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Oi, gestern war er noch nicht da

Do, 31 Mai 2018 Wirtschaft & Finanzen


Oi, gestern war er noch nicht da

Erstaunt zeigten sich die Beamten aus der Stadtverwaltung Svetlogorsk, als sie am Mittwoch den Vizegouverneur Harry Goldmann bei einer Inspektion begleiten durften und dieser einen Privatstrand am sonnigen Ostseeufer entdeckte.

Da spazierten die Beamten so durch Svetlogorsk und plötzlich bemerkte der Vizegouverneur Harry Goldmann ein Hinweisschild: „Privatstrand. Besuch ist kostenpflichtig.“ Und man stellte fest, dass dieser „Privatstrand“ nur über das Hotel „Grand-Palas“ zu erreichen ist. Mit anderen Worten, das „Grand-Palas“ hat einen Teil des föderalen Eigentums privatisiert – wie zu besten Zeiten in den 90er Jahren.

„Oi, gestern war der noch nicht da“, - reagierten sofort die örtlichen Beamten, die den Vizegouverneur begleiteten.

Goldman kommentierte, dass man sich glücklich schätzen könne, denn dies ist wohl der erste Privatstrand überhaupt in Russland. Allerdings wird das Glück nicht lange anhalten. Alle Strände sind föderales Eigentum und nach seinem Kenntnisstand hat Russland nicht die Absicht, das zu ändern. Somit wird das „Hotel-Palas“ sich wohl nicht sehr lange an diesem privatisierten Strand erfreuen können: „Gott gab´s, Putin nahm´s“ könnte man vielleicht formulieren.

Goldmann informierte, dass eigentlich allen bekannt sein müsste, dass sämtliche Strände in Russland öffentlich sind. Niemand hat das Recht für die Nutzung auch noch Geld zu verlangen.

Der Vizegouverneur hatte es noch nicht bis zu seinem Auto geschafft, um die Rückreise nach Kaliningrad anzutreten, da wurde bereits mit dem Abriss des Privatstrandes begonnen.

Uwe Niemeier

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   Kommentare ( 1 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 31. Mai 2018 13:14:01

Frechheit siegt eben nicht immer. Aber wäre doch wirklich interessant zu erfahren, wer dem Hotel den Strand "verkauft" hat. Oder war das ein "einträglicher" Einfall der Hoteldirektion?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 31. Mai 2018 13:31:57

... so wie ich schon schrieb: "wie in den besten 90er Jahren". Man eignet sich einfach etwas an, was einem gefällt. Und wenn niemand was sagt, ist das Ganze also genehmigt ... so einfach ist das ... äh, war das.

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