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Russlands Ausschluss vom System SWIFT ist eine Kriegserklärung

Fr, 05 Dez 2014 Wirtschaft & Finanzen


Russlands Ausschluss vom System SWIFT ist eine Kriegserklärung

Der Chef der russischen Bank WTB vertritt die Ansicht, dass der Ausschluss Russlands aus dem Finanzsystem SWIFT einer Kriegserklärung an Russland gleichzusetzen ist.

Der Chef der russischen WTB-Bank Andrej Kostin warnte die westlichen Länder in einem Interview mit der deutschen Zeitung „Handelsblatt“ vor einem Ausschluss Russlands aus dem internationalen Bankensystem SWIFT.

„Meine persönliche Meinung ist, dass die Verhängung derartiger Sanktionen gleichzusetzen ist mit dem Beginn eines Krieges“, - so der Chef von WTB. Dieses System ist sehr eng mit der russischen Wirtschaft verbunden, da es in Valuta arbeite.

Er wies darauf hin, dass an dem Tag, an dem die russischen Banken vom System SWIFT abgetrennt werden, der Botschafter der USA aus Russland ausgewiesen werden wird.

Am 18. September hatte das Europaparlament die Mitgliedsländer der Europäischen Union aufgerufen, den Ausschluss Russlands aus dem System SWIFT zu prüfen. Am 6. Oktober erklärte die belgische Organisation SWIFT, dass ein Ausschluss Russlands aus diesem System für sie nicht in Erwägung gezogen wird.

Eine Woche später informierte der Chef der WTB Bank, dass es gemeinsame Gespräche mit der russischen Sberbank zur Schaffung eines alternativen Systems gäbe. Die russische Zentralbank verfüge bereits über ein derartiges System, dessen Nutzung allerdings mit hohen Kosten verbunden ist. Wenn russische Banken ein eigenes System schaffen, so wird dies preisgünstiger.

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Banken, Finanzen

   Kommentare ( 2 )

Regul Veröffentlicht: 5. Dezember 2014 11:14:34

Könnten nicht die BRICS Staaten einen gemeinsamen Standard schaffen, der unabhängig von tagespolitischen Erwägungen agiert?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 5. Dezember 2014 13:41:31

... Überlegungen werden mit Sicherheit hierzu schon angestellt. Denn alle anderen Staaten dieser Welt sehen ja, wie man mit Russland umgeht und werden ihre Schlussfolgerungen daraus ziehen - nämlich das es ihnen ähnlich gehen könnte, wenn sie nicht die Vorstellungen von Staaten erfüllen, die meinen, dass ihre Ansichten zum Leben allen gefallen müssen

Michael Göllner Veröffentlicht: 5. Dezember 2014 14:00:38

Ich stimme Herrn ArnoEmm zu. Meine Solidarität gehört jedenfalls Russland. Ich will damit nicht sagen, dass ich mit allem was in Russland geschieht einverstanden bin aber Westeuropa und insbesondere Deutschland unter Frau Merkel lässt sich von den USA in eine Anti-Russlandpolitik treiben, die mit dem "Kalten Krieg" durchaus gleichzusetzen ist. Ich kenne Frau Merkel persönlich und weiß, dass sie von Politik eigentlich keine Ahnung hat und auf "Einflüsterer" angewiesen ist. Sie hat kein eigenes Konzept, wie eine eigenständige Zukunftspolitik für Deutschland und Europa aussehen soll. Sie agiert nicht, sie reagiert nur und tanzt nach der Pfeife der USA-Interessen. Die Wiedereingliederung der Krim nach Russland und der Konflikt mit der Ukraine sind doch nur vorgeschoben Gründe für die derzeitige Konfrontationspolitik. Die USA haben zum Erhalt ihre Union einen grausamen Bürgerkrieg geführt. Das hat es beim Zerfall der Sowjetunion nicht gegeben. Die entstandenen Einzelstaaten sind bis auf das Baltikum doch nicht durch einen demokratischen Prozess entstanden. Die führenden Leute die die Abspaltung herbeiführten waren doch ehemalige nationale Führungsköpfe der KPdSU. Auch der spätere "Demokratisierungsprozess" in den ehemaligen Unionsstaaten hatte wenig gemein von dem was wir unter "westlichen Werten" verstehen. Erst die Einmischung von Außen, insbesondere durch die USA, hat doch die Spannungen erst geschürt und zu kriegerischen Handlungen zwischen einigen GUS-Staaten und Russland aber auch zu militärischen Konflikten von GUS-Staaten untereinander geführt.
Ich Frage Sie Frau Merkel, was weiß die NSA über Sie, dass Sie sich auf so eine rückwärtsgewandte und gegen die eigenen Interessen verstoßende Politik gegenüber Russland einlassen? Womit werden Sie erpresst? Vier Altkanzler Deutschlands und der letzte frei gewählte Ministerpräsident der DDR sprechen sich gegen Ihre Russland-Politik aus. Sollte Ihnen das nicht endlich zu denken geben? Nicht weiter so, Frau Merkel!

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