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Russischer Wirtschaftsminister denkt über Baustopp für Süd-Stream nach

Fr, 28 Nov 2014 Wirtschaft & Finanzen


Russischer Wirtschaftsminister denkt über Baustopp für Süd-Stream nach

Russland wird die Gasleitung „Süd-Stream“ nicht bauen, wenn in der Europäischen Union kein Bedarf an einer Senkung von Lieferrisiken, bedingt durch den Transfer über die Ukraine, besteht. Diese Meinung vertrat der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew.

Die Gasleitung „Süd-Stream“ ist eine Möglichkeit, die Transitrisiken für europäische Verbraucher zu senken, falls es zu Lieferausfällen im Rahmen des Gastransfers über das Territorium der Ukraine kommt. Wenn die Europäische Union der Meinung ist, dass es hier Risiken gibt und ein Bedarf an dieser unabhängigen Leitung gibt, so wird Russland diese neue Gasleitung bauen. Wenn eingeschätzt wird, dass man diese Leitung für Europa nicht benötigt, dann wird die Leitung eben nicht gebaut – so der Minister.

Der russische Minister betonte weiterhin, dass das Projekt gegenwärtig durch die Europäische Kommission blockiert wird und somit die Schuld für mögliche Lieferausfälle alleine durch die Europäische Union getragen werden muss.

Der geplante Bau einer Gasleitung nach China steht in keinerlei Zusammenhang mit dem Bau der Gasleitung „Süd-Stream“ und stört auch in keiner Weise bei der Erfüllung von Verpflichtungen die Russland gegenüber der Europäischen Union eingegangen ist.

Die Gasleitung „Süd-Stream“ hat eine Liefermöglichkeit von 63 Milliarden Kubikmeter und verläuft unter anderem auf dem Grund des Schwarzen Meeres und durch Länder Süd- und Zentraleuropas. Die Leitung könnte im Jahre 2015 in Funktion treten. Volle Liefermöglichkeiten erreicht wird im Jahre 2018.

Die Leitung läuft über Bulgarien, Serbien, Ungarn, Österreich, Italien und Slowenien. Auch Mazedonien möchte an diesem Projekt teilhaben. Die Europäische Union ist gegen den Bau dieser Leitung, weil sie nicht dem sogenannten „Dritten Energiepaket“ entspricht.

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