Kaliningrad-Domizil

Informationsagentur
+7 (4012) 32-65-32

Zugverbindung Kaliningrad-Berlin – wenn es wirtschaftlich Sinn macht

Mi, 04 Jul 2018 Wirtschaft & Finanzen


Zugverbindung Kaliningrad-Berlin – wenn es wirtschaftlich Sinn macht

Wenn es wirtschaftlich Sinn macht und ein echter Bedarf für eine Zugverbindung zwischen Kaliningrad und Berlin besteht, dann kann man eine derartige Verbindung auch einrichten – meint der Kaliningrader Vizegouverneur Alexander Rolbynow.

Der Vizegouverneur Alexander Rolbynow ist in der Gebietsregierung verantwortlich für die Vorbereitung und Durchführung der Fußball-Weltmeisterschaft und Transportfragen. Da die Weltmeisterschaft für Kaliningrad bereits zu Ende ist, bleiben für den Vizegouverneur nur noch die Fragen des Transports. Und in dieser Eigenschaft hat er sich jetzt zum Thema „Berlin-Zug“ geäußert.

Die Äußerungen tätigte der Vizegouverneur im Rahmen eines Treffens mit einer deutschen Delegation aus dem Land Brandenburg am Dienstag.

Gegenwärtig wird in diesem Zusammenhang nichts diskutiert. Es findet höchstens ein Meinungsaustausch statt. Kaliningrad habe Erfahrungen mit Kurswagen in der Vergangenheit gesammelt. Diese waren aber teuer und sehr lange unterwegs. Nun gibt es neue Tourismus-Sehenswürdigkeiten in Kaliningrad und vielleicht könnte dies eine Grundlage für neue wirtschaftliche Berechnungen sein, so dass sich eine Wiederaufnahme der Zugverbindung wirtschaftlich rechnet.

Im Rahmen des Treffens mit der Brandenburger Delegation wurden auch landwirtschaftliche Fragen, Tourismus, Wissenschaft und Bildung besprochen. Vertreter des Landes Brandenburg unterstrichen die Interessiertheit an der Entwicklung der Beziehungen zum Kaliningrader Gebiet.

Der Minister für Justiz und Europaangelegenheiten und des Verbraucherschutzes des Landes Brandenburg Stefan Ludwig kommentierte, dass eine Entwicklung der europäisch-russischen Zusammenarbeit ohne das Kaliningrader Gebiet undenkbar ist. Schon vor 26 Jahren wurde eine Kooperationsvereinbarung mit dem Kaliningrader Gebiet unterzeichnet. Konkrete Projekte werden erfüllt und es kommen ständig neue Gedanken, Ideen und Vorschläge hinzu.

Anm. UN: Leider geht aus dem Beitrag der Kaliningrader Medien nicht konkret hervor, welche Projekte das Land Brandenburg in Kaliningrad umgesetzt hat und welche konkreten Gedanken und Ideen es gegenwärtig gibt. „Kaliningrad-Domizil“ kann leider auch keine Ergänzungen vornehmen, da keinerlei Aktivitäten erkennbar sind.

Uwe Niemeier

Reklame

Deutsches, Transport

   Kommentare ( 4 )

Hauke Veröffentlicht: 4. Juli 2018 18:38:01

Ich fände eine Zugverbindung von Kaliningrad nach Berlin nicht schlecht.
Aber ich glaube nicht das so eine Verbindung rentabel sein wird mit, Blick auf die Bevölkerungszahl im Gebiet.
Der neue, moderne Zug von Berlin nach Moskau ist heute bei weitem nicht ausgelastet.

boromeus Veröffentlicht: 4. Juli 2018 21:10:16

"Aber ich glaube nicht das so eine Verbindung rentabel sein wird"Umgekehrt wird eher ein Schuh daraus.Die Frage die sich stellt ist ,wer sich heute noch so eine Tour zumuten will.Für knappe 700 km über 25 Stunden am Wegrand Blümchen pflücken?Da man ja nicht in der Lage ist ,eine Schnellverbindung Berlin- KGD zu schaffen, wird auch wohl kaum Jemand sich diese Anstrengung antun.Ein Kunde wird eine solche Verbindung erst annehmen, wenn er Sinn in Preis und Leistung erkent.Und die stimmt hier nicht.Jedensfalls nicht so wie man sich das denkt.Dafür ist im Jahre 2018 schon etwas mehr erforderlich.Gebratene Tauben fallen auch nicht vom Dach.Und nach russichen Buinessvorstellung viel Kohle zu verlangen für schlechten oder gar kein Service, wird man wohl kaum germanische Kunden ködern.Und die Frage die bleibt:Will man das überhaupt?
Von daher sind diese Überlegungen ungelegte Eier...

Herr Hoffmann Veröffentlicht: 5. Juli 2018 12:17:51

wir kennen natürlich alle die aktuellen Zahlen nicht. Aber aus dem Bauch würde ich sagen: wenn überhaupt, dann hätte eine Zug-Schnell-Verbindung Danzig-KGD eine Chance.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 5. Juli 2018 12:33:50

... diese Verbindung ganz bestimmt.

Herr Hoffmann Veröffentlicht: 5. Juli 2018 14:39:09

schön. Dann sind wir uns ja einig. Sie kümmern sich um die Infrastruktur, ich um die Züge.
Und das werden garantiert komfortablere als diese Siemens-Desiro-Lastotschka-Verschnitte...

Um einen Kommentar zu schreiben müssen Sie sich registrieren oder autorisieren
Melden Sie sich an