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Russland hat seine Alternativlieferanten ausgewählt

Di, 12 Aug 2014 Wirtschaft & Finanzen


Russland hat seine Alternativlieferanten ausgewählt

Russland hat die Länder ausgewählt, mit welchen es zukünftig den Warenaustausch entwickeln möchte. Dies machte sich notwendig, um Lieferausfälle im Zusammenhang mit dem russischen Importverbot für Waren aus den Ländern auszugleichen, die gegen Russland Sanktionen verhängt hatten.

Die für Russland interessanten Länder für Ersatzlieferungen von Früchten und Gemüse sind Aserbaidschan, Usbekistan, Armenien, Tadschikistan und Kirgisien. Des Weiteren stehen für Lieferungen die Türkei, Iran und Serbien zur Verfügung. Länder mit besonders wichtigen Perspektiven für Warenlieferungen sind der Iran, Marokko und Ägypten. Diese Länder sind auch Abnehmer von russischen Waren, insbesondere Getreide und Pflanzenöle.

Der russische Landwirtschaftsminister informierte, dass auch Länder aus Lateinamerika ihren Wunsch geäußert hätten, Waren nach Russland zu liefern.

Den Ausfall von Fischlieferungen aus Norwegen will Russland durch Lieferungen aus dem eigenen Land kompensieren. Die Fischindustrie ist in Russland stark entwickelt und jetzt muss nur die Logistik organisiert werden, dass die einheimischen Einzelhändler mit dieser Produktion versorgt werden.

Der russische Landwirtschaftsminister ist davon überzeugt, dass die aktuelle Situation nicht zu einem Angebotsdefizit oder zu Warenverteuerungen führen wird. Allerdings wies er darauf hin, dass es vermutlich zu Problemen mit teuren Käsesorten Italien und Frankreich kommen wird, sowie bei Austern und Muscheln.

Am 7. August verhängte Russland ein Einfuhrverbot für eine Reihe von Waren aus dem Lebensmittelbereich. So wird Russland aus den Ländern der Europäischen Union, den USA, Australien, Kanada und Norwegen folgende Warengruppen nicht mehr importieren:

  • Rindfleisch,
  • Schweinefleisch,
  • Gemüse,
  • Früchte,
  • Hühnerfleisch,
  • Fisch,
  • Käse,
  • Milch,
  • Milchprodukte.

Nach Informationen des russischen Zolldienstes wurden im Jahre 2013 Waren aus den genannten Gruppen im Werte von 9,1 Mrd. USD nach Russland eingeführt. Auf die Länder der Europäischen Union entfällt hierbei ein Anteil von 6,5 Mrd. USD.

Quelle: http://lenta.ru/news/2014/08/09/food/

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Russland, Sanktionen

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