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Leben und arbeiten in Kaliningrad

Mo, 12 Nov 2018 Wirtschaft & Finanzen


Leben und arbeiten in Kaliningrad

Kaliningrad – eine Stadt wie „Du und Ich“ – mit anderen Worten: Es lebt und arbeitet sich in dieser Stadt, wie in vielen anderen Städten dieser Welt. Kaliningrad ist keine ideale Stadt – aber die Verantwortlichen arbeiten daran. In regelmäßigen Abständen informieren wir über das tägliche Leben, Preise und deren Entwicklung, den Servicebereich und all das, was Sie wissen sollten, wenn Sie sich in Kaliningrad aufhalten.

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   Kommentare ( 2 )

boromeus Veröffentlicht: 12. November 2018 12:02:51

Hallo Herr Niemeier,danke für diesen hervorragenden Beitrag.Was mir auffällt ist,dass die Immobilienpreise irgendwie nicht zu den Lebenshaltungkosten passen.Wenn Sie sagen,dass man etwa mit 300 Euro/ 22500 Rubel nach heutigem Stand klarkommt,eine Ein-Zimmer-Wohnung um die 12.000 Rubel zzgl Kommunalabgabe kostet ;ein Rentner durchschnittlich um die 13.000-14000 Ru pro Monat dann stellt sich für mich die Frage,wie machen diese Leute dass ?Rechnen wir Essen und Wohnung zusammen + etwa 2500 Rubel für Strom und Wasser,Telefon, dann sind wir schon bei 37000 Ru.Das heisst ,ein Rentner ist in Russland ein Sozialfall,der kann sich zwar eine eigene Wohnung leisten,muss aber dann darben.Selbst Spitzenverdiener wie Marktler, sind mit bis zu 140.000 Ru, noch keine "oberen Zehntausend".
Wenn ich durch die Kaufhäuser gehe und mir die Auslagen ansehe,welch europäischer Chick dort feilgeboten wird,dann ist das wohl eher was für "besser Betuchte",als für Igor-Normalno.Irgendwie passt das nicht zusammen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 12. November 2018 13:37:35

... die Mehrzahl der Russen verfügt über eine Eigentumswohnung und braucht somit keine Miete zu zahlen.

... viele Russen haben ein zweites Arbeitsverhältnis.

... viele Russen, insbesondere die ältere Generation, haben eine Datsche und sind zu Obst und Gemüse nicht nur Selbstversorger, sondern verdienen sich mit dem Verkauf auch noch ein paar Rubel

... über 30 Prozent der Rentner arbeiten auch nach Renteneintrittsalter weiter

Die von mir genannten 300 Euro Lebenshaltungskosten beinhalten, so wie im Beitrag geschildert, nicht die Miete, Telefon, Tanken - sondern sind reine lebenserhaltende Kosten, also Essen und Trinken und die Wohnnebenkosten (Wasser, Strom, Gas).

Georg Veröffentlicht: 12. November 2018 13:46:11

Ein sehr guter und umfangreicher Beitrag, aber es gibt wirklich auch viele Leute die leider nicht über 300 Euro im Monat verfügen. Eine gute Freundin meiner Frau arbeitet volltags in einem Hotel und wird mit kärglichen 14000 Rubel entlohnt. Sie kann nur überleben durch die Unterstützung der Eltern, die ihr eine Eigentumswohnung stellen und selbst nur auf einer Datscha wohnen. Der Vater war beim Militär und bekommt eine Rente von 45000 Rubel.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 12. November 2018 14:08:38

... wenn in Russland alle über das Geld verfügen würden, um problem- und sorglos leben zu können, wäre der perfekte Kommunismus erreicht und Russland das Paradies auf Erden. Da es aber nirgendwo auf dieser Welt den perfekten (wenn denn überhaupt) Kommunismus gibt, gibt es Bettler, sehr Arme, Arme, Normale, Reiche, sehr Reiche und Superreiche. Somit ist Russland (um mich mal selber zu zitieren) ein Land wie Du und Ich.

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