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Zentralbank plant Veröffentlichung einer „Schwarzen Liste“

Mo, 16 Jun 2014 Wirtschaft & Finanzen


Zentralbank plant Veröffentlichung einer „Schwarzen Liste“

In dieser Woche plant die russische Zentralbank die Veröffentlichung einer „Schwarzen Liste russischer Banker“. Dies ist das erste Mal, dass der russischen Öffentlichkeit die Namen der Banker bekannt werden, die der Fälschung von Dokumenten in ihren Kreditinstituten beschuldigt werden.

Über diese Pläne informierte der Stellvertretende Leiter der russischen Zentralbank Michael Suchow.

Die Zentralbank ist nicht nur bereit die Namen der unkorrekt arbeitenden Leiter zu nennen, sondern auch darüber zu berichten, in welchem Umfang diese sich an Geldern ihrer Kunden bereichern. Für die Veröffentlichung will die Zentralbank ihre eigene Internetseite nutzen und diese neue Rubrik laufend aktualisieren.

„Wir werden dort die Informationen veröffentlichen, die wir den Rechtspflegeorganen zu den Banken übermitteln, denen wir die Lizenz entzogen haben und wir werden Informationen veröffentlichen, in welcher Bank die Aktiva in welcher Milliardenhöhe nicht ausreichen. Das betrifft Informationen, die die Generalstaatsanwaltschaft und das Innenministerium erhalten“ – so Michael Suchow.

Suchow informierte weiter, dass seit Anfang des Jahres bereits 462 russische Banker auf die schwarze Liste geraten sind und ihnen somit zukünftig die Möglichkeit genommen ist, sich im Bankensektor zu betätigen.

Außerdem will sich die Zentralbank auch dem Kampf gegen überhöhte Zinsangebote für Geldanlagen stellen. Die Zentralbank plant in diesem Zusammenhang eine differenziertere Methode für die Berechnung von Beiträgen zur Versicherung der Bankeinlagen, die die Banken zu zahlen haben.

Quelle: http://www.rg.ru/2014/06/14/spisok-site-anons.html

Anmerkung UN: Die russische Zentralbank setzt die aktive Politik zur Disziplinierung des Bankensektors konsequent fort. Die Veröffentlichung einer schwarzen Liste krimineller Banker in Russland ist zwar etwas ungewöhnlich und steht hoffentlich auch mit dem Gesetz in Übereinstimmung, aber insgesamt ist dieser Prozess begrüßenswert. In diesem Jahr haben bereits 31 russische Banken ihre Lizenz verloren und man kann, unter Berücksichtigung der Dynamik dieses Prozesses davon ausgehen, dass noch weitere 50 Banken ihre Tätigkeit in diesem Jahr einstellen müssen. Einzelheiten zum russischen Bankensektor und seiner Dynamik finden Sie auf unserem Portal „HIER“.

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Banken, Zentralbank

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