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Spanien hat hunderte russischer Privatkonten eingefroren

Do, 02 Apr 2015 Wirtschaft & Finanzen


Spanien hat hunderte russischer Privatkonten eingefroren

Spanien hat hunderte von Bankkonten russischer Privatkunden, die in Spanien wohnen, eingefroren.

Als Begründung haben die spanischen Behörden angegeben, dass die russischen Bürger nicht rechtzeitig erklärt hatten, woher diese Gelder stammen.

In Spanien existiert ein Gesetz, welches es den spanischen Behörden gestattet, von Ausländern eine Erklärung für vorhandene Barmittel, andere Finanzaktiva und Immobilien zu fordern. Dieses Gesetz ist seit 2010 in Kraft, wird aber erst ab 2014 angewandt. Das Gesetz wird gegen die Bürger angewandt, die im Verlaufe von zwei, drei Monaten nicht auf die Aufforderung der Behörden reagiert haben. Das Gesetz wird auch nur gegen die Bürger angewandt, die Finanzmittel in erheblichem Umfang auf Konten deponiert haben.

Außerdem fordern jetzt die spanischen Behörden die Deklarierung von Immobilieneigentum außerhalb Spaniens, aber auch Finanzvermögen, wenn es die Summe von 50.000 Euro überschreitet. Für Verschweigen dieser Informationen können Strafen bis zu 10.000 Euro verhängt werden.

Nach Worten eines spanischen Regierungsvertreters haben viele Russen einfach nur Angst, entsprechende Dokumente aus ihrem Heimatland anzufordern. Deshalb haben sich viele der Betroffenen einfach damit abgefunden, dass ihre Konten eingefroren sind.

Außerdem sind die im Ausland lebenden Russen nicht damit einverstanden, dass sie auch ihre Einkommen in Russland vor den spanischen Behörden deklarieren müssen. Die Behörden nehmen dann eine Nachberechnung von Steuern vor, die sich aus dem unterschiedlichen Steuersystem in Russland und Spanien ergeben (in Russland 13 Prozent, in Spanien 52 Prozent).

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