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Russisches Business greift Kaliningrad an

Mi, 25 Jun 2014 Wirtschaft & Finanzen


Russisches Business greift Kaliningrad an

Große Firmen und ganze Regionen aus dem „großen“ Russland führen einen Angriff gegen die Vergünstigungen der Kaliningrader Sonderwirtschaftszone. Diese Ansicht äußerte der Kaliningrader Gouverneur.

Anlass für diese Äußerung war ein Besuch bei örtlichen Produzenten in Kaliningrad und hierbei insbesondere die Situation um den Hersteller von Kassenkontrollstreifen. Zukanov kritisierte die föderalen Lobbyisten, deren Tätigkeit zum Nachteil der Kaliningrader Unternehmen führt.

Als Beispiel führte er die Kaliningrader Hersteller von Kassenkontrollstreifen an, denen im Jahre 2014 die Zollvergünstigungen im Rahmen der Sonderwirtschaftszone gestrichen wurden. Dies steht eindeutig im Zusammenhang mit dem Konkurrenzkampf der Firmen aus dem „großen“ Russland.

Diese Handlungsweisen sind für das russische Unternehmertum typisch. Es geht hier nicht nur um Kassenstreifen, sondern um einen Angriff föderaler Lobbyisten gegen die Sonderwirtschaftszone Kaliningrad. Der Gouverneur forderte dazu auf, diesen Angriffen Einhalt zu gebieten.

Der Gouverneur erklärte: „… Lobbyisten, das sind nicht nur Politiker. Politik-Lobbyisten haben wir starke, wie z.B. Schukow und Burykina (Kaliningrader Vertreter im Föderationsrat – Anm. UN). Lobbyisten sind vor allem Vertreter des Großunternehmertums, welche sich um den Verbrauchermarkt kümmern. Und hier wird nach dem Prinzip gehandelt: Im Krieg muss man handeln wie im Krieg.“

Der Kaliningrader Gouverneur plant die russische politische Führung zu bitten, das Kaliningrader Gebiet vor diesen Business-Lobbyisten zu schützen. Hierzu sollen die Kaliningrader Vertreter in der Staatsduma aktiv werden. Nach Ansicht des Gouverneurs ist es nicht normal, wenn es ein Gesetz gibt, welches durch alle zu erfüllen ist und welches dafür ausgelegt ist, das regionale Unternehmertum zu unterstützten und dieses Gesetz wird nicht umgesetzt.

Bereits zu einem früheren Zeitpunkt informierte der Gouverneur, dass es einen gewissen Druck auf Kaliningrader Erzeugnisse auf dem russischem Markt gibt. Die Regionen haben sich gegen das Kaliningrader Gebiet zusammengeschlossen. Es geht der Kampf um angeblich russische Produktion. Und man beschuldigt Kaliningrad, dass hier nur ein Minimum an Produktveredelung vorgenommen wird und keine Wertschöpfung im eigentlichen Sinne erfolgt. Und bedingt durch Zollvergünstigungen schafft Kaliningrad vielen Produzenten im „großen“ Russland Unannehmlichkeiten. Opfer der aggressiven Politik der russischen Unternehmer waren neben den Produzenten der Kassenkontrollstreifen auch die Hersteller von Dioden für Fernsehapparate, das Verbot der Lieferung von lebenden Ferkeln und von Palmöl.

Quelle: http://kgd.ru/news/item/36113-cukanov-federalnye-lobbisty-slishkom-uvleklis-borboj-s-kaliningradskoj-oblastyu

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