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Transitgebühren sind Beschleuniger für Teuerungswelle in Kaliningrad

Do, 29 Jan 2015 Wirtschaft & Finanzen


Transitgebühren sind Beschleuniger für Teuerungswelle in Kaliningrad

Der Kaliningrader Regionalminister für Industrie informierte, dass die Transitgebühren, die durch die Transportunternehmen in Euro zu zahlen sind, als einer der wesentlichen Gründe für die Teuerungswelle in Kaliningrad gilt.

Bedingt durch die Kurzturbulenzen des Rubels in den letzten Wochen kommt es zu einer Verteuerung der Transitgebühren in Rubel. Die Transitgebühren müssen in Euro bezahlt werden und durch den ungünstigen Wechselkurs verteuern sich somit die Gebühren in Rubel.

Damit wird dann auch begründet, warum die Preise für Lebensmittel, die Kaliningrad im großen Umfang durch Transittransporte erhält, schneller wachsen als im restlichen Teil Russlands.

„Wir haben Transittransporte durch Litauen und Weißrussland. Diese beiden Länder stellen Rechnungen für den Transit aus. Hinzu kommen Kosten für Benzin und Maut-Gebühren. Weiterhin kommen Kosten für die Deklarierung, Veterinärgebühren, Zollgebühren hinzu – all diese Kosten sind in Euro fixiert. Mit diesen Kosten wird nur Kaliningrad belastet, andere Regionen haben diese Kosten nicht“, - so der Regionalminister Schemakin.

Kaliningrad ist im gesamtrussischen Markt ein sehr kleiner Verbrauchermarkt. Deshalb können regionale Einkäufer und Händler keine großen Lieferverträge abschließen und sind somit auf Sammellieferungen aus dem Mutterland über weitere Zwischenhändler angewiesen.

Die Kaliningrader Gebietsregierung hat Mitte Januar ein Gesuch an die Zentralregierung in Moskau gesandt und über die entstandene Situation informiert. Es wurde darum gebeten, dass das russische Wirtschaftsministerium Einfluss auf die Preiskalkulation der Zulieferer nimmt.

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