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Ukraine erhält „Rücklauf-Gas“ aus der Slowakei

Fr, 05 Sep 2014 Wirtschaft & Finanzen


Ukraine erhält „Rücklauf-Gas“ aus der Slowakei

Die ukrainische Firma „Naftogas“ informierte über den Kauf von „Rücklauf-Gas“ aus der Slowakei und nannte den Preis – nebulös.

Der Preis für das im System „Re-Export“ gekaufte Gas in der Slowakei beträgt nicht mehr als 385 USD für tausend Kubikmeter. Darüber informierte ein Vertreter von „Naftogas“.

„Den Preis kommentieren wir nicht, aber er ist niedriger als 385 USD für tausend Kubikmeter. Aber den genauen Preis sage ich nicht, dies ist Geschäftsgeheimnis“, - so der ukrainische Vertreter.

Am 2. September begann die Ukraine Gas aus der Slowakei in ihre Reservebehälter zu pumpen. Das Gas läuft durch eine rekonstruierte alte Gasleitung auf der Strecke bis Uschgorod. Bis zum 1. Oktober wird die Ukraine 17,6 Mio. Kubikmeter pro Tag erhalten.

Seit Juni erhält die Ukraine über Re-Export Gas aus europäischen Ländern, insbesondere aus Polen und Ungarn. Die Ukraine hat der Europäischen Union vorgeschlagen, einen „Großen Rücklauf“ über die Slowakei im Umfang von bis zu 30 Mrd. Kubikmeter im Jahr zu organisieren. Dies könnte für die Deckung des Bedarfs der Ukraine ausreichen.

Der Chef von Gasprom, Alexej Miller erklärte, dass sich Gasprom vorbehält, die Lieferung von Gas an europäische Firmen zu begrenzen, wenn diese das Gas an die Ukraine weiterverkaufen.

Quelle: http://lenta.ru/news/2014/09/03/slovakgazukr/

Anmerkung UN: Bleibt nur zu hoffen, dass die Ukraine gegenüber ihren europäischen Partnern ehrlicher verfährt, wie mit Russland und die Rechnungen für den Gaseinkauf pünktlich bezahlt. Woher allerdings das Geld für die Bezahlung des Gases kommen soll, ist bisher auch nicht klar. So könnte man vermuten, dass neben dem Gläubiger Russland zukünftig auch noch die Europäische Union als Gläubiger einen Platz in der Liste der Gläubiger der Ukraine einnehmen wird. Forderungen können dann aus der Konkursmasse befriedigt werden.

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