Nawalny – Heizer im politischen Krieg gegen sein Vaterland

Nawalny – Heizer im politischen Krieg gegen sein Vaterland
 
Der russische Staatsbürger Alexej Nawalny beschuldigt den Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir Putin, Auftraggeber beim Mordversuch gegen ihn gewesen zu sein. Er fordert den Westen auf, gegen die Führung seines Vaterlandes vorzugehen.
 
 
 
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Mit seinem Auftreten in den letzten Tagen, schafft Alexej Nawalny alle rechtlichen Voraussetzungen, um bei einer möglichen Rückkehr in sein Vaterland, von den russischen Rechtspflegeorganen noch an der Grenze verhaftet zu werden. Grundlage könnten Paragraphen des russischen Strafrechtes sein, welche die öffentliche Beleidigung und Diskreditierung von Personen der russischen Staatsführung unter Strafe stellen.
 
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Mit seinen Äußerungen in den letzten Stunden schafft Nawalny eine Hass-Stimmung auf internationaler Ebene, die, wenn die betroffenen Staaten und deren Verantwortliche nicht klug und besonnen, mit kühlem Kopf reagieren, schnell zu einer internationalen Katastrophe führen kann.
 
Interessant bei der Beurteilung der entstandenen Situation ist, dass Europa und Russland sich bereits jetzt im Stadium der Mobilmachung für einen politischen Krieg befinden, aber die Vereinigten Staaten von Amerika und ihre Verantwortlichen defacto schweigen – ein Verhalten, welches die Weltöffentlichkeit so von den USA in Konfliktsituationen bisher nicht kannte.
 
Nawalny äußerte in einem neuen Interview:
 
„Ich glaube wirklich und bin davon überzeugt, dass hinter dem Anschlag auf mich der Präsident Russlands Wladimir Putin steht. Und mir scheint, dass alle Dinge, die gegenwärtig passieren, direkt auf ihn hindeuten.“
 
„Ich bin russischer Staatsbürger, den man versucht hat, in einer russischen Stadt zu ermorden.
Ich wurde in einem russischen Flugzeug ohnmächtig, das über Russland flog. Ich fordere, dass die Untersuchung in Russland stattfindet, dass Gerechtigkeit in Russland geschieht. Und die Tatsache, dass dies nicht geschieht, deutet darauf hin, dass es ein Entscheidungskontrollzentrum gibt und dieses sich im Kreml befindet“, sagte Alexej Nawalny.
 
Reagiert haben auf diese Äußerungen der Pressesprecher des russischen Präsidenten und der Chef der russischen Auslandsaufklärung. Während Peskow informierte, dass bekannt ist, dass Nawalny unter Anleitung der CIA handelt, kommentierte der Chef der Auslandsaufklärung Naryschkin, dass es sich bei den Äußerungen Nawalnys um „blöde russophobe Propaganda“ handele.
 
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Nawalny selber heizt nun aber weiter die Stimmung an, anscheinend mit Erfolg und alles deutet darauf hin, dass es in der kommenden Woche, während der Sitzung der Mitgliedsländer der Europäischen Union, zu Entscheidungen kommen wird, die den offenen politischen Krieg auslösen.
 
Nawalny fordert personengebundene Sanktionen gegen das Umfeld von Putin. Man sollte all diesen Leuten Einreiseverbote erteilen, deren Konten und sämtliche Aktiva beschlagnahmen.
 
Und genau diese Vorschläge werden wohl den EU-Mitgliedsländern in der kommenden Woche zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
 
Wie den russischen Medien zu entnehmen ist, haben Frankreich und Deutschland eine gemeinsame Position mit konkreten Vorschlägen erarbeitet, die gegenwärtig in den Entscheidungsgremien der EU-Mitgliedsländer kursieren. Alles hat bereits so an Fahrt aufgenommen, dass es eigentlich keinerlei Zweifel mehr geben kann, dass die Sanktionen in Kraft gesetzt werden.
 
Bekannt wurde, dass die Sanktionen u.a. gegen Mitarbeiter der russischen Militäraufklärung verhängt werden sollen.
 
Interessant dabei ist, dass genau dieser Personenkreis, überhaupt alle Mitarbeiter der russischen Sicherheitsorgane, keinerlei Auslandsreisen antreten dürfen, es sei denn im Bestand offizieller Delegationen. Von Konten oder anderen Aktiva im Ausland, die diese Mitarbeiter vielleicht hätten, könnten haben sollten … ganz zu schweigen.
 
Somit ist es klar, dass dies seitens der EU eine Lachnummer wird. Aber lachen hin, lachen her, die Antwort Russlands wird nicht auf sich warten lassen.
 
Videoeinspielung: Zitat russischer Präsident Wladimir Putin
 
Deutschland erklärt währenddessen offiziell über sein Auswärtiges Amt, dass es gar keine andere Erklärung gibt, als das Russland seinen Bürger Nawalny vergiftet hat.
 
Bewegen wir uns auf dieser Ebene der „Beweisführung“, so wäre es für die russische Seite nur logisch zu erklären, dass der deutsche Botschafter in Russland, ehemaliger Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes, der Koordinator des Mordanschlages auf Nawalny in Russland war … und somit, da es keine andere Erklärung für die merkwürdigen Vorgänge im Lande gibt … er das Land innerhalb von 23 Stunden zu verlassen hat.
 
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Nawalny selber will auf ganz sicher gehen. Deshalb hat er sich auch an die UNO gewandt und gefordert, dass diese, mit Hilfe ihrer Rechtsmittel, die Untersuchungen einleitet, die Russland nicht eingeleitet hat. Seine Anwälte bzw. die Anwälte seiner Stiftung prüfen gegenwärtig die Rechtslage. Ein Treffen mit Vertretern der UNO soll bereits stattgefunden haben.
 
Nawalnys Stiftung zum Kampf gegen die Korruption hat sich am Mittwoch öffentlich an den russischen Sicherheitsdienst FSB gewandt und die Einleitung von Untersuchungen zur Thematik der Verbreitung von Chemiewaffen gefordert. Russland habe offiziell die internationale Öffentlichkeit informiert, dass es alle Chemiewaffen im Jahre 2017 vernichtet habe. Dies kann aber nicht stimmen, denn Nawalny ist mit Chemiewaffen aus russischer Produktion vergiftet worden.
 
Weiterhin scheut sich Nawalny nicht, die Ärzte, die ihm in Omsk das Leben gerettet haben, öffentlich zu beleidigen. Der Chef-Toxikologe des Omsker Gebietes informierte nochmals, dass keine Vergiftung Nawalnys vorliege. Die von den Omsker Ärzten gestellte Diagnose lautete auf eine Stoffwechselstörung. Grund hierfür ist entweder die Nichtbeachtung von ärztlichen Empfehlungen zur Diät oder Alkohol.
 
Nawalny antwortete über Facebook:
 
„Was für ein erstaunlicher Schurke und Halunke dieser Chef-Toxikologe der Region Omsk Namens Sabaev. Und wie er lügt. Einfach völlig arrogant mit jedem Wort. Hat sich irgendetwas mit Alkohol einfallen lassen. Oder dass ich an einer Krankheit leide. Dass es keine Spuren von Gift gibt. Drei unabhängige Labore haben Gift gefunden, aber Sabaev aus Omsk nicht.
 
Er beschuldigte den Mediziner, einfach nur der Obrigkeit hörig zu sein, um eine Beförderung zu erhalten.
 
Und natürlich, aber das wissen Sie, meine lieben deutschen Zuschauer und Leser viel besser als ich, hat Nawalny auch den exBundeskanzler Schröder angegriffen. Und dieser, so habe ich russischen Medien entnommen, wird sich zur Wehr setzen – gegen Nawalny und gegen deutsche Medien, die unabhängig und freiheitlich alles veröffentlichen, was hilft, den politischen Krieg in Europa gegen Russland zu beginnen.
 
 
Am Mittwochnachmittag veröffentlichten russische Medien noch eine Äußerung des Außenamtsleiters Heiko Maas, der dazu aufforderte, sowohl Nawalny wie auch „Nordstream-2“ nicht in Verbindung mit Deutschland zu bringen. Es handelt sich nicht um einen deutsch-russischen Konflikt, sondern um einen Konflikt Europas mit Russland. Danke Herr Maas, dass Sie dies klargestellt haben, dass Sie der Weltöffentlichkeit mitteilen, dass Deutschland den Scheiterhaufen der deutsch-russischen Beziehungen geschichtet hat, das Streichholz aber andere führen sollen.   
 
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Kommentare ( 2 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 11. Oktober 2020 02:18 pm

    Wenn man sich die Berichte nochmals vergegenwärtigt, wie wurden Skripal und seine Tochter durch wen in Salsbery gefunden und wie war es bei Nawalny im Flugzeug, dann ergeben sich meiner Ansicht nach ziemliche Parallelen. Skripal saß gemeinsam mit seiner Tochter auf einer Bank an der Straße. Julia wäre schon bewußtlos gewesen und der Ex-Spion hätte noch mit den Armen in der Luft gefuchtelt und nicht verständliche Äußerungen gemacht. Gefunden wurden die beiden durch eine englische Ärztin, die einen Polizisten zu Hilfe rief. Beide Helfer kümmerten sich auch körperlich um die Skripals ebenso das Rettungspersonal. Im Krankenhaus wurde in der Erstdiagnose eine Vergiftung mit einem Opiat behauptet, bis dann, von wem auch immer, diese Nowitschok - Geschichte ins Spiel gebracht wurde.
    Was hat die Sprecherin von Nawalny zu dessen Zusammenbruch gesagt? Er hätte unverständliche Laute geschrien, aber keine Schmerzensschreie, als ob er unter Drogen gestanden hätte. Und dann kam die Nowi-Variante.

  • Mnborken

    Veröffentlicht: 11. Oktober 2020 07:58 pm

    Nawalny würde definitiv nicht mehr leben, wäre der Plot seinerseits richtig. Was hat er über die russischen Ärzte geschimpft, wenn sein Zustand doch so dramatisch war wäre er ohne deren scheinbar richtige Behandlung, durch die er sogar transportfähig wurde, gestorben.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 11. Oktober 2020 10:09

      ... tja, die deutschen Politiker sehen das anders und werden morgen die Mitgliedsländer der EU mit ihrer Autorität zwingen, Sanktionen gegen Russland in Kraft zu setzen. Egal wie diese Sanktionen aussehen - schlimm oder weniger schlimm - sie tragen symbolische Bedeutung: Deutschland erklärt mit diesen Sanktionen Russland den politischen Krieg. Und das hat natürlich Folgen ...

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