher was für "besser Betuchte",als für Igor-Normalno.Irgendwie passt das nicht zusammen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 12. November 2018 13:37:35

... die Mehrzahl der Russen verfügt über eine Eigentumswohnung und braucht somit keine Miete zu zahlen.

... viele Russen haben ein zweites Arbeitsverhältnis.

... viele Russen, insbesondere die ältere Generation, haben eine Datsche und sind zu Obst und Gemüse nicht nur Selbstversorger, sondern verdienen sich mit dem Verkauf auch noch ein paar Rubel

... über 30 Prozent der Rentner arbeiten auch nach Renteneintrittsalter weiter

Die von mir genannten 300 Euro Lebenshaltungskosten beinhalten, so wie im Beitrag geschildert, nicht die Miete, Telefon, Tanken - sondern sind reine lebenserhaltende Kosten, also Essen und Trinken und die Wohnnebenkosten (Wasser, Strom, Gas).

Georg Veröffentlicht: 12. November 2018 13:46:11

Ein sehr guter und umfangreicher Beitrag, aber es gibt wirklich auch viele Leute die leider nicht über 300 Euro im Monat verfügen. Eine gute Freundin meiner Frau arbeitet volltags in einem Hotel und wird mit kärglichen 14000 Rubel entlohnt. Sie kann nur überleben durch die Unterstützung der Eltern, die ihr eine Eigentumswohnung stellen und selbst nur auf einer Datscha wohnen. Der Vater war beim Militär und bekommt eine Rente von 45000 Rubel.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 12. November 2018 14:08:38

... wenn in Russland alle über das Geld verfügen würden, um problem- und sorglos leben zu können, wäre der perfekte Kommunismus erreicht und Russland das Paradies auf Erden. Da es aber nirgendwo auf dieser Welt den perfekten (wenn denn überhaupt) Kommunismus gibt, gibt es Bettler, sehr Arme, Arme, Normale, Reiche, sehr Reiche und Superreiche. Somit ist Russland (um mich mal selber zu zitieren) ein Land wie Du und Ich.

Georg Veröffentlicht: 1. Februar 2019 14:21:20

Ihr Beitrag, datiert zum 01.02.19 ist leider nicht mehr aktuell. Die Preise für Lebensmittel etc. sind im Neuen Jahr nochmals erheblich gestiegen, wie ich vom Sohn meiner Frau erfahren konnte. Es ist für mich ein Wahnsinn unter welchen Bedingungen ein Großteil der russischen Bevölkerung regelrecht darben muss. Ein Durchschnittverdienst von gerademal 400 Euro ist alles andere als berauschend, wenn man vergleicht mit dem Armenhaus Rumänien, wo der gesetzliche Mindestlohn bei 411 Euro angesetzt ist und die Lebenshaltungskosten dort auch niedriger liegen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 1. Februar 2019 14:58:24

... dann sindSie doch bitte so freundlich und teilen mir konkret mit, welche Preise in meinem Beitrag nicht mehr stimmen - aber bitte konkret! Einfach irgendwelche 08/15-Behauptungen aufzustellen, ist weder mir noch anderen Lesern hilfreich. Wann waren Sie eigentlich das letzte mal in Russland, um konkret zu sehen, wie ein Grossteil des russischen Volkes darbt und langsam verhungert?

Georg Veröffentlicht: 1. Februar 2019 15:20:19

laut Aussage meiner Frau liegt der Brotpreis bei 50 Rubel und nicht 43.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 1. Februar 2019 15:29:52

... von welchem Brot? Es gibt in Kaliningrad hunderte von Sorten.

Georg Veröffentlicht: 1. Februar 2019 15:33:10

Ich richte mich nach den Erzählungen meiner Frau, deren Sohn, aufgrund persönlicher Erfahrungen und den vielen Whatsapp-Kontakten. Meine Frau musste trotz zweier Jobs als Friseuse und Kosmetikerin ein wahrhaft elendiges Leben führen. Wohnen in einer heruntergekommenen Kommunalka, nur einseitiges und billiges Essen. Sie kam das erste Mal zu mir mit einem Körpergewicht von 54 kg bei 174 cm Körperlänge. Mittlerweile liegt ihr Gewicht konstant bei 73 kg, sie fühlt sich damit sehr wohl und sieht fantastisch aus. Wir schicken ihren Eltern quartalsmäßig ein Essenspaket von ca. 20 - 25 kg., weil es nötig ist und müssen deren Sohn finanziell unterstützen, weil der Arbeitsmarkt für junge Leute fast nichts oder nur gering bezahlte Job hergibt. Reicht Ihn das als Argumente oder soll ich noch weitere Beispiel anführen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 1. Februar 2019 15:48:24

... das hört sich dramatisch an. Wo hatte ich bloß meine Augen in den letzten zwanzig Jahren, dass ich derartige Dinge nicht bemerkt habe.

Ich hatte Sie um konkrete Informationen gebeten und Sie antworten mir mit derartigen Worten - entschuldigen Sie, aber das ist einfach unterhalb des Niveaus, welches ich mir zumuten möchte.

Georg Veröffentlicht: 1. Februar 2019 16:34:40

Wenn der Sohn meiner Frau uns telefonisch mitteilt, dass die Lebensmittelpreise im Januar erheblich gestiegen sind, dann ist es nun mal Fakt und ihre Zahlen sind damit veraltet. Ich sehe keinen Grund jetzt um Details zu feilschen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 1. Februar 2019 16:52:52

... dann nutzen Sie Ihre Informationsquellen per Telefon und sonstiger moderner Kommunikationsmittel und ich werde nach wie vor ganz klassisch und konservativ in meinen Supermarkt gehen und feststellen, dass die Preisentwicklung für alle möglichen Arten von Waren im Rahmen des allgemeinen Inflationsniveaus liegen - manchmal mehr, manchmal weniger.

Frank Werner Veröffentlicht: 1. Februar 2019 20:44:39

@Georg
Ich frage mich aber, wieso sie Lebensmittelpakete schicken. Die Porto-Kosten sind horrend (wenn man UPS etc. nutzt), aber auch normale Pakete sind alles andere als billig und es ist Zufall, wann sie ankommen ... Ich käme nicht auf Idee, "Fresspakete" nach Russland zu schicken. Geld hilft hier doch sicherlich auch - und gerade Kaliningrad hat den Vorteil, dass es auf die eine oder andere Art+Weise auch hochwertige Lebensmittel aus Polen gibt ...

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 2. Februar 2019 15:27:00

@Frank Werner
"Ich frage mich aber, wieso sie Lebensmittelpakete schicken."
Ich finde, eine gute Frage.
Gibt es da nicht auch zollrechtliche Vorschriften, schon wegen der Beachtung der Gegensanktionsbestimmungen? Ich kenne mich da nicht so aus.
Oder bringen die haltbaren Lebensmittel aus dem Westen auf dem Markt mehr Einkünfte?

Georg Veröffentlicht: 2. Februar 2019 15:56:11

Selbstverständlich schicke ich die Pakete nicht mit einem offiziellen Kurierdienst, es gibt Mittel und Weg, die relativ günstig sind und Sonderangebote beim Lidl, Norma etc. sind unschlagbar.

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