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Sie wollten das Beste – aber es kam wie immer

Do, 13 Feb 2014 Wirtschaft & Finanzen


Sie wollten das Beste – aber es kam wie immer
Der Generaldirektor des Kaliningrader Airports informierte, dass die Rekonstruktion des Airports im Jahre 2014 nicht wie geplant beendet wird.
 
Selbst für einen Blinden war zu sehen, dass sich auf dem Airport außer ein wenig „künstlicher Bewegung“ nichts tut. Nachdem vor wenigen Wochen Baugerüste aufgestellt worden waren und die Außenfassade verkleidet wurde, wuchsen die Hoffnungen wieder. Nun erklärte der Generaldirektor, dass es durchaus objektive Gründe für die Bauverzögerung gibt.
 
Nach seinen Worten wird sich die Fertigstellung des Airports um mindestens ein halbes Jahr verzögern und der Fertigstellungstermin wird vermutlich Ende 2015 sein. Also haben wir hier schon mehrere Widersprüche in einem Satz, denn an sich war die Fertigstellung Mitte 2014 vorgesehen und – wenn alles schief läuft – spätestens Ende 2014. Wenn es also eine Zeitverzögerung um ein halbes Jahr gibt, wie kann man denn von einem Fertigstellungstermin Ende 2015 reden. Und wie man weiß, werden Bauarbeiten nie pünktlich beendet, so dass man nun getrost von einem Fertigstellungstermin irgendwann im Jahre 2016 ausgehen kann.
 
Der Generaldirektor glänzte mit der Meinung, dass man eine Rekonstruktion nicht einfach so mit einem Zauberstab durchführen kann. Jeden Tag passiert irgendetwas Unvorhergesehenes. Einer der wesentlichen Gründe, weshalb die bisherigen Termine nicht eingehalten worden sind, ist die Olympiade in Sotchi. Sehr viele qualifizierte Arbeiter worden dorthin abgezogen. Aber, so der Generaldirektor, es sind bereits viele andere umfangreiche, aber leider „unsichtbare“ Arbeiten durchgeführt worden.
 
Mit der Rekonstruktion des Airports ist eine türkische Firma beauftragt. Nach Beendigung der Rekonstruktion soll der Kaliningrader Airport mehr als 2.000 Passagiere pro Stunde abfertigen können. Es wird mit einer Gesamtzahl von 5 Millionen Passagieren im Jahr gerechnet.
Anm. UN: Wenn wir in Kaliningrad noch nicht einmal in der Lage sind einen einfachen, relativ kleinen Provinz-Airport zu rekonstruieren, so steht die Frage, wie wir bis 2018 ein Fußball-Stadion auf einem sehr schwierigen Gelände für 45.000 Zuschauer errichten wollen, wo bis zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich noch nichts greifbares geschehen ist.
 
Uwe Niemeier unter Verwendung von
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Airport, Investitionen, Kaliningrad

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