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Made in Sowjetunion – Wenig Bekanntes über Eisenbahnprojekte

So, 02 Apr 2017 Wirtschaft & Finanzen


Made in Sowjetunion – Wenig Bekanntes über Eisenbahnprojekte

Viele Geheimnisse, wirkliche und vermeintliche, existieren noch über die Sowjetunion. Einige Dinge sind einfach nicht bekannt, weil man glaubt, dass sie uninteressant oder selbstverständlich sind. Wir suchen diese wenig bekannten sowjetischen Dinge und informieren Sie an dieser Stelle.

Die Sowjetunion war nicht nur zum Thema „Kosmos“ eine weltweit führende Nation. Eine Reihe sowjetischer Spezialisten ist mit den Füßen auf dem Boden geblieben und hat sich auch um den rein irdischen Fortschritt – in diesem Fall den auf Rädern und Gleisen gekümmert.

Wir stellen Ihnen einen sowjetischen Zug vor, der zu seiner Zeit aus dem Reich des Utopischen zu kommen schien, als ein Zug aus der Zukunft. Aber es war ein Zug in die Zukunft. Leider hat er die Zukunft nicht erreicht.

Versuchen Sie sich die Menschen vorzustellen, die diesen rasenden, ja eigentlich für seine damalige Zeit fliegenden Zug sahen und bisher nur Dampflokomotiven gesehen hatten. Was mag in der Psyche dieser Menschen vor sich gegangen sein?

Jetzt steht dieser Zug vergessen irgendwo in dem großen Land und verrostet auf verrostenden Schienenstücken.

Aber im Jahre 1970 raste er in glänzenden Farben über ein intaktes Schienennetz mit einer Geschwindigkeit von rund 200 km/h.

Gebaut wurde der Superzug vom Kalininer Waggonbauwerk.

Auf dem Dach des Zuges waren zwei Flugzeugturbinen befestigt, die normalerweise das Flugzeug „Jak-40“ in die Luft bringen sollten. Diese beiden Turbinen schufen die Voraussetzung für Beschleunigung und Geschwindigkeit. Das Gewicht dieser beiden Turbinen betrug ungefähr eine Tonne und entwickelte einen maximalen Antrieb von 3.000 kgf (kgF).

Auch heute dürfte dieser Kraftprotz auf Gleisen noch Staunen hervorrufen, wenn er denn noch rasen würde.

Geführt wurde der Zug in der Kabine des „Maschinisten“. Der Führerstand glich natürlich dem, den man aus Flugzeugen kennt. Leider sind davon keine Fotos erhalten.

Real hat dieser Zug niemals Passagiere befördert. Er wurde nur getestet. Nach der Testphase wurde der Zug auf dem Firmengelände des Waggonbauwerkes in der Nähe der Bahnstation „Doroschicha“ abgestellt.

Das Vorderteil, der Führerstand des Zuges, fand wenigstens noch Verwendung als Denkmal für die Leistungsfähigkeit der sowjetischen Ingenieure.

Uwe Niemeier

Unter Verwendung von 

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   Kommentare ( 2 )

Werner Werner Rudolf Veröffentlicht: 2. April 2017 14:00:21

und genau so ein Beispiel ist es was zeigt das die Überheblichkeit des Westens - wir sind die besten und der Russe ist nur Hinterwädler - den Westen früher oder später das Genick brechen wird, wenn nicht endlich die Menschen ihren Verstand einschalten und die Hörigkeit ablegen. Es mag im heutigen Russland nicht alles perfekt laufen, aber aus meiner persönlichen Sicht besser als im Westen.
Natürlich würde ich jetzt auf einschlägigen Seiten um die Ohren geknallt kriegen da zieh doch nach Russland, würde ich ja leider habe ich ein Verständigungsproplem

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. April 2017 14:55:44

... Probleme und Schwierigkeiten existieren, damit man sie löst. Aber natürlich ist das Erlernen einer Sprache mit zunehmendem Alter auch zunehmend schwerer. Ich würde heute auch nicht mehr Englisch lernen wollen.

Frank Werner Veröffentlicht: 2. April 2017 16:15:33

@Werner Rudolf
Ich kann nicht nachvollziehen, was Ihr Kommentar mit dem obigen Artikel zu tun hat. Aber in dem Fall kann man sagen, dass das kein Neuland war, welches die Kontrukteure betreten haben.
--
1931 - Schienenzeppelin - Antrieb mit Flugzeugpropeller - Spitze 230 Km/h
1965 - Aérotrain (Frankreich), mit Strahltriebwerken angetriebene
Einschienen-Luftkissenschwebebahn - Spitze 411 Km/h, später 430 Km/h
1966 - M-497 (Black Beetle) der New York Central Railways (N.Y.C.) - Düsentriebwerk -
Spitze 296 Km/h
eines der Bilder oben ist übrigends der Black Beetle, nicht der sowjetische SVL.

Die praktische Erprobung des Black Beetle zeigten die Probleme der Praxis, welche höchstwahrscheinlich auch dann zur Einstellung des sowjetischen Projektes führten.

Traurig ist natürlich, dass die Reste verrotten und nicht im Museum (z.B. im sehr interessanten Eisenbahnmuseum St. Petersburg) stehen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. April 2017 16:38:38

... da spricht ganz klar der Techniker ...

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