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Sechs Banken wurden im November die Lizenz entzogen

Mo, 03 Dez 2018 Wirtschaft & Finanzen


Sechs Banken wurden im November die Lizenz entzogen

Seit Beginn des Disziplinierungsprozesses Mitte 2013, haben bisher 428 Banken ihre Lizenz verloren. Das Jahr 2016 war mit 97 Lizenzentzügen das aktivste Jahr der russischen Zentralbank zur Säuberung des Bankensektors.

In den ersten elf Monaten des Jahres 2018 wurden bisher 57 Banken die Lizenz entzogen. Das Tempo hat sich merklich verlangsamt, weil nach Ansicht der russischen Zentralbank, der schwierigste Teil der Bankendisziplinierung bereits erledigt ist.

Leitende Mitarbeiter der Zentralbank kommentierten, dass der Disziplinierungsprozess im russischen Bankenwesen bis 2020 abgeschlossen sein soll.

Im abgelaufenen Monat November verloren sechs Banken ihre Lizenz. Hierzu gehörten:

  • Русский Ипотечный Банк - Moskau
  • Первомайский - Krasnodar
  • Москва - Moskau
  • УМ-Банк - Moskau
  • Банк Инноваций и Развития - Moskau
  • Агросоюз - Moskau

In Russland gibt es ein Einlagensicherungssystem. Dieses wird durch eine staatliche Versicherungsgesellschaft garantiert. Im Falle eines Lizenzentzuges werden im Ausschreibungsverfahren andere russische Banken ausgewählt, die den Anlegern ihre Bankeinlagen erstatten. Die Bankeinlagen werden in voller Höhe, einschließlich angelaufener Verzinsung erstattet, jedoch nicht mehr als 1,4 Mio. Rubel. Sparguthaben in ausländischer Währung werden in Rubel, zum Kurs der Zentralbank am Tage der Lizenzannullierung ausbezahlt. Die Auszahlung der Guthaben beginnt i.d.R. 14 Tage nach Lizenzentzug und ist ohne wesentliche Bürokratie.

Die Auswirkungen der Lizenzentzüge sind gegenwärtig in der hier gezeigten Grafik noch nicht augenscheinlich. Für eine Komplettabwicklung einer Bank werden drei oder mehr Jahre benötigt, so dass eine rapide Abnahme der offiziell ausgewiesenen Banken wohl erst im Jahre 2019 sichtbar werden wird.

Es kann davon ausgegangen werden, dass sich die Anzahl der Banken in Russland zwischen 400-500 Banken einpegeln wird.

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Zentralbank

   Kommentare ( 1 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 4. Dezember 2018 21:40:42

Elvira Sachipsadowna Nabiullina (russisch Эльвира Сахипзадовна Набиуллина, tatarisch Эльвира Сәхипзадә кызы Нәбиуллина; * 29. Oktober 1963 in Ufa) ist eine russische Volkswirtin und Politikerin tatarischer Herkunft. Vom 24. September 2007 bis zum 12. Mai 2012 war sie russische Ministerin für wirtschaftliche Entwicklung. Seit Juni 2013 leitet sie die Zentralbank Russlands. Sie stammt aus einer tatarischen Familie, die in einfacheren Verhältnissen lebte. Ihr Vater Sachipsada Saitsadajewitsch Nabiullin war Berufskraftfahrer, ihre Mutter Arbeiterin. Sie schloss die Schule Nr. 31 in Ufa mit Auszeichnung ab.
Das merkt man auch heute noch. Sie wurde die Eiserne Lady der russischen Banken und der Schrecken aller korrupten Bankster.
Das sieht man der Frau gar nicht an, daß die so gnadenlos sein kann mit diesen Gesetzesbrechern.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 4. Dezember 2018 21:44:39

... Sie kann, Sie kann - wie man sieht. Ich glaube, man merkt es wohl an meiner Berichterstattung, dass ich die Frau hoch schätze. Einfach toll, über welche Führungskräfte das Land verfügt.

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