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Russische Möbelbauer wollen sich ausländischer Konkurrenten entledigen

Mi, 20 Feb 2019 Wirtschaft & Finanzen


Russische Möbelbauer wollen sich ausländischer Konkurrenten entledigen
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Der Vorsitzende der Assoziation der russischen Möbelproduzenten hat sich in einem Schreiben an den russischen Vizepremier Alexej Gordejew gewandt und gebeten, ausländische Möbelhersteller mit Importbeschränkungen zu belegen.

Bereits jetzt gilt ein zweijähriges Moratorium, welches staatlichen Stellen verbietet, für den Eigenbedarf Möbel ausländischer Hersteller zu kaufen. Dieses Moratorium endet am 1. Dezember und die Möbelhersteller möchten eine weitere Verlängerung. Eine Ausnahme stellen Möbelhersteller der Eurasischen Wirtschaftsunion dar.

Das bisher geltende Moratorium brachte den Möbelherstellern einen Umsatzzuwachs mit den Staatsorganen um 15 Prozent. Allerdings hat sich der Import von Möbeln nicht verringert, sondern ist im Gegenteil noch um 15,9 Prozent gestiegen, da das Moratorium keine Importbeschränkungen an sich vorsieht und auch staatliche Firmen und Unternehmen von dem Verbot des Kaufs importierter Möbel nicht betroffen sind.

Um alle diese Faktoren zukünftig auszuschließen, bittet die Assoziation darum, die Sanktionen zu erweitern und auch den Import durch Firmen auszuschließen, die in irgendeiner Form staatliche Anteile haben. Man hofft damit auf einen Umsatz von bis zu 100 Milliarden Rubel.

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Sanktionen

   Kommentare ( 5 )

Frank Werner Veröffentlicht: 20. Februar 2019 19:13:24

Wie wäre es über Qualität, Service und Preis zu punkten - nur mal so eine Idee ...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 20. Februar 2019 19:27:35

... das ist das Merkwürdige und eines der Rätsel, die ich seit vielen Jahren nicht lösen kann. In Kaliningrad ist die Möbelindustrie sehr stark entwickelt. Sie produzieren erstklassige Sachen zu sehr günstigen Preisen in allen Varianten und Stilen. Ein Großteil der Produktion geht in den Export (u.a. nach Deutschland) ... Aber aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen, will der Russe anscheinend teuer kaufen und ausländisch kaufen ...

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 20. Februar 2019 21:12:32

"Wie wäre es über Qualität, Service und Preis zu punkten - nur mal so eine Idee ..."

Genau! Das war auch ein erster Gedanke von mir.
Der Vorsitzende der Assoziation der russischen Möbelproduzenten sollte sich eine richtige Arbeit suchen. Auf diesem Posten ist er eine echte Fehlbesetzung.

ru-moto Veröffentlicht: 21. Februar 2019 03:04:36

Selbstbestrafung durch Sanktionen anstatt einfach nur sehr gute Qualität zu produzieren. Geht's noch?

Georg Veröffentlicht: 21. Februar 2019 11:11:44

Tenor meiner Frau: Erstklassige Möbel zu einem günstigen Preis gibt es nicht in Kaliningrad und sind für Otto-Normalverbraucher unbezahlbar.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 21. Februar 2019 11:20:35

... das sehen einige zehntausend Kaliningrader etwas anders, die in den - jetzt schon recht gut organisierten - Supermarkt-Möbelmärkten einkaufen. Aber Sie haben das schon richtig anklingen lassen: es gibt viele subjektive Meinungen. Es gibt z.B. in Kaliningrad Medien (sie gehören zu meiner wichtigsten Lektüre), sie werden hier als "liberale Medien" bezeichnet. Dort findet man so gut wie kein gutes Wort über irgendetwas, was in Kaliningrad vor sich geht. Es darf nicht gut sein, was nicht gut sein darf. Es ist ähnlich wie die parlamentarische Opposition im Bundestag. Die Bundesregierung macht alles verkehrt, selbst wenn es richtig ist, ist es verkehrt - schon aus rein oppositionellen Erwägungen heraus.

ru-moto Veröffentlicht: 21. Februar 2019 20:19:43

Erstklassige Möbel zu einem Niedriggpreis gibt es grundsätzlich nirgendwo. Qualität hat immer ihren Preis, egal wo man kauft. Verschenkt wird nichts. Ein Möbelhaus "KOSTFASTNIX" bietet mit Preisknüllern daher entsprechend schlechte Qualität. In Kaliningrad geht es wohl darum, dass Möbel in hoher Qualität überhaupt angeboten werden und was der Konsument darunter versteht. Dazu bräuchte er aber Vergleichsmöglichkeiten und das Know-how eines Schreinermeisters. Bentley zum Lada-Preis spielt es nicht. "Billig/günstig" für westliche Verhältnisse, kann für Kaliningrader auch teuer sein und hat mit Qualität nichts zu tun.
Ich kaufte früher einen sehr schönen Bauernschrank namens "Teisendorf". Für den Zoll brauchte ich einen Ursprungsnachweis. Er stammte aus Rumänien, damals Osten. Die Qualtität überzeugte. Die Wertsteigerung bis nach Deutschland ist wieder eine andere Sache. Mit selber Qualität wäre er zum halben Preis im Osten noch sehr teuer gewesen. Für mich war er in D jedoch sehr günstig.

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