Meine Hütte, meine Festung – „Zone 39“ in Russland – Teil 4

Meine Hütte, meine Festung – „Zone 39“ in Russland – Teil 4

 

In drei vorangegangenen Beiträgen hatte ich über die russische Firma „Etno-Dorf“ informiert, welche unter Leitung eines deutschen Staatsbürgers, unzufriedene Deutsche im Kaliningrader Gebiet in geschlossenen Wohnanlagen ansiedeln will. Bisher unbeantwortet geblieben ist die Frage, wer denn dieser Deutsche ist, der Deutsche wieder zufrieden machen will.

 

 

Und wie immer hilft uns bei der Beantwortung der Frage das Internet, wenn auch nicht im vollen Umfang.

Wer den Namen „Andreas Funke“ in eine Suchmaschine eingibt, wird natürlich auf Facebook verwiesen:

 

Screen04-01: Facebook
 
Wir finden ein leeres Profil, ohne angezeigte Freunde, mit Georgsband und einem Foto vor, welches Andreas Funke zeigt – einer der wenigen bei Facebook, die sich ehrlich mit bürgerlicher Identität präsentieren.

 

Grafik: Georgsband
 
Und es gibt einen weiteren FB-Eintrag:
 
Screen04-02: Facebook
 
Hier handelt es sich um die Seite „Nationale Befreiungsbewegung Deutschland“, auch mit dem Georgsband als Hintergrund und entsprechender russischer Übersetzung. Warum diese Bezeichnung auch in Russisch ist – darüber muss man wohl tiefgründiger nachdenken.
 
Ich erinnere mich – wenn auch nur ganz schwach – das mal vor ein paar Jahren bei mir im Office Leute gesessen haben, die mir erklärten, dass sie Deutsche sind und in Kaliningrad ein Widerstandszentrum gründen wollen, um von hier aus, den Kampf gegen Deutschland zu führen, mit dem Ziel, Deutschland zu befreien. Welchen Kampf man konkret führen will und warum und gegen wen konkret und überhaupt und weswegen … da lässt mich mein Gedächtnis schon im Stich … Ich wollte an einem derartigen Kampf, weder bewaffnet noch unbewaffnet, nicht teilnehmen und hatte kein Interesse an weiteren Gesprächen.
 
Aber es interessiert mich schon, wer denn für diese FB-Seite verantwortlich ist. Und drückt man auf den Button „Zur Gruppe“ gelangt man zu „Wahrheit für Deutschland“:
 
 
Screen04-03: Facebook
 
Und hier figuriert als Administrator ein Andreas Funke. Klickt man auf den Button gelangt man zum FB-Konto des Andreas Funke, den ich zu Anfang des Beitrages vorgestellt habe. Damit ist der erste Informationskreis geschlossen. Wir wissen, dass wir es mit einer Person zu tun haben, die irgendeine „Nationale Befreiungsbewegung Deutschlands“ betreut.
 
Und wir wissen, dass Andreas Funke unzufriedene Deutsche nach Kaliningrad übersiedeln will.
 
Und für mich stellt sich die Frage, ob denn diese unzufriedenen Deutschen, die dann in Kaliningrad in einer geschlossenen Wohnsiedlung wohnen sollen, auch an der gesellschaftlichen Arbeit der „Nationalen Befreiungsbewegung Deutschland“ teilnehmen werden – oder trennt Herr Andreas Funke hier scharf?
 
Ich stelle mir vor, welches Aufsehen es erregen wird, wenn vom russischen Kaliningrad aus, Deutsche eine Änderung der politischen Situation in Deutschland planen.
 
Aber vielleicht habe ich hier noch einige Dinge nicht richtig verstanden? Vielleicht geht es ja um eine völlig andere Befreiungsmission? Also muss man weitersuchen.
 
Und so findet man ein Video, eingestellt am 31.03.2018.

 

Screen04-04: YouTube Treffen Delegation Franke mit Duma Abgeordneten Fedorov
 
Im Einführungstext liest man:
 

„Nationale Befreiungsbewegung der Welt. Yevgeny Fedorov im Gespräch mit seinem deutschen Kollegen Andreas Funke.“

Ständige Leser und Zuschauer meines Informationsportals werden Herrn Fedorov schon ein wenig kennen, denn ich berichtete über ihn am 13. August 2019:

 

 

►Videoeinspielung: Treffen der deutschen Delegation mit Duma-Abgeordneten

 

Dieses Video zeigt eine deutsche Delegation unter Leitung von Andreas Funke im Gespräch mit dem russischen Duma-Abgeordneten und Mitglied der Partei „Einiges Russland“. Das Gespräch fand schon am 11.05.2016 statt, also just zu dem Zeitpunkt, wo Herr Andreas Funke begann, seine Idee einer Deutschen Siedlung im Kaliningrader Gebiet umzusetzen, zu einem Zeitpunkt, als er wohl schon mit dem russischen Sicherheitsdienst FSB gesprochen hat, um sich von diesem seine Idee absegnen zu lassen.

 

►Videoeinspielung: 14:20-14:30 (Video03-08)

 

Das Video ist zweisprachig, obwohl die Dolmetscherin ein paar Übersetzungsprobleme hat – verständlich, denn das Thema ist auch kompliziert.

Allerdings wurde während dieses Treffens mit keinem Buchstaben diese Deutsche Siedlung in Kaliningrad erwähnt.

Zusammengefasst informiert Herr Funke, dass es in Deutschland schlimm ist, Frau Merkel völlig abdreht, die deutschen Richter korrupt sind und die deutschen Patrioten immer machtloser werden.

Herr Fedorov informiert über die Amerikaner und deren beherrschende Rolle in der Welt im Allgemeinen und in Deutschland im Besonderen.

Zum Schluss des Gespräches, welches effektiv 20 Minuten dauerte, wenn man die Übersetzung herausrechnet, waren sich beide Seiten einig, dass eine internationale Konferenz vorbereitet werden soll, um eine Weltbefreiungsbewegung zu gründen.

Und ich stelle mir nun die Frage, ob denn Herr Funke genügend Zeit hat, sich um das Siedlungsprojekt „Nascha Datscha“ oder „Etno-Dorf“ oder „Edno-Dorf“ zu kümmern, wo er doch eigentlich die Welt auf ihre Befreiung vorbereiten will. Oder war der Besuch beim Duma-Abgeordneten nur ein Proforma-Besuch, um zukünftig diesen Abgeordneten vor den Karren deutscher Siedlungsprojekte in exOstpreußen spannen zu können? Ob Herr Funke wirklich beim FSB war, kann und will ich nicht überprüfen. Ich glaube nicht, dass die dortigen Herren oder Damen mir Auskünfte über ihre Gesprächspartner geben.

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