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Niemand arbeitet, aber man erhält Subventionen

Fr, 01 Aug 2014 Wirtschaft & Finanzen


Niemand arbeitet, aber man erhält Subventionen

Vierzehn Prozent aller Firmen, die in Kaliningrad staatliche Subventionen erhalten, haben keinen Mitarbeiter.

Im Kaliningrader Gebiet erhalten 36 Firmen staatliche Subventionen. In fünf dieser Firmen gibt es keine Mitarbeiter, in sieben Firmen ist das Gehalt niedriger als das staatlich festgelegte Existenzminimum und weitere sieben Firmen zahlen ein Gehalt von 10.000 Rubel (212 Euro) oder weniger. Mit diesen Zahlen wartete die Leiterin der Kaliningrader Steuerverwaltung Irina Sorokina auf.

Es wurde informiert, dass 14 Firmen Subventionen im Umfang von 217 Mio. Rubel (4,6 Mio. Euro) erhalten haben und an Lohnsteuern nur 4,8 Mio. Rubel (102.000 Euro) an die Steuerbehörden überwiesen haben. Sieben Firmen gehören der Agrarholding von A. Dolgow.

Wie die Steuerverwaltung weiter informierte, wurden die Subventionen für die Modernisierung der Hühnerfabrik in Gurewsk bezahlt. Die Gehälter in dieser Fabrik liegen aber unterhalb des Existenzminimums.

Der Gouverneur stellte somit zu Recht die Frage, wie es denn sein kann, dass die Firma staatliche Subventionen erhält und dort eigentlich niemand arbeitet – und diese Frage war an den Kaliningrader Landwirtschaftsminister gerichtet.

„Wir zahlen Subventionen auf der Grundlage von Abrechnungen, welche wir aus statistischen Quellen erhalten. Wir berücksichtigen keine steuerlichen Aspekte sondern die naturalwirtschaftlichen Ergebnisse“, so der Regionalminister für Landwirtschaft.

Der Gouverneur, wie immer nicht auf den Mund gefallen, fragt: „Und wer melkt dort die Kühe?“

„Wir verstehen schon, dass so niedrige Gehälter und das Fehlen von Mitarbeitern Indikatoren für eine Schattenwirtschaft ist … „, versuchte sich der Landwirtschaftsminister zu rechtfertigen.

Und wieder konterte der Gouverneur: „Ich verstehe also richtig, dass sie Steuerverbrechen finanzieren?“

Der Gouverneur gab die Anweisung Möglichkeiten der Auszahlung von Subventionen zu prüfen, die die Fakten von Steuerbetrug berücksichtigen. Bis es dieses neue System nicht gibt, werden keinerlei Subventionen mehr aus dem Gebietshaushalt ausbezahlt.

Quelle: http://rugrad.eu/news/697413/

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Landwirtschaft

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