Kaliningrad-Domizil

Informationsagentur
+7 (4012) 32-65-32

Umfrage

Umfrage 16. Juni 2019
  • Wie viele Grenzübergänge hat das Kaliningrader Gebiet?

Zweite Umfrage 1. Juni 2019
  • Nahverkehr-Haltestelleninformationen in Kaliningrad in englischer Sprache?

Alle Umfragen

Staatsduma mit Sorgen um die Energiesicherheit in Kaliningrad

Sa, 12 Dez 2015 Wirtschaft & Finanzen


Staatsduma mit Sorgen um die Energiesicherheit in Kaliningrad

Die Staatsduma macht sich Sorgen um die Energiesicherheit von Kaliningrad. Dies steht im Zusammenhang mit dem geplanten Ausstieg der baltischen Staaten aus dem jetzigen Energieverbundnetz, welches noch aus sowjetischen Zeiten stammt.

Diese Sorgen brachte der Abgeordnete der Staatsduma Iwan Graschow in einem Interview zum Ausdruck.

Er vertrat die Ansicht, dass das Kaliningrader Energiesystem nicht dafür ausgelegt ist im autonomen Regime zu arbeiten. Es ist hierfür viel zu instabil. Und ab dem Moment, wo Litauen, Lettland und Estland aus dem gemeinsamen Energieverbund aussteigen und somit die Verbindungen Kaliningrads zum russischen Mutterland kappen, kann dies zu großen Problemen führen – so der Abgeordnete.

Der Abgeordnete rief dazu auf, sich mit allem Ernst und unverzüglich diesem Problem zu widmen. Auf irgendetwas Entgegenkommendes Seitens der baltischen Staaten zu hoffen ist nicht angebracht.

Das jetzige Energieverbundsystem wurde im Jahre 2001 geschaffen. Daran nehmen Weißrussland, Russland, Estland, Lettland und Litauen teil. Alle Staaten vereinbarten, dass ihr Energiesystem synchron mit 50 GHz. arbeiten und man sich gegenseitig mit Reserven im Falle einer Havariesituation unterstützt.

In der letzten Zeit erklären die baltischen Staaten in steter Regelmäßigkeit, dass man sich aus diesem Energieverbund verabschieden will und sich dem westlichen Energiesystem anschließen möchte.

Vor einigen Monaten hatte die Zentralregierung in Moskau beschlossen, in Kaliningrad die eigene Stromerzeugung auf Gas und Kohle zu fixieren. Bis zum Jahre 2020 wird sich der Energiebedarf der Region verdoppeln. Deshalb muss die gleiche Menge an Energieerzeugern geschaffen werden, wie sie jetzt schon im Kaliningrader Gebiet existieren. Dies erfordert einen Finanzaufwand von 100 Mrd. Rubel – so der Chef von JantarEnergo Igor Makowski.

Reklame

Energiesicherheit

   Kommentare ( 2 )

Hauke Veröffentlicht: 12. Dezember 2015 19:03:47

Das verstehe nun Einer wer will, ich nicht.
Da baut Russland riesige Pipelines quer durch Russland, von Russland nach Deutschland usw.,
und dann schafft man es nicht son kleines Stück Rohrleitung um das Baltikum, für knapp 1 Mill. Seelen, ins nördliche Ostpreußen zu legen? Das ist für mich nicht begreifbar.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 12. Dezember 2015 21:11:09

Das war mir auch unverständlich, am Anfang. Aber wenn man mal richtig nachdenkt, kommt man drauf. Als Nordstream in Planung und Bau ging, ging es doch darum, unter Auslassung der Erpressungsmöglichkeiten von Ukraine und Polen eine solche Pipeline zu bauen. RF - D direkt. Hätte man damals an diese Röhre einen Abzeig zu Niemeiers gemacht, hätten alle anderen, die Balten und die Polen natürlich Zeder und Mordio geschrien und Rußland vorgeworfen, sie von der Gasversorgung vorsätzlich abzuschneiden und so der todbringenden sibirischen Kälte auszusetzen. eine glaubhafte Ausrede hätte es nicht gegeben.
Offensichtlich hoffte Moskau auch in seinem Drang im Glauben an das Gute auch bei den Balten, daß diese nicht zu solchen Nato-Blödianen verkommen. Jetzt sind sie offensichtlich eines Besseren Belehrt in der Stoliza.
Ich hoffe bloß inständig, daß sich die Moskowiter mal wieder an ihr Parteilehrjahr zu Sowjetzeiten erinnern. So unrecht waren die Einschätzungen bezüglich des damaligen, und wie sich zeigt, auch heutigen Gegners nicht. Bloß mit der Einschätzung der eigenen Politik und des eigenen ökonomischen Standes und... und ... war es nicht soweit her. Die rosa Brille war zudem auch noch schmutzig.
Irgendwie wird es wohl darauf hinauslaufen, daß die Insel Kaliningrad ein kleines Kraftwerk mit Brennstäben bekommt. Einen Abzweig von Nordsteam II wird es wohl auch nicht geben. Ist zu gefährlich, daß so ein mit Schrott gefüllter, abgesoffener herrenloser Fischkutter die Röhre leck schlägt.

Um einen Kommentar zu schreiben müssen Sie sich registrieren oder autorisieren
Melden Sie sich an