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Origineller Vorschlag der Kaliningrader Staatsanwaltschaft

Fr, 29 Jun 2018 Wirtschaft & Finanzen


Origineller Vorschlag der Kaliningrader Staatsanwaltschaft

Die Kaliningrader Staatsanwaltschaft bietet an, Exkursionen durch Kaliningrader Strafvollzugsanstalten zu organisieren. Die Exkursionen sind sachbezogen und kostenlos.

Über dieses Angebot informierte der Ombudsmann der Kaliningrader Unternehmer. Der stellvertretende Gebietsstaatsanwalt Pawel Beljakow hat sich mit einem entsprechenden Vorschlag an das regionale Ministerium für Industrie gewandt und darum gebeten, Hilfe bei der Organisation derartiger Exkursionen zu leisten. Teilnehmer sollen Vertreter der regionalen Unternehmen sein.

Wer nach diesen einleitenden Worten glaubt, dass es sich um eine prophylaktische Maßnahme für Unternehmer handelt, deren Gesetzestreue angezweifelt wird, irrt allerdings. Es geht darum, dass bisher nur 30 Prozent aller Insassen Kaliningrader Strafvollzugsanstalten wirtschaftlich tätig sind. Man will den Unternehmern Möglichkeiten zeigen, wie diese mit Hilfe von Strafgefangenen ihre unternehmerischen Aktivitäten erweitern können und welche produktiven Möglichkeiten es überhaupt gibt.

Wie der Ombudsmann der Kaliningrader Unternehmer Georgi Dychanow kommentierte, bestehen die größten Befürchtungen der Kaliningrader Unternehmer darin, dass die von ihnen zur Verfügung gestellte Ausrüstung und das Produktionsmaterial durch Strafgefangene zerstört oder beschädigt werden könnte. Weiterhin hat man Zweifel an der Qualität der Erzeugnisse, die durch Strafgefangene hergestellt werden. Weiterhin sind die äußerst strengen Regeln des Betretens und Verlassens der Strafvollzugsanstalten ein ernsthaftes Hindernis für die Organisation von Produktionsprozessen. Sollte es den Strafvollzugsbehörden gelingen, alle diese Sorgen zu zerstreuen, so steht einer engen Zusammenarbeit nicht im Wege – so der Ombudsman.

Uwe Niemeier

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