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Russland wird uninteressanter – meint Reuters

Do, 22 Nov 2018 Wirtschaft & Finanzen


Russland wird uninteressanter – meint Reuters
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

Die Agentur „Reuters“ informierte, dass man den Mitarbeiterstab in Russland stark verkürzen werde. Den Mitarbeitern wurde dies bereits vor einer Woche mitgeteilt.  

Begründet wurde diese Entscheidung mit einer Art Bestandsaufnahme der Reuters-Vertretungen weltweit. Dort, wo das Interesse der Leser und Käufer von Informationen nachlässt, werde man Personal abbauen. Und zu den Regionen mit nachlassendem allgemeinem Interesse gehört auch Russland.

Entlassen werden in erster Linie Übersetzer und technisches Personal. Wieviel Personal konkret entlassen wird, ist gegenwärtig noch nicht bekannt. Unbestätigte Informationen sprechen von bis zu 25 Prozent des Personals. Im Moskauer Büro von Reuters sollen bis zu 12 Mitarbeitern die Entlassung erhalten haben.

Entlassen wurden Korrespondenten, die nur drei, vier Mal im Jahr eine Nachricht in den internationalen Schlagzeilen platziert haben und deren Inhalt auf nur weniges Interesse stieß. Kritisch wird auch auf diejenigen Mitarbeiter geschaut, die aus dem Kreml und dem unmittelbaren Umfeld von Putin berichten. Geschrieben wird hier sehr viel, aber Exklusives gibt es überhaupt nicht.

Informationen über Reisen von Putin in die russischen Regionen, stoßen auf immer weniger Interesse. Gelesen werden nur Informationen über Putin im Zusammenhang mit internationalen Treffen.

Insgesamt sollen bei Reuters Russland und in den GUS-Staaten mehr als 300 Mitarbeiter tätig sein. Reuters ist eine der größten Informationsagenturen in der Welt.

Aufmerksame Beobachter der Nachrichtenszene werden es sicher bemerkt haben, dass wohl auch andere Informationsquellen, die über Russland berichten, über ein nachlassendes Interesse nachdenken müssen. In den Medien, die über Russland in deutscher Sprache berichten, egal, ob es sich um offizielle Medien, unabhängige Medien, Russland-Foren, Gruppen in Sozialnetzwerken handelt, bemerkt man das Bemühen, täglich über Russland zu berichten – allerdings sind die ausgewählten Nachrichten für die große Masse der Medienverbraucher wenig interessant. Auch die Kommentartätigkeit der Leser ist stark rückläufig.

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Massenmedien

   Kommentare ( 4 )

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 23. November 2018 01:12:05

machen Sie sich keine Sorgen, auch wenn ich wenig kommentiere ist doch mein Interesse nicht gesunken ;-!
Und Reuters? Wird durch RT und Sputnik (und andere) arbeitslos - und das ist gut so!

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 23. November 2018 07:50:26

... und was machen Sie, wenn wir das Portal zum Jahresende abschalten? Kommen Sie mit nach YouTube?

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 23. November 2018 11:18:49

@... und was machen Sie, wenn wir das Portal zum Jahresende abschalten? Kommen Sie mit nach YouTube?

Videos können Text nicht ersetzen. Ich ziehe einen kurzen Text einem langatmigen Video vor. Visuelle Vermittlung ist möglicherweise für Personen mit begrenzten Lesekenntnisen von Interesse. Reinschauen werde ich dennoch ;-)

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 23. November 2018 13:52:43

... der Trend geht Richtung Videoinformation - wenn man so will das neue Format des Fernsehens, welches häufig durch Nicht-Profi-Journalisten (Blogger) zusammengestellt wird. Im russischsprachigen YouTube-Segment gibt es sagenhafte Zugriffsquoten. Nehmen wir "Dudj", einen bekannten russischen TV-Journalisten (Sport). Der hat vor 1,5 Jahren einen You-Tube-Kanal gestartet. Dort interviewt er interessante Personen. Laufzeit des Videos 1-1,5 Std. Zugriffsquote am Tag: eine Million (in Worten: eine Million) Zuschauer. Und er ist nicht der Einzige. Und ich selber bemerke, dass die Zugriffsquoten auf meinen YouTube-Kanäle mehr sind, als auf meiner eigentlichen konservativen Internetseite.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 23. November 2018 20:02:27

"als auf meiner eigentlichen konservativen Internetseite."
Ich bin auch so ein Konservativer. Ich werde mit Karsten-Wilhelm Paulsen eine Trauergruppe bilden, wo wir gemeinsam unsere Trauerarbeit bewältigen werden. Schluchz.

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 24. November 2018 01:02:21

Also, da gibt es ein klares njet von mir - ich komme nicht nach You tube. gelegendliches Vorbeischauen vielleicht. Ich lese auch jetzt meistens nur den Text, nur wenn mich das Bild dazu interessiert schaue ich das Video. Ich empfinde diesen "Trend zum Video" nicht als hilfreich, ja oftmals als Zeitstehlerei (nicht bei Ihnen). Der Laberer spart sich die Mühe des Schreibens, wobei ja auch Unwichtiges aussortiert wird, und halst sie dem Gucker auf, der sich zunehmend verzweifelter fragt, ob zwischen dem ganzen Gelaber noch eventuell Information kommt. Sicher, es gibt Ausnahmen und Sie sind eine davon, aber der Trend ist eindeutig unerfreulich und schlimmer noch - Geisttötend.
Ich würde es bedauern, wenn es Kaliningrad-Domizil nur noch in der tube gibt.

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