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Lettland hofft auf Wiederaufnahme des Fischexports nach Russland

Di, 21 Jul 2015 Wirtschaft & Finanzen


Lettland hofft auf Wiederaufnahme des Fischexports nach Russland

Lettland hat seine Lieferbereitschaft für Fischprodukte nach Russland erklärt. Alle beanstandeten Mängel seitens der russischen Verbraucherschutzbehörde sind beseitigt worden.

Alle inspizierten lettischen Hersteller von Fischprodukten, bei denen Beanstandungen zur Qualität festgestellt worden sind, haben die Mängel beseitigt und sind bereit, ihre Warenlieferungen nach Russland wieder aufzunehmen. Dies erklärte der zuständige Lebensmittel- und Veterinärdienst Lettlands.

Nach Vorstellungen der lettischen Behörden könnten die Lieferungen nach Russlands im Verlaufe eines Monats wieder aufgenommen werden. Aber die bürokratischen Prozesse werden sich wohl noch einige Monate hinziehen. Jetzt werden im Verlaufe von zwei Monaten durch Lettland alle notwendigen Dokumente erarbeitet und den russischen Behörden übermittelt. Wann die russischen Behörden Zeit und Gelegenheit haben, sich mit diesen Dokumenten zu befassen, können die lettischen Behörden nicht einschätzen.

Das Importverbot für Fischerzeugnisse aus Lettland und Estland wurde durch russische Behörden Anfang Juni verhängt. Gegenwärtig werden in Russland vielfältige Anstrengungen unternommen, sich auch auf diesem Gebiet unabhängig von Importen zu machen. Das Kaliningrader Gebiet soll zukünftig bei der Versorgung ganz Russlands mit Fischkonserven eine zentrale Rolle spielen.

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Lettland, Sanktionen

   Kommentare ( 2 )

Regul Veröffentlicht: 21. Juli 2015 11:14:58

Sehr geehrter Herr Niemeier,

das sieht den Balten und auch allen anderen europäischen Ländern ähnlich. Zuerst vehement auf die Sanktionen pochen, dann merken, dass man ohne die Exporte nach Russland am eigenen Ast sägt und nun völlig schamlos versuchen die Exporte trotz Sanktionen irgendwie wieder in Gang zu bringen. Denn nur dann würden die Sanktionen auch wirklich Wirkung zeigen.

Ich denke Russland ist auf einem positiven Weg, wenn es weiter darauf bestrebt ist so viele Waren wie möglich selbst zu erzeugen oder sich politisch stabilere Partner, vorzugsweise bei den BRICS-Staaten, zu suchen. Spätestens wenn TTIP durch das europäische Parlament geprügelt wurde, werden die Sanktionen sowieso aufgehoben...schon alleine um den Leuten vorzugaukeln, wie positiv die Entwicklung dadurch wird.

Gute Zeit!

ru-moto Veröffentlicht: 21. Juli 2015 18:53:54

"...das sieht den Balten und auch allen anderen europäischen Ländern ähnlich..."

Nicht ALLE europäischen Länder sind gleich. Da sollte man schon defferenzieren:

Bei einem zweitägigen EU-Gipfel wurde die vorzeitige Verlängerung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland, die im Juli ablaufen, erörtert. Bereits im Vorfeld wurde bekannt, dass ein Viertel der EU-Mitgliedsstaaten einen Sanktionskrieg gegen Moskau ablehnt, schrieb die „Rossijskaja Gaseta“.

Russland-Streit in EU: „Immer mehr Gegner schärferer Sanktionen“

Italien und Zypern, deren Staats- und Regierungschefs vor kurzem in Moskau zu Besuch waren, aber auch Spanien, Österreich, Ungarn und die Slowakei sind nach Angaben der Agentur Bloomberg gegen neue Sanktionen gegen Russland. Gegen Sanktionen ist auch Griechenland, wo die Landwirte unter den Gegenmaßnahmen Moskaus am schwersten leiden.

Eine Fortsetzung des Sanktionskrieges gegen Moskau wird auch von Finnland, Bulgarien, Portugal, Frankreich und Malta nicht besonders gewünscht.

Die härteste Position gegenüber Russland unter den EU-Ländern vertreten Großbritannien, Schweden, Polen und die baltischen Staaten, die sich jedoch in der Unterzahl befinden. Luxemburg, die Niederlande, Belgien, Irland, Dänemark, Slowenien und Kroatien verhalten sich neutral.

Eine besondere Haltung nimmt Deutschland ein. Bundeskanzlerin Angela Merkel appellierte an die anderen europäischen Staaten, sich an die bisherige gemeinsame Position in der Ukraine-Krise zu halten. "Wir können diese Sanktionen nicht aufheben,...".

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