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Putin hat eine gute und eine sehr gute Nachricht für in- und ausländische Steuerzahler

Do, 30 Mai 2019 Wirtschaft & Finanzen


Putin hat eine gute und eine sehr gute Nachricht für in- und ausländische Steuerzahler
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

In der russischen Gesellschaft kursieren immer Gerüchte – insbesondere beliebt sind Gerüchte mit negativem Hintergrund. Und immer wieder geht es auch um Gerüchte, die die Volksseele besonders schnell zur Wallung bringen: die lieben Steuern. Nun musste Putin die Gerüchte-Fans enttäuschen: es gibt keine Steuererhöhungen.

Es geht um die Lohnsteuer, die einheitlich in Russland für die russischen Staatsbürger oder besser, für Steuerresidenten, wozu auch Ausländer gehören können, 13 Prozent beträgt. Es gibt keine progressive Besteuerung, ähnlich wie in Deutschland und daran wird sich in den kommenden sechs Jahren auch nichts ändern.

Das ist die erste gute Nachricht, die die Steuerresidenten in Russland sicherlich erfreuen wird.

Dann hat der russische Präsident aber noch spezielle sehr gute Nachrichten für Ausländer, die in Russland arbeiten. Sind diese keine Residenten der Russischen Föderation, so werden diese mit 30 Prozent Einkommenssteuer belastet. Das ist zwar im Vergleich zur deutschen Steuergesetzgebung immer noch recht wenig, aber Putin meint, es ist zuviel und lässt über den Vizepremier und Finanzminister der russischen Regierung Anton Siluanow verbreiten, dass man daran arbeite, die Steuern für Ausländer ebenfalls auf 13 Prozent zu senken.

Anfang des Jahres 2019 wurde in Russland die Mehrwertsteuer von 18 auf 20 Prozent erhöht. Das lässt die Einnahmen in den russischen Staatshaushalt richtig schön sprudeln – berechnet wurden bisher 600 Milliarden Rubel im Jahr. Weitere Belastungen will und kann man der Bevölkerung nicht zumuten und sie sind auch nicht nötig – wird kommentiert.

Wann die Steuersenkung für Ausländer in Kraft tritt und ob diese Steuersenkung eventuell auch die Steuer betrifft, die beim Verkauf von Immobilien durch Ausländer anfällt und die auch 30 Prozent beträgt, ist den bisherigen Meldungen nicht zu entnehmen.

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   Kommentare ( 3 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 31. Mai 2019 02:01:34

Da höre ich schon von ferne die deutschen "Qualitätsmedien", wie sie von Steuerparadies RF, von Angriff auf die Wirtschaft der EU, ja der Weltwirtschaft immer nach der gleichen Melodie wie vorher bei den anderen, aber nun eben mit dem geringfügig veränderten Text einüben, daß die RF die EU zerstören will mittels Briefkastenfirmen usw. Panama und Irland und Niederlande und Deutschland sind da ja die reinsten Weisenkinder dagegen.
Und den Leuten wird bei diesen Berichten wieder der kalte Schauder über den Rücken laufen. Schon wieder die Russen!
Das ist auch gut so. Man muß doch auch diese Qualitätsmedien loben, habt ihr erfolgreich zu Ende gebracht, daß sich die Leute nur noch die aktuelle, aber Große Überschrift in der Zeitung BLÖD merken können. Eine reife züchterische Leistung, diese Denkverkürzung.
Aber bei 13 Prozent könnte es passieren, daß hie und da Erinnerungen wach werden, das gab es schon mal, weniger Steuern und mehr Einkommen. Wie war denn das noch?

Frank Werner Veröffentlicht: 31. Mai 2019 12:24:43

@Radeberger
Merkwürdig. Habe von dem Steuerparadies im Sinne von Paradies und RU noch nichts vernommen, außer bei speziellen Nasen wie einem gewissen versoffenen Obelix-Darsteller. Auch Briefkastenfirmen in RU machen für jemanden in der EU keinerlei Sinn. Und die Zeitung mit den großen Buchstaben ist für Leute, welche gerne sehr einfache Erklärungen für sehr komplexe Zusammenhänge haben wollen. Leider wollen das zu viele. Dazu wird man nicht gezwungen. Das ist eine (dumme) freie Entscheidung. Und natürlich kann man über die 13 % philosophieren - aber auch das ist verkürzt. Bitte Leistung und Gegenleistung vergleichen. Aber ich vergaß - Deutschland steht ja am Abgrund und es geht uns ja allen sooooo schlecht. Also auf ins russische (Steuer-) Paradies ...

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 31. Mai 2019 20:04:31

Dann erklären Sie mir doch bitte mal, Herr Werner, wo dann im eigentlich nicht so reichen Irland oder gar in Panama die von Ihnen genannten Gegenleistungen sein sollen. Was hat ein Briefkasten mit einer Ltd.-Anmeldung in Panama mit einer Gegenleistung zu tun, wenn man dort nur seine nicht angemeldeten Gewinne irgendwie verschwinden lassen kann. Nur so mal als eine Variante. Sie kennen die anderen auch. Die muß ich hier nicht alle aufzählen.
Wenn man den Artikel richtig liest, dann ist doch davon Rede, daß die Steuerherabsetzung für Unternehmen kommen SOLL. wieso tun Sie so, als ob das schon gängige aber abstruse Praxis wäre.
Ich meinte nur, in Kenntnis der deutschen "Qualitätsmedien", daß diese auf solche Meldungen springen werden, wenn es spruchreif wird, wie der Fink auf die Leimrute. Nur daß die Melodie viel häßlicher sein wird.

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