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Offshore-Zone – Kaliningrad hofft auf Rolle als russisches Finanzzentrum

Do, 21 Jun 2018 Wirtschaft & Finanzen


Offshore-Zone – Kaliningrad hofft auf Rolle als russisches Finanzzentrum

Die Pläne, aus Kaliningrad ein russisches Finanzzentrum zu machen und noch im Sommer mit dem Aufbau der Offshore-Zone zu beginnen, werden immer realer. Zum Glück gibt es auch Stimmen, die vor übertriebenen Erwartungen warnen.

Der Kaliningrader Vizegouverneur Alexander Schenderjuk-Schidkow informierte, dass die neue Offshore-Zone in Kaliningrad, bereits im Juli anfangen könnte, real zu funktionieren. Standort wird mit großer Wahrscheinlichkeit die sogenannte „Oktober-Insel“, Standort des neuen Fußball-Stadions, sein.

Der Gesetzentwurf wird gegenwärtig intensiv in den föderalen Strukturen beraten, so auch in der Staatsduma. Am 5. Juli finden die Beratungen in den zuständigen Ausschüssen der Duma statt.

Im Zusammenhang mit der Einrichtung der Offshore-Zone in Kaliningrad, erwarten die Regionalverantwortlichen einen neuen Schub für den Arbeitsmarkt. Insbesondere Arbeitnehmer aus der Finanz- und Buchhalterbranche werden wohl schnell zu gefragten Personen werden. Aber auch Juristen werden kein Problem haben, in der Offshore-Zone ein neues Betätigungsfeld zu finden.

Im weiteren wird es zu einer regen Bautätigkeit auf der Insel kommen, die schon in Hinsicht auf eine weitere kommerzielle Verwertung, im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft und des Baus des Stadions, entsprechend vorbereitet wurde.

Die neue Offshore-Zone in Kaliningrad ist in erster Linie vorgesehen für Firmen, die ihr Kapital im Ausland platziert haben und nun vor dem Fakt stehen, dass sie von den Sanktionen westlicher Staaten betroffen sein könnten, Gelder verloren gehen oder doch zumindest zeitweilig eingefroren werden.

Der Gesetzentwurf sieht eine Steuerbefreiung auf Dividenden für internationale Holdings vor. Weiterhin wird es in der Kaliningrader Offshore-Zone keine Valutakontrolle geben.

Das Informationsportal „rugrad.eu“ kommentiert, dass die Offshore-Zone für Kaliningrad selbst keine Möglichkeit vorsieht, Einnahmen für den Gebietshaushalt oder den Stadtsäckel zu erhalten. Einzige Einnahmemöglichkeiten sind die Kosten, die die Firmen zu zahlen haben, wenn sie sich registrieren. Hier handelt es sich aber nur um Verwaltungsgebühren.

Weiterhin wird kommentiert, dass eine Registrierung von Firmen in der Kaliningrader Offshore-Zone nicht bedeutet, dass auch die Firma real hier ihre Tätigkeit auszuüben hat. In Kaliningrad werden nur Führungselemente platziert. Wie diese Führung erfolgt, wird nicht geregelt. Die Führung kann sowohl personell mit verantwortlichen Mitarbeitern erfolgen, oder aber durch elektronische Möglichkeiten.

Wie der Kaliningrader Vizegouverneur kommentierte, solle man sich nicht Illusionen hingeben, dass alle in Kaliningrad verdienten Dividenden auch in Kaliningrad bleiben und hier angelegt oder ausgegeben werden. Der Effekt für Kaliningrad besteht darin, dass jede Firma, die sich hier registrieren lässt, in irgendeiner Form Arbeitsplätze schafft und weitere Spezialisten von irgendwoher nach Kaliningrad übersiedeln. Das bringt Umsätze in vielen Bereichen.

Uwe Niemeier

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