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Russische Bankendisziplinierung setzt sich 2014 fort

Mo, 13 Jan 2014 Wirtschaft & Finanzen


Russische Bankendisziplinierung setzt sich 2014 fort

Die im Jahre 2013 begonnene Bankendisziplinierung durch die russische Zentralbank, wird sich auch im Jahre 2014 fortsetzen. Dies ist die Meinung vieler Bankexperten aus Russland.

Auch im Jahre 2014 wird die russische Zentralbank aktiv Lizenzen von Banken einziehen und die Sanierung von Banken veranlassen. Experten sprechen von mehreren Dutzend Banken. Kleinere Banken werden weiterhin Probleme mit der Liquidität haben und die staatlichen Banken werden Nutznießer dieses Disziplinierungsprozesses sein, denn ein Großteil der verunsicherten Bevölkerung flüchtet nun unter den Schutzschirm der staatlichen Systembanken.

Diese werden natürlich das langsam wachsende „natürliche Monopol“ nutzen und die Zinsen für Bankanlagen weiter senken. Die staatlichen oder dem Staat nahestehenden Banken haben schon jetzt vergleichsweise niedrige Zinsen, werden aber die Situation weiter für sich nutzen. Dies wird aber, wenn man von einer Moral im Bankengeschäft sprechen kann, auch dazu führen, dass die Zinsen für Kreditnehmer fallen müssen.

Der jetzige Zustand auf dem Bankensektor ist gekennzeichnet durch Angst und Verunsicherung. Dies nicht nur im Verhältnis zwischen Bank und Anleger sondern auch im Verhältnis der Banken untereinander. Alleine im November 2013 erhöhten sich die Einlagen bei den Staatsbanken und dem Staat nahestehenden Banken um 198,7 Mrd. Rubel (4,4 Mrd. Euro) und bei Privatbanken verringerten sich die Einlagen um 75,5 Mrd. Rubel (1,7 Mrd. Euro). Somit ist klar, dass bei einem derartigen Zustrom von Finanzmitteln dies Auswirkungen auf die angebotene Verzinsung für die verschiedensten Anlageformen haben wird. Der Normalumfang der Anlagenerhöhungen beläuft sich im Durchschnitt der Jahre auf 20 Prozent über alle Banken. Durch die Bankendisziplinierung wird sich nun für die systemtragenden Banken dieser Prozentsatz wesentlich erhöhen.

Während Privatbanken im Dezember für Rubelanlagen noch bis zu 12 Prozent geboten haben, wurden durch einige systemtragende Banken noch 8,4 Prozent geboten. Eine eindeutige Tendenz, die im Valutabereich noch klarer (niedriger) wird. Hier bewegen wir uns fast auf westeuropäischem Niveau.

Anton Samjatin, leitender Mitarbeiter der Zentralbank, sieht einen Ausweg aus den sinkenden Zinsprozenten für Geldanlagen, aber auch für die Kreditaufnahme im Kauf von Immobilien. Entsprechende Tendenzen werden im Großraum Moskau bereits beobachtet.

Uwe Niemeier unter Verwendung von Material

Quelle: http://www.gazeta.ru/business/2013/12/26/5820877.shtml

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