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Späte Information – Bank St. Petersburg mit Verlusten bei KD-Avia

Fr, 07 Feb 2014 Wirtschaft & Finanzen


Späte Information – Bank St. Petersburg mit Verlusten bei KD-Avia

Im Jahre 2008 meldete die Kaliningrader Fluggesellschaft KD-Avia bankrott an. Ein herber Schlag für die Entwicklung des Gebietes. Hiervon hat sich das Kaliningrader Gebiet bis heute nicht erholt. Erholt hat sich aber die Bank St. Petersburg, die Verluste von 2 Mrd. Rubel durch den Bankrott erlitten hat.

Zwei Milliarden Rubel (43 Mio. Euro nach heutigen Kurs) hat die Bank St. Petersburg im Zusammenhang mit dem Bankrott der Kaliningrader Fluggesellschaft KD-Avia verloren. Ein spätes Eingeständnis der Bank St. Petersburg, geschehen vor dem Hintergrund des Kaufes der Bank „Ewropejski“, einer der beiden noch verbliebenen regionalen Banken in Kaliningrad.

Damit erklärt sich auch die Äußerung des Vostandsvorsitzenden der Bank „St. Petersburg“, dass man sich insgesamt als starke Bank in Russland einschätzt, aber vom Kaliningrader Markt keine Ahnung hat.

Der Vorstandsvorsitzende erklärte, dass für die Gewährung von Krediten der Bank ein respektables Projekt präsentiert wurde, aber nach zwei Jahren hat sich herausgestellt, dass die Kreditnehmer sich nicht an das Projekt gehalten haben und das Projekt verlustbringend war. Insgesamt hatten sich Schulden von 14 Mrd. Rubel (298 Mio. Euro nach heutigem Kurs) angesammelt. Die Bank „St. Petersburg“ hatte davon einen Anteil von 4 Mrd. Rubel, von denen die Bank die Hälfte verlor.

Heute gibt es für den Airport einen neuen Besitzer und die Bank „St. Petersburg“ hat keinerlei Geschäftskontakte mit diesem Besitzer.

In weiteren Meinungsäußerungen gab der Vorstandschef zu erkennen, dass er das ganze Geschäftsmodell von KD-Avia als nicht richtig einschätzt. Airport und Fluggesellschaft waren nicht getrennt sondern in einer Firma zusammengeführt. Der Airport hat einen riesigen Gewinn erwirtschaftet, aber die Fluggesellschaft hatte riesige Verluste – so riesige Verluste, dass es nicht möglich war diese auszugleichen. Außerdem haben die Besitzer des Kaliningrader Airports im Moskauer Gebiet sich mit Immobilieninvestitionen beschäftigt, sehr teuer und sie haben dafür Gelder des Airports verwendet. Und das endete eben nicht gut.

Nach dem KD-Avia einen seiner Kredite in Höhe von einer Milliarde Rubel nicht mehr bedienen konnte, ging die operative Kontrolle der Geschäftstätigkeit auf die Bank „St. Petersburg“ über.

Im Jahre 2012 verkaufte die Bank „St. Petersburg“ ihre Anteile am Airport für zwei Milliarden Rubel und verbuchte somit einen Verlust von zwei Milliarden Rubel am Gesamtgeschäft. Diese Verluste hinderten nun aber die Bank nicht daran, die Kaliningrader Regionalbank „Ewropejski“ zu erwerben.

Interessant ist, dass sich so eine große föderale Bank, die in Kaliningrad seit 2006 mit einer Filiale im Stadtzentrum vertreten ist, sich nun zu einem verstärkten Engagement in Kaliningrad entschlossen hat und nach der „Sberbank“ den zweiten Platz im Bankensektor einnehmen will. Da Banken in der Regel immer sehr gut informiert sind, sind solche wirtschaftlichen Engagements, insbesondere wenn sie antizyklisch erfolgen, immer sehr interessant.

Uwe Niemeier unter Verwendung von

Quelle: http://kgd.ru/news/item/33083-savelev-bank-sankt-peterburg-poteryal-na-proekte-hrabrovo-2-mlrd-rublej

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