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Schlaraffenland Kaliningrad

Fr, 13 Apr 2018 Wirtschaft & Finanzen


Schlaraffenland Kaliningrad

Unter Schlaraffenland versteht man in erster Linie ein phantastisches, sorgenfreies Leben. Um dorthin zu gelangen, muss man sich durch massenhaft wohlschmeckenden Brei essen, Honig aus Flüssen trinken und fliegende gebratene Tauben essen.

Anscheinend ist eines der strategischen Ziele, dass Kaliningrader Gebiet zu einem Schlaraffenland zu entwickeln. Ein erstes Anzeichen hierzu gab es vor einigen Wochen, als bekannt wurde, dass in einem gesamtrussischen Wettbewerb das Kaliningrader Brot, hergestellt im „Brotkombinat Nr. 1“ mit mehreren Brotsorten den ersten Platz belegt hatte.

Nun wurde bekannt, dass die russische Aufsichtsbehörde für die Qualitätssicherung eine Qualitätskontrolle in ganz Russland durchgeführt hat. Geprüft wurde Smetana, eine Art saure Sahne, die eigentlich zu keiner Suppe in Russland fehlen darf. Auch „Pelmeni“ ohne Smetana wären zu vergleichen, wie in Deutschland Leberkäse ohne Leber und ohne Käse. Mit ein wenig Zucker manipuliert, entwickelt sich Smetana aber auch zu einem Rauschgift – einmal probiert, macht es süchtig (nach mehr).

Und die Smetana der Kaliningrader Firma „Saleski Fermer“ erhielt den ersten Platz unter allen kontrollierten Marken. Es ist die beste Smetana in ganz Russland. Kontrolliert wurden 50 Hersteller und 75 Qualitätsmerkmale wurden untersucht.

Die Einschätzung wurde im Ergebnis umfangreicher Kontrollen und Laboranalysen abgegeben. Es wurden keine Pestizide, Schwermetalle, Antibiotika und ähnlicher Ekelkram gefunden. Die Smetana von Salesski Fermer wird mit einem hohen Lokalisierungsgrad in Kaliningrad produziert.

Mit diesem Kontrollergebnis hat allerdings „Saleski Fermer“ auch ein kleines Problem. Denn die qualitätssichernde Behörde hat der Firma das Recht erteilt, dass neue russische Qualitätssymbol auf ihren Smetana-Verpackungen zu drucken. Bleibt zu hoffen, dass nicht zu viel Verpackungsmaterial vorproduziert worden ist.

Die Mitarbeiter „Salesski Fermer“ werden sich sicher besonders freuen, denn im vergangenen Jahr gelang es ihnen nicht, den Qualitätspass für den von ihnen produzierten Körnerquark zu erhalten. Dieser enthielt zu viel Hefe.

Somit kann sich „Kaliningrad-Domizil“ freuen, seinen Firmensitz im, sich entwickelnden, „Schlaraffenland Kaliningrad“ zu haben. Bereits vor einigen Wochen hatten wir in einem Videobeitrag über die Smetana von „Salesski Fermer“ informiert. Wenn Sie ihn noch nicht gesehen haben … auch Uwe Erichowitsch hat an der Qualitätskontrolle teilgenommen.

Uwe Niemeier

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Kaliningrad, Wirtschaft

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