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Russische Banken werden nachdenklich

Fr, 28 Nov 2014 Wirtschaft & Finanzen


Russische Banken werden nachdenklich

Die russische Zentralbank hat festgestellt, dass viele russische Banken sehr schnell die neue Politik des Megaregulators erkannt haben und keine riskanten Finanzgeschäfte mehr durchführen.

Die Anzahl der Banken, welche sogenannte „zweifelhafte Finanzoperationen“ durchführen, hat sich in Russland im dritten Quartal auf 14 Banken verringert. Darüber informierte die energische Chefin der Zentralbank Elvira Nabiullina am 26. November im Föderationsrat.

Mitte 2013, also zu einem Zeitpunkt als sie ihre neue Funktion antrat, waren auf der „Liste“ noch 176 Banken, die verdächtigt wurden, hochriskante Finanzgeschäfte durchzuführen.

Während der Sitzung des Föderationsrates legte die Leiterin des russischen Megaregulators Rechenschaft über die bisher durchgeführte Säuberung des russischen Bankensektors ab.

Mitte 2013 beschäftigen sich 176 Banken (von rund tausend in Russland vorhandenen Banken) mit zweifelhaften Finanzgeschäften. Ab diesem Zeitpunkt begann auch die aktive Bankendisziplinierung und der Entzug von Lizenzen. Im ersten Quartal des laufenden Jahres gab es noch 128 Finanzinstitute, die sich mit zweifelhaften Finanzoperationen beschäftigten. Im zweiten Quartal 2014 verringerte sich die Zahl schon auf nur noch 24 Banken und im dritten Quartal verblieben noch 14 Banken, die die Zentralbank als „unsolide“ einstuft.

„Diese Banken befinden sich in der Risikozone. Wir werden sie beobachten und gehen davon aus, dass sie die zweifelhaften Finanzoperationen einstellen“, - so Elvira Nabiullina.

Nach den Worten der Zentralbank-Chefin ist die Politik der Nationalbank darauf gerichtet, den russischen Bankensektor von den Kunden zu befreien, die solche zweifelhaften Finanzoperationen veranlassen und die Banken zu schließen, die bereit sind, solchen Kunden zu helfen.

Die Banken selber sind erstaunt über die Informationen und haben Zweifel, dass es gegenwärtig nur 14 Banken geben soll, die gegen die Festlegungen der russischen Gesetzgebung verstoßen. Die Banken in der Gruppe TOP-100 und TOP-50 gaben aber zu, dass es wesentlich schwieriger und auch erheblich teurer geworden ist, zweifelhafte Finanzoperationen durchzuführen.

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