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Russland bekämpft nicht nur Terrorismus, sondern auch Kuhbrasse

Di, 10 Jul 2018 Wirtschaft & Finanzen


Russland bekämpft nicht nur Terrorismus, sondern auch Kuhbrasse

Die Behörden der Moskauer Region haben nicht nur dem Terrorismus den Kampf angesagt, sondern auch der Kuhbrasse, russisch auch „Borschewik“ genannt. Viel Geld wird für die Vernichtung bereitgestellt. Und die, die nicht vernichten wollen, müssen Strafe zahlen.

Der heutige Dienstag scheint der „Tag der russischen Datschenbesitzer“ zu sein, denn die russischen Medien widmen sich den täglichen Problemen der Datschenbesitzer intensiver als an anderen Tagen. Einerseits werden Meldungen korrigiert, die verbreitet hatten, dass ein Datschenbesitzer bestraft werden soll, wenn er Kartoffeln, Möhren und Kohl anpflanzt, andererseits werden Meldungen verbreitet, dass derjenige bestraft wird, der auf seinem Grundstück das Wachsen von Kuhbrasse zulässt.

Zum Glück gibt es diverse Übersetzungsprogramme im Internet, die das russische Wort „Borschewik“ korrekt in deutscher Sprache widergeben, denn als nicht landwirtschaftlich orientierter Neu-RusslandDeutscher könnte man meinen, es handelt sich beim „Borschewik“ um irgendeine Art von Rauschgift.

Obwohl, so ganz falsch ist dies nicht, denn diese Pflanze, die eine Höhe von bis zu drei Metern erreichen kann, soll bei Berührung Verbrennungen auf der menschlichen Haut verursachen. Bilder im Internet legen schon nahe, in was für einen Rauschzustand man geraten kann, nach einer derartigen Berührung.

Kurz und gut, die Pflanze ist gefährlich und somit drohen Datschenbesitzern eine Strafe bis zu einer Million Rubel, wenn sie es auf ihrem Grundstück zulassen, dass derartiges dort wächst. Die Strafen sind natürlich differenziert – so wie immer. Der kleine Datschenbesitzer Iwan Iwanowitsch Iwanow zahlt maximal 5.000 Rubel. Ist Iwan Iwanowitsch aber eine juristische Person (Firma) und Besitzer eines Datschengrundstücks, zahlt er eine Million Rubel.

Russland hat generell den Kampf gegen diese interessante Pflanze aufgenommen. Das Moskauer Gebiet hat aus seinem Haushalt in diesem Jahr 300 Mio. Rubel für die Vernichtung dieses Gewächses zur Verfügung gestellt. Gerade in der Blütezeit verbreitet die Pflanze auch noch intensive gefährliche Gerüche. Russland hat dieses Gewächs in den nationalen Katalog für gefährliche Gewächse aufgenommen.

Uwe Niemeier

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Landwirtschaft, Umwelt

   Kommentare ( 2 )

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 10. Juli 2018 10:44:20

@Kuhbrasse
Ist das die Pflanze, die bei uns Bärenklau genannt wird?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. Juli 2018 10:51:59

... ich habe keine Ahnung. Einfach mal "Kuhbrasse" bei Google eingeben. Da gibt es jede Menge Fotos von diesem Gewächs.

Herr Hoffmann Veröffentlicht: 10. Juli 2018 14:29:56

yep, scheint der hiesige Bärenklau zu sein.

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